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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Unternehmen

Volkswagen will Rendite 
schneller steigern

Jahresabschlussgespräch im Markenhochhaus in Wolfsburg: Vorstände erklären Maßnahmen für die Zukunft.

Wie schafft es die Marke Volkswagen, aus eigener Kraft in die Zukunft zu investieren?

Das erklärten Ralf Brandstätter, der als Chief Operating Officer die operativen Geschäfte der Marke führt, Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann und Finanzvorstand Arno Antlitz vor Journalisten in Wolfsburg. Anlass war das Jahresabschlussgespräch der Marke.

Das Ziel ist klar: Die Rendite soll schneller steigen als vorgesehen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel einer operativen Rendite von mindestens sechs Prozent bereits 2022 erreichen, drei Jahre früher als bisher geplant“, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz. Dazu will die Marke ihre Ertragslage weiter deutlich verbessern. Außerdem strafft sie das Modellportfolio und reduziert die Zahl der Varianten. Zugleich soll die Produktivität in den Werken gesteigert und bei den Fahrzeugen die Plattform­orientierung ausgeweitet werden. Die Optimierung der Materialkosten soll darüber hinaus einen Beitrag dazu leisten, die Zielrendite zu erreichen. Außerdem werden die Verwaltungsprozesse weiter verschlankt.

Die Themen im Einzelnen:

»Mit dem ID. wird unser Aufbruch in das Zeitalter der Elektromobilität und die Vernetzung unserer Marke auch für unsere Kunden greifbar«

Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann

Investitionen

Von 2019 bis 2023 will die Marke mehr als elf Milliarden Euro in Elektro-Mobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste investieren. Mehr als neun Milliarden Euro davon fließen in die Elektrifizierungs-Offensive. Aktuell hat die Marke zwei reine E-Autos im Programm. Bis 2025 wird ihre Zahl auf rund 20 steigen. Der Umbau des Werkes Zwickau zur reinen E-Auto-Fabrik läuft bereits. Zusätzlich werden die Werke in Emden und Hannover ab 2022 auf die Produktion von Elektroautos umgestellt. Gemeinsam werden diese drei Standorte zum größten E-Produktionsverbund Europas. Auch in China entstehen in Anting und Foshan zwei E-Werke, die 2020 die Produktion aufnehmen werden. Für Nordamerika wird die Marke in Kürze über den Standort eines Werks für E-Fahrzeuge entscheiden. Mit dem in Zwickau gebauten vollelektrischen ID. bringt Volkswagen eine neue Fahrzeuggeneration auf die Straße, die bei Digitalisierung und Vernetzung Standards setzt. „Mit dem ID. wird unser Aufbruch in das Zeitalter der Elektromobilität und die Vernetzung unserer Marke auch für unsere Kunden greifbar. Er wird als erstes voll vernetztes und vollelektrisches Fahrzeug für ‚New Volkswagen‘ stehen“, so Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.

Ehrgeizige Ziele: COO Ralf Brandstätter beim Jahresabschlussgespräch im Markenhochhaus.

»Wir müssen unser Transformationstempo erhöhen, effizienter und agiler werden. Wir dürfen nicht nachlassen und müssen uns weiter deutlich verbessern«

COO Ralf Brandstätter

Kosten

Um die gewaltigen Zukunftsinvestitionen zu finanzieren, will die Marke ihre Kosten noch stärker senken als bisher geplant. „Deshalb haben wir ein Bündel von Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung definiert, das die vollständige Umsetzung des Zukunftspakts absichert, diesen Pakt jedoch thematisch ergänzt und die Weichen Richtung 2025 stellt“, erklärte Finanzvorstand Arno Antlitz. Der Zukunftspakt wird bis Ende dieses Jahres Kostenentlastungen von gut 2,2 Milliarden Euro bringen. Damit ist ein Großteil der bis 2020 geplanten Einsparungen von rund drei Milliarden Euro bereits erreicht. Massive weitere Einsparungen soll unter anderem die starke Ausweitung des Plattformodells bringen. Derzeit basieren etwa 60 Prozent der konventionellen Modelle auf dem Modularen Querbaukasten (MQB). 2020 sollen es rund 80 Prozent sein. Ein weiterer Hebel ist die geplante Steigerung der Produktivität in den Werken um durchschnittlich 30 Prozent bis 2025. Gleichzeitig soll die Komplexität im Modellportfolio massiv reduziert werden. In Europa streicht die Marke im nächsten Modelljahr 25 Prozent der Motor-Getriebe-Varianten aus dem Programm, die weniger nachgefragt werden.

»Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel einer operativen Rendite von mindestens sechs Prozent bereits 2022 erreichen, drei Jahre früher als bisher geplant«

Finanzvorstand Arno Antlitz