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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Integrität

So gestalten wir den Kulturwandel aktiv mit

Beschäftigte erzählen

Das Programm Together4Integrity wird tagtäglich das Leben vieler Mitarbeiter beeinflussen – und zwar auf sehr unterschiedliche Weise.
Der Volkswagen Konzern befindet sich gerade dank engagierter Mitarbeiter im Wandel zu einem Unternehmen, das einen noch stärkeren Fokus auf Integrität und Compliance legt. Kollegen berichten, wie sie diesen Veränderungsprozess mit angegangen sind und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Integrität und Compliance in den Personalprozessen verankert

»Wir überarbeiten derzeit ausgewählte Personalprozesse, damit sich ein Gedanke darin widerspiegelt: Integrität und Compliance gehen uns alle an. Das heißt konkret:
Wer – zusätzlich zu seiner fachlichen und persönlichen Eignung – integer und compliant handelt, kommt beruflich weiter.

Integrität wird beurteilt

Dieser Ansatz findet auch Eingang in den neuen Entwicklungsweg ins Management, der derzeit durch die Personalentwicklung und das Personalwesen im Unternehmen ausgerollt wird. Basis ist das neue Anforderungsprofil, welches unter anderem auch ›Integrität vorleben‹ als K.-o.-Kriterium für die Entwicklung ins Management enthält. Integrität wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten beurteilt: im Arbeitskontext, in einem Interview sowie kurz vor der Managementberufung. Zudem erfolgt eine Prüfung auf Compliance-Verstöße.
Dies ist nur einer von vielen Bausteinen, mit denen wir dazu beitragen, eine Unternehmenskultur zu stärken, in der Integrität und Compliance selbstverständlich gelebt werden – spürbar für jeden.«

Kim Lena Steichen, Team HR Compliance.

Konzerngrundsätze als Basis für ein Wir-Gefühl

»Mein Team und ich arbeiten komplett dezentral: Jede/Jeder KBM-Auszubildende – KBM steht für Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement – lernt für sechs Monate in verschiedenen Versetzungsstellen in allen Unternehmensbereichen und bei vielen unterschiedlichen Ausbildungsbeauftragten. Für das Erleben und Leben eines WIR-Gefühls ist das eine große Herausforderung. Wie kann es dennoch gelingen?

Teamdialog: Wertevermittlung für Auszubildende

Seit dem Ausbildungsstart schauen wir gemeinsam auf die Unternehmenswerte und haben daraus unsere Teamwerte abgeleitet. Den ›Teamdialog‹ habe ich als Einladung gesehen, einmal mehr zu checken, ob wir gut unterwegs sind. Zusammen sind wir uns erst der Konzerngrundsätze bewusster geworden, um nachfolgend unabhängig voneinander zu bewerten, ob zu jedem Konzerngrundsatz die Ziele erreicht wurden. Im Ergebnis zeigt sich, dass unsere Blitzlichter, Erfahrungsaustausche, Patenmodelle und gemeinsame Zeit für Reflextion dazu dienen, die Konzerngrundsätze mit Leben zu füllen. Wir kümmern uns umeinander, teilen unser Wissen und gestalten gemeinsam unseren Weg. Und wenn sich unser Weg nach drei Jahren Ausbildung trennt, dann wird jeder Ausgelernte seine erlebten Werte und Grundsätze an den verschiedensten Stellen im Konzern einbringen und weiter gestalten können. Für mich als Ausbilderin ist das eine große Verantwortung und der Teamdialog ein gutes Instrument, schon den Start unseres Nachwuchses entsprechend zu begleiten.«

Annett Zintl, Ausbilderin der kaufmännischen Berufsausbildung (rechts im Bild mit den Auszubildenden).

Ideenschmiede für verbesserte Prozesse

»Wir in der Konzernsicherheit legen einen großen Wert darauf, die Konzerngrundsätze zu leben, da diese ein wichtiger Schritt in Richtung Kulturwandel sind, den wir nur durch aktives Vorleben verankern und umsetzen können. Deshalb haben wir begonnen, Teamdialoge zu führen, um ein gemeinsames Verständnis für die Konzerngrundsätze zu schaffen. Hierbei haben wir zur Visualisierung der Meinungen Klebepunkte an die Teilnehmer verteilt, die sie dann auf einer Skala von null bis 100 offen in der Runde aufkleben. Anschließend sind wir in die Diskussion zur Gewichtung der geklebten Punkte gegangen, um vorhandene Potenziale aufzuzeigen und gemeinsam Maßnahmen zu definieren. In diesen Diskussionen sind viele frische und neue Ideen entstanden.

