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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

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Konzern Komponente: Die 5 Geschäftsfelder

So stellt sich die neue Marke auf.

Am 1. Januar ist die Konzern Komponente als eigenständige Marke im Konzern gestartet. Im Motorenwerk Salzgitter fanden vor wenigen Tagen die erste Management-Info und das erste Pressegespräch des Inhouse-Zulieferers statt. Die Konzern Komponente hat einen eigenen Vorstand und wird gesteuert in einer Matrix aus Geschäftsleitern (Finanz, Personal, Beschaffung) und fünf Geschäftsfeldleitern. Vorstandsvorsitzender Thomas Schmall berichtet an 
Stefan Sommer, Konzernvorstand für Komponente und Beschaffung. Die neu zugeschnittenen Geschäftsfelder stellen wir hier vor – Zahlen, Fakten, zentrale Inhalte sowie nächste Schritte.

Stefan Sommer (vorn, rechts), Konzernvorstand für Komponente und Beschaffung, leitete die Pressekonferenz gemeinsam mit CEO Thomas Schmall ein. Sommer sagte: „Wir als Konzernvorstand setzen auf die Konzern Komponente als eigene Einheit, weil wir damit markenübergreifend Synergien schaffen.“

Herbert Steiner hatte zur Neuausrichtung seines Geschäftsfeldes zum  bereichsübergreifenden Workshop eingeladen. Von links: Christoph Meyer, Dirk Strümpfler, Gerd Hahn, Herbert Steiner, Frank Engel, Thoralf Hanschel, Klaus Schmeckenbecher, Björn Prosch, Uwe Thesling, Florian Müller, Volker Selbach.

24 Werke produzieren Komponenten für das Geschäftsfeld Motor und Gießerei: Salzgitter (D), Kassel (D), Hannover (D), Chemnitz (D), Polkowitze (PL), Poznan (PL), Silao (Mex), Puebla (Mex), S.Carlos (Br), Uitenhage (SA), Pune (Ind), Kaluga (Rus), Györ (Hun), Crewe (GB), St.Agata (It), Mlada Boleslav (CZ), Zuffenhausen (D), Changchun [2], Chengdu, Anting [2], Loutang, Dailan (alle China)

Die Motoren sind das Herzstück unserer Fahrzeuge. In unserem Portfolio haben wir Benzin-, Diesel- und Gasmotoren. Neu ist, dass wir auch die Gießerei-Produkte wie Zylinderköpfe in unserem Geschäftsfeld verantworten. Wir im Geschäftsfeld Motor und Gießerei sind überzeugt, dass wir die großen Herausforderungen der anstehenden Technologietransformation gemeinsam erfolgreich bewältigen können. Unsere neue Marke ist für uns der Auftrag, noch enger zusammenzurücken, um unsere Wettbewerbsfähigkeit so weiter zu stärken.

Wir werden auch 2019 wichtige strategische Produktentscheidungen treffen, und dabei unsere Kunden und ihre Bedarfe genau im Blick behalten. Zu unseren Kunden gehören neben der Marke Volkswagen zum Beispiel Audi, Seat oder Skoda. Wir optimieren Produktkosten und Qualität und nutzen dabei alle Möglichkeiten unseres internationalen Produktionsverbunds.

Geschäftsfeldleiter Thorsten Jablonski (unten links) mit Werkleiter Olaf Korzinovski aus Kassel (rechts), weiteren Werkleitern aus dem Geschäftsfeld sowie dem Beirat.

