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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

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In 61 Tagen von Hamburg nach Hongkong

Jens und Martina Kriegshammer waren Teil einer Rallye, die über 15.202 Kilometer von Hamburg bis Hongkong führte. 
Ihr zuverlässiger Partner: ein Volkswagen Transporter der fünften Generation.

Rallye als Mix aus Sightseeing und Arbeit: Martina und Jens Kriegshammer in Hongkong.

14 Teams in 14 Oldtimern aus Deutschland und der Schweiz – und mittendrin Martina und Jens Kriegshammer im T5, Baujahr 2007. Von August bis Oktober war das Ehepaar, das bei Volkswagen in Wolfsburg arbeitet, als Teil einer Rallye von Hamburg nach Hongkong unterwegs. Sie tauschten ihren Jahresurlaub und angesammelte Überstunden gegen einmalige Erlebnisse. Eine abenteuerliche Reise, teilweise fernab von jeglicher Zivilisation, führte das Ehepaar durch insgesamt acht Länder und vier Zeitzonen an ihr Ziel.

Neun wilde Wochen ohne 
fließendes Wasser und Heizung

Im Grunde ist es nur mit Abenteuerlust und Autoleidenschaft zu erklären. Sie seien Abenteurer, keine Pauschaltouristen, sagt Martina schmunzelnd. Und das ist nicht übertrieben: Neun Wochen, die geprägt waren von vielen Stunden im Auto, Verständigung über Sprach-Apps und oft kargen Unterkünften ohne fließendes Wasser und funktionierende Heizung. Aber auch von unberührter Natur, tollen Erlebnissen und der Erkenntnis, dass jedes Auto irgendwie wieder flott zu kriegen ist. Jedenfalls für jemanden wie Jens Kriegshammer. Eigentlich arbeitet er in der Entwicklung bei Volkswagen in Wolfsburg. Für seine wildesten neun Wochen dieses Jahres war er als Mechaniker bei der Oldtimer-Rallye von Hamburg nach Hongkong im Einsatz. „Der Kontakt kam über eine Messe zustande, bei der ich mit dem Veranstalter ins Gespräch kam. 2016 war ich bereits bei der Tour von Hamburg nach Shanghai dabei“, erzählt der 52-Jährige.

Treuer Begleiter und unendliche Weiten: Auch im chinesischen Hinterland war auf den T5 stets Verlass. Dort übersprang der Tacho auch die Marke von 300.000 Kilometern.

Jens: Schrauber mit Leib und Seele

Ein Trip, bei dem neben Dolmetscher, Arzt und Reiseleitung eben auch immer ein Profi für Autos dabei ist. Seit seiner Lehre zum Kfz-Schlosser, heute Kfz-Mechatroniker, schraubt und bastelt der gebürtige Wolfsburger leidenschaftlich gern an Autos. Vor allem Oldtimer haben es ihm angetan. „Da kann man viel selber machen und muss es auch. Denn Ersatzteile sind oft nicht mehr erhältlich.“ Kupplung, Kardanwelle, Zündung: Irgendwas war immer. Locker eine dreistellige Zahl an Arbeitsstunden hat er während der Rallye unter oder an defekten Autos verbracht.

Zwei treue Begleiter sind auf dem Trip nach Fernost stets an seiner Seite gewesen: Neben seiner Frau Martina, tätig in der Konzern Umwelt, noch ihr T5 als Begleitfahrzeug. Mit Allrad, Standheizung, Tempomat und 96 kW / 131 PS. Weiterer Luxus: Fehlanzeige. Jens‘ Credo: Mehr Technik, mehr Risiko. So verzichteten beide beim Kauf etwa auf eine Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber.

In China feierten sie die 300.000 Kilometer, Motor, Getriebe und Stoßdämpfer sind noch immer original. „Ein super Auto, wir hatten keine einzige Panne“, schwärmt Martina und klopft auf Holz. Dabei haben sie ihrem Bus mehr zugetraut als die Entwickler. Auf knapp 5.500 Höhenmetern sei wohl kein Aggregate-Entwickler je gewesen, erzählt Jens. Ihr Auto schaffte auch diese Anstrengung.

Die Höhe in Tibet war es auch, vor der Martina vor der Tour großen Respekt hatte. Aber als ein Zwischenziel auch ein Grund, warum sie ihren Mann begleitete. Die dünne Luft an der Nordseite des Himalayas machte am Ende keine Probleme, die Landschaft und Menschen haben es ihr angetan. „Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Die unberührte Natur ist wunderschön. Wir haben sogar das Basislager des Mount Everest besucht“, erzählt die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin.

Martina und Jens Kriegshammer in 5.200 Meter Höhe im Basiscamp des Mount Everest. 
Auf Tibetisch heißt der höchste Berg der Erde Mount Qomolangma.

Zwischenstopp im chinesischen Werk Foshan, verbunden mit einer Werkstour.

Aber auch die Stationen in Polen, wo sie vor dem Werk in Poznan Halt machten und ihrem Bulli seine Geburtsstätte zeigten, Russland, Kirgistan und Usbekistan waren beeindruckend. Die längste Zeit der Reise verbrachten sie in China, im Werk in Foshan bekamen sie eine Werkführung.

Ende November legt das Schiff aus Honkong mit ihrem Auto in Deutschland an, seit Mitte Oktober sind beide wieder im Büro. Viele Eindrücke, ein volles Mailpostfach und „endlich wieder Matjes“, wie Jens lachend erzählt. So schön es auf der Welt auch ist, daheim sind sie in Norddeutschland.

Nahe der chinesischen Stadt Yangshuo geht es mit Bambusflößen auf Tour. In gut einer Stunde Fahrt sind sechs Staustufen zu überwinden, nasse Kleidung und viel Spaß inklusive.

Die nächsten Pläne sind bereits im Hinterkopf: „Wir würden gern die Panamericana fahren, Südamerika fehlt uns bisher noch. Gern wieder mit unserem T5, er hat die Feuerprobe mehr als bestanden. Mit zwei oder drei weiteren Teams über die Anden – das wäre toll.“ Und dann formulieren beide einen Aufruf: Interessierte Mitfahrer mit eigenem Auto dürfen sich gern bei Martina und Jens Kriegshammer melden.