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Becher: Mehrweg statt Einweg

An den Kaffeebars und Kaffeeautomaten im Werk Wolfsburg soll künftig dank eines neuen Pfandsystems viel weniger Müll anfallen.

Zufrieden: Marc Wiechert (von links) und Ralf Kroschel von der Service Factory freuen sich ebenso über das neue Pfandbecher-System wie Tanja Anderson und Jessica Weidling von der Kaffeebar im BT 10.

Mit Mehrwegbechern sagt die Volkswagen Service Factory den Müllbergen den Kampf an: Die Zahl der ausgegebenen Pappbecher am Standort Wolfsburg von zuletzt 3,9 Millionen im Jahr will sie drastisch reduzieren.

Wie das gelingen soll? An den Kaffee­bars im Werk Wolfsburg gilt seit September ein Pfandsystem. Eingeführt hat es die Service Factory gemeinsam mit den drei unterschiedlichen Betreibern. Gäste, die seit 1. September einen Kaffee zum Mitnehmen (to go) bestellen, bekommen für einen Euro einen Pfandbecher aus recycelbarem Kunstoff. Diesen können sie beim nächsten Kauf entweder wieder abgeben und einen Euro erhalten oder sie bekommen einen neuen Becher mit ihrem bestellten Getränk.

Außerdem kann der Gast seinen eigenen Becher mitbringen und befüllen lassen. Aus hygienischen Gründen gilt diese Voraussetzung: Das Trinkgefäß ist sauber. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter an den Kaffeeautomaten die Möglichkeit, sich mit ihrem eigenen Becher ein Heißgetränk zu holen und 
so auf einen Pappbecher zu verzichten, der zwölf Cent extra kostet.

All das fördert die Nachhaltigkeit, trägt zur Schonung der Umwelt bei und hilft Volkswagen, seine Umweltziele zu erreichen“, sagt Marc Wiechert, Leiter der Zwischenverpflegung im Werk Wolfsburg. Er betont: „Wir hoffen, dass künftig ganz viele Mitarbeiter auf einen Pappbecher verzichten.“

Besondere Aktion zum Start des Pfandbecher-Systems: Das Compliance-Team (Zweiter von rechts Chief Compliance Officer Kurt Michels) verteilte Thermobecher. Auf diesen zu lesen: 
die Meldekanäle, über die Hinweise auf schwere Regelverstöße abgegeben werden können.  

Volkswagen beteiligt sich mit diesem Projekt an der „Recup-Initiative“, die Ende August in der ganzen Stadt gestartet ist. Kunden vieler Cafés, Bäckereien und Hotels können seitdem ihre To-go-Getränke umweltbewusst in Mehrwegbechern mitnehmen. Von diesen Bechern haben viele ein Wolfsburg-Motiv. Sie sind auch auf dem Volkswagen Gelände erhältlich. Einen „Recup“-Test hatte es zuvor in den Restaurants der Autostadt gegeben. Direktor Thorsten Pitt: „Recup funktioniert!“ Die Rückmeldungen von Gästen und Mitarbeitern seien positiv.

An den 22 Kaffeebars und 160 Kaffeeautomaten am Standort Wolfsburg wurden nach Angaben der Volkswagen Service Factory im vergangenen Jahr 3,9 Millionen Pappbecher ausgegeben. Für die Produktion dieser Becher sind 4,4 Millionen Kilowattstunden Strom (so viel verbrauchen rund 880 Vier-Personen-Haushalte in Deutschland pro Jahr), 30 Tonnen Rohöl und das Holz von 60 Bäumen erforderlich. Außerdem entstehen ca. 155 Tonnen CO₂.

»Schon seit Jahren warte ich darauf, dass in den Kaffeebars endlich weniger Müll entsteht. Die Idee mit dem Pfandbecher ist super. Ich mache mit!«

Carsten Schemionek
Mitarbeiter Werk Wolfsburg

»Der Umweltschutz ist für den Betriebsrat seit Jahren superwichtig. Unsere Kolleginnen und Kollegen wollen ihren Kindern eine saubere und intakte Natur hinterlassen, und dazu müssen wir uns alle bewegen. Der Verzicht auf Pappbecher tut nicht weh, und das Recup-System ist 
eine intelligente Lösung.«

Matthias Disterheft
Betriebsrat Wolfsburg

»Es hat mir wehgetan zu sehen, wie viele Pappbecher in den Kaffeebars über den Tresen gehen. Endlich gibt es auch hier Mehrwegbecher. Klasse!«

Stefan Roser
Mitarbeiter Werk Wolfsburg