Informiert sein ist wichtig für alle

Jede Abteilung hat für sich passende Maßnahmen definiert. Um etwas für die Umwelt zu tun, wollen wir zum Beispiel künftig die Shuttlebusse stärker nutzen. Neues wagen wir,
indem einige unserer Abteilungen vier Mal im Jahr eine Art ›Ideenschmiede‹ veranstalten wollen, bei der Vorschläge und Ideen der Mitarbeiter, beispielsweise wie Prozesse verbessert oder sogar neu definiert werden können, diskutiert werden. Wichtig ist dabei, im Nachgang auch darauf zu achten, dass diese Ideen verfolgt und die Kollegen regelmäßig über den aktuellen Stand informiert werden. Informiert zu sein, ist für jeden von uns wichtig. Hierfür nutzen wir zum Beispiel schon jetzt unser Quartalsfrühstück, welches von Kollegen für Kollegen (auf freiwilliger Basis natürlich) spendiert wird.«

Dr. Frank Kämmer, Leitung Konzern-Brandschutz.
Jennifer Tönnies-Saat, Assistenz des Leiters der Konzernsicherheit.

Jeder Mitarbeiter ist Risikomanager

»Wir im Werk Braunschweig fragen regelmäßig ab, ob es Themen für das Risikomanagement gibt. Mitarbeiter haben in diesem Rahmen beispielsweise eine Presse als Risikofaktor gemeldet. Diese Maschine, die es vielleicht nur zwei, drei Mal auf der Welt gibt, war sehr fehleranfällig. Sie spielt aber eine wichtige Rolle im Werk. Ein Ausfall ist teuer, im schlimmsten Fall stoppt die Produktion.

Dinge ansprechen, die angesprochen werden müssen

Wir haben das Thema aufgenommen und mit dem Risikomanagement diskutiert. Nach einer umfassenden Analyse wurde diese Presse als wesentliches Risiko bewertet. Dadurch haben wir uns sehr gezielt mit der Problematik auseinandergesetzt. Die Maschine wurde damit in einen ganz anderen Fokus gerückt, als das vorher der Fall war. Das Ergebnis: Es wurden Maßnahmen eingeleitet, um die regelmäßige Wartung und Kontrolle sicherzustellen. Dadurch kann das Risiko eines Ausfalls oder Produktionsstopps erheblich reduziert werden.
Für die Mitarbeiter war das sehr motivierend. Denn sie haben gesehen, wenn sie Risiken ansprechen, dann passiert auch etwas. Kollegen, die jeden Tag im Werk arbeiten, wissen viel besser, was nicht in Ordnung ist, als Leute, die ab und zu mal vor Ort sind. Wir vom Management müssen Kollegen daher unterstützen und stark machen, Risiken zu melden. Je aktiver sie ihre Themen nach oben kommunizieren, desto besser. Ich kann jeden nur anregen, dranzubleiben, standhaft zu sein und Dinge anzusprechen, die angesprochen werden müssen.
Im Fall unserer Presse war es wichtig, zu verstehen: Das ist unsere Maschine, das ist unsere Firma. Wir müssen dafür kämpfen.«

Otto Joos, Geschäftsfeldleiter Fahrwerk, Konzern Komponente.

Fehlerkultur mit Spaßfaktor

»Fuckup-Nights sind in der Start-up-Szene groß geworden. Dabei präsentieren Sprecher in einer lockeren Atmosphäre mit Bier und Fingerfood Flops aus dem Leben. Diese Idee haben wir aufgegriffen und dieses Jahr erstmalig ein ›FACK UP‹-Event – die Schreibweise wurde absichtlich geändert – für den Bereich Beschaffung veranstaltet. Das fand passenderweise in der Kneipe ›Büro‹ statt. Schön war, dass man Chef, Sancha Garcia, als Top-Speaker teilgenommen hat. Seine Kernbotschaft war unter anderem, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, sich Fehler einzugestehen, sondern von persönlichem Wachstum.  Die rund 45 Gäste haben nicht nur viel gelacht, wir haben alle auch etwas gelernt und tolle Gespräche geführt.