15 Werke sind dem Geschäftsfeld zugeordnet: Kassel (D), Salzgitter (D), Bratislava (SK), Martin (SK), Cordoba (Arg), Tianjin [2] (China), Dailan (China), Györ (Hun), Prat (Esp), Vrchlabi (CZ), Mlada Boleslav (CZ), Zuffenhausen (D), Chanchung (China), Anting (China)

Unsere Produkte sind Schalt- und Direktschaltgetriebe, Hybridantriebe und elektrische Antriebe. Unser primäres Ziel für das Geschäftsfeld Getriebe und E-Antrieb ist die Reduzierung der Kosten pro Getriebe durch effiziente Zusammenarbeit aller Bereiche und Werke. Das kann nur gelingen, wenn es keinen Konkurrenzgedanken zwischen den Werken und Bereichen gibt, sondern alle gemeinsam Produkte und Prozesse optimieren. Wir müssen die hohen Investitionen für die E-Mobilität aus eigenen Mitteln finanzieren können und deshalb unser operatives Ergebnis stetig weiter optimieren. In den ersten Wochen haben wir bereits große Synergiepotenziale im Bereich Planung, Variantenvielfalt und Fahrweise erarbeitet – die wir nun auch markenübergreifend gemeinsam heben. Auch bei Produktkosten haben wir noch Luft nach oben: 2019 nehmen wir im Rahmen unserer Kostenklausuren einzelne Getriebefamilien unter die Lupe, um weitere Synergien zu heben.

Geschäftsfeldleiter Otto Joos (unten links) mit den Werkleitern 
Werner Gose (Braunschweig), Sascha Schreiner (Sarajevo) und Martin Schmuck (Fahrwerk Wolfsburg) sowie Holger Schulz, Christian Oßwald; vorne: Stefanie Klerf, Christian Giere.

9 Werke gehören zum Werksverbund des Geschäftsfelds: Braunschweig (D), Wolfsburg (D), Puebla (Mexiko), Sarajevo (Bosnien), Mlada Boleslav (Tschechien), Changchun, Chengdu, Foshan, Tianjin (alle China)

In unserem Geschäftsfeld verantworten wir unter anderem Vorderachsen, Hinterachsen, Lenkungen, Lenksysteme inklusive Software sowie Dämpfer und Gelenkwellen. Die für uns wichtigsten Punkte sind Vernetzung und Transparenz. Denn die Vernetzung unserer internationalen Werke auf Marken- und Konzernebene birgt großes Synergiepotenzial für uns. Transparenz und einheitliche Vorgehensweisen brauchen wir zum Beispiel bei den Themen finanzielle Steuerung und Strategie. Unsere Strategie-Roadmap weiter zu detaillieren und umzusetzen gehört zu den wichtigsten Zielen unseres Geschäftsfeldes. Außerdem schärfen wir unser Produktangebot und definieren es für die Zukunft. Unwirtschaftliche Produkte laufen nach und nach aus, zum Beispiel die Kunststofffertigung in Braunschweig. Das Werk Braunschweig steht bereits mitten in der Transformation. Auch mit Blick auf Produkte und Prozesse wollen wir Synergien innerhalb des Geschäftsfeldes maximal ausnutzen. Ein Zukunftsthema, an dem wir schon heute arbeiten, ist die Entwicklung von Fahrwerkskomponenten für das hochautomatisierte Fahren. In diesem Bereich setzen wir auf strategische Partnerschaften.

Ingo Fleischer (5.v.r., Leiter Geschäftsfeld Sitze) und Thomas 
Lewandowski (5.v.l., Kaufmännischer Geschäftsführer von SITECH) mit direktberichtenden Werkleitern und Führungskräften.

7 Werke werden zum Geschäftsfeld gezählt: Wolfsburg (D), Emden (D), Hannover (D), Polkowice (PL), Głogów (PL), 
Września (PL), Shanghai (China).

Wir machen das Geschäftsfeld Sitze fit für die Zukunft. Dafür haben wir uns 2019 ehrgeizige Ziele gesetzt: Wir werden die Innovationsprojekte für den Sitz der Zukunft vorantreiben. Notwendig dafür ist, dass wir unsere Effizienzen heben, unter anderem durch nachhaltig wirksame Maßnahmen an den Standorten, und unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern. Wir müssen unsere Produkte zügig weiter priorisieren, um SITECH für künftige Anforderungen seitens Kunde und Markt strategisch aufzustellen. 
Ein weiterer entscheidender Faktor unseres Erfolgs ist ein professionelles Anlaufmanagement unserer Projekte. Diese strategischen und operativen Themen können wir nur dann zum Erfolg führen, wenn die gesamte Mannschaft informiert ist und Hand in Hand arbeitet.