Fehler sind wichtige Erfahrungen

Die Idee für unsere ›FACK UP im Büro‹ kam uns nach unserer jährlichen Strategieveranstaltung, bei der ein Best-Practice-Award vergeben wurde. Diesen fand ich gut und inspirierend. Bei einem Gespräch mit einem Kollegen am Abend waren wir uns jedoch einig, dass es schön wäre, wenn der umgekehrte Fall auch so selbstverständlich kommuniziert werden kann.

Wer keine Fehler zulässt, verpasst es, sich weiterzuentwickeln.

Denn was passiert mit uns, wenn wir Fehler machen? Wenn man es nicht selbst gelöst bekommt, geht man in der Regel zum Chef und bittet um Unterstützung. Der hilft natürlich und das war’s dann – man spricht nicht mehr darüber, ganz im Gegensatz zu Erfolgen, die man zu Recht mit Stolz kommuniziert. Doch wer keine Fehler zulässt, verpasst es, sich weiterzuentwickeln. Ein Unternehmen, das sich keine Fehler leistet, kann keine Erfahrung machen und sich verbessern.
Bei unserer ›FACK UP im Büro‹ geht es aber um mehr als um Fehlerkultur. Es geht auch darum, Barrieren zu reduzieren, es geht darum, unsere Werte und Kultur zu vermitteln, und um Teamspirit.

Kulturwandel ist wie Fitnesstraining

Derzeit plane ich zwei weitere ›FACK UP im Büro‹ Events. Dieses Mal soll explizit das Thema Integrität eingebaut werden und ich versuche, Frau Werner als Speaker zu gewinnen. Erfreulicherweise möchten nun auch Mitarbeiter als Sprecher auftreten. Durch so ein Event – das ist mir bewusst – verändere ich nicht die Unternehmenskultur, aber jeder Einzelne beeinflusst durch sein Handeln oder durch sein Unterlassen die Kultur. Mit dem Kulturwandel ist es wie mit dem Fitnesstraining: Schaue ich jeden Tag in den Spiegel, dann sehe ich keine Veränderung, schaue ich aber über einen längeren Zeitraum zurück, dann sieht das Bild anders aus.«

Auf dem Event „FACK UP im Büro“ darf man über die Fehler anderer auch mal herzhaft lachen.

Terence Pope, Mitarbeiter im Stab Beschaffung Metall.

Richtige Entscheidungen dank Compliance-Schulungen

»Für mich sind Compliance und damit auch die Verhaltensgrundsätze etwas, das wie selbstverständlich in unser aller Arbeitsalltag integriert sein muss. Die Verhaltensgrundsätze stets vor Augen zu haben, ist nicht immer ganz einfach. Wir müssen schnell Entscheidungen treffen und verschiedene Ziele erreichen. Damit wir da richtige Entscheidungen treffen, muss sich jeder von uns – egal ob Mitarbeiter oder Führungskraft – selbst hinterfragen und sich über Regeln informieren.
Das geht besonders gut über die Informationen zu Compliance im Intranet oder den anderen internen Medien. Noch effektiver ist es aber, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Mitarbeiter werden sensibilisiert

Daher haben wir in unserer Hauptab­teilung eine verpflichtende jährliche Compliance-Schulung eingeführt. Diese findet – unterstützt von Group Compliance – zusammen mit der Arbeitsschutzunterweisung in einem Termin statt. So konnten wir den organisatorischen Aufwand gering halten und die Vorbereitungen deutlich vereinfachen. Auch wenn dieser Pflichttermin von den Mitarbeitern anfänglich nicht mit großer Begeisterung aufgenommen wurde, sind mittlerweile alle der Meinung, dass die Sensibilisierung für Compliance-Themen uns bei unserer täglichen Arbeit weiterhilft und dafür sorgt, dass wir richtige Entscheidungen treffen.«

Prof. Dr. Thomas Form, Hauptabteilungsleiter »Fahrzeugtechnologie und Mobilitätserlebnis (K-GERF)«

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