Kern des Geschäftsfeldes, das aktuell im Aufbau ist: Geschäftsfeldleiter Mark Möller, Marcel Rockstedt, 
Mutlu Saribas, Thomas Tiedje (von links).

Für das Geschäftsfeld produzieren 6 Werke Kompo-
nenten: Braunschweig (D), Salzgitter (D), Brüssel (B), Mlada Boleslav (CZ), Anting, Foshan (beide China).

Das neue Geschäftsfeld E-Mobilität bauen wir aktuell unter Hochdruck auf – ganz oben auf unserer Agenda steht eine Produkt-Roadmap für das Geschäftsfeld E-Mobilität und ein Business Plan für eine Batteriezellfertigung in Deutschland. Unser wichtigstes Ziel im Jahr 2019: die Versorgung des MEB-Anlaufs sicherzustellen. Beim Thema Batterie spielt die Konzern Komponente eine zentrale Rolle, denn wir tragen die Verantwortung für wesentliche Umfänge – von der potenziellen Zellfertigung bis zum Recycling. Unsere Batteriesysteme entwickeln wir in Braunschweig, in Salzgitter ist das Center of Excellence Batteriezelle der TE und ab Mitte 2019 die für den Elektromotor zentrale Rotor-Stator-Fertigung. 
Kassel fertigt die E-Maschinen für die voll elektrischen Fahrzeuggenerationen. 2020 wird in Salzgitter die Pilotanlage für das HV-Batterie-Recycling in Betrieb genommen.
In Wolfsburg pilotieren wir die flexible Ladesäule und verhandeln mit einem Kunden in Deutschland. Außerdem planen wir bei der Ladesäule eine Zusammenarbeit mit einem chinesischen Partner inklusive einer möglichen Lizensierung für eine Lokalisierung. 
Wir haben viel vor und freuen uns darauf!

Zahlen, Daten, Fakten

Komponentenwerk Hannover fertigt flexible Schnellladesäule

Beschäftigte aus dem Wärmetauscher freuen sich über nachhaltige Zukunftsperspektive.

Die flexible Schnellladesäule wird ab 2020 in die Serie überführt. 
Als Produktionsstandort wurde das Komponentenwerk Hannover benannt. Bis zu vier Fahrzeuge kann die Ladesäule nach dem Prinzip einer Powerbank laden und grünen Strom zwischenspeichern. Ihre Pro­duktion ersetzt ab 2020 in Hannover schrittweise die Fertigung des Wärmetauschers, die zum Geschäftsfeld Motor und Gießerei gehört.

1Passat GTE: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,8 - 1,7; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 13,7 - 13,2; CO2-Emission kombiniert in g/km: 40 - 38; Effizienzklassen: A+.

Ab 2020 in Serie: Die flexible Schnellladesäule

Thomas Schmall: „Der Aufbau der Ladeinfrastruktur ist entscheidend für den Erfolg der E-Mobilität. Die von der Konzern Komponente entwickelte flexible Schnellladesäule kann hier einen wichtigen Beitrag liefern – das zeigt uns das große Interesse potenzieller Partner. Die Ladesäule ist ein Baustein in der End-to-End-Verantwortung der Konzern Komponente für die Hochvolt-Batterie. Gleichzeitig schaffen wir für das Komponentenwerk Hannover mit der Transformation des Wärmetauschers eine nachhaltige Zukunftsperspektive in unserem neuen Geschäftsfeld E-Mobilität.“

Schmall über Kosten und Investitionen

Während einer Management-Info und einer Pressekonferenz informierte der Vorstandsvorsitzende der Komponente intern und extern – Hier die wichtigsten Fakten.

Thomas Schmall
über…

„Künftig wird die Konzern Komponente wesentliche Wertschöpfungsschritte der sogenannten „End-to- End-Verantwortung“ für Batterien besetzen – vom Kompetenzenaufbau für die Zelle bis zum Recycling. Nach ihrem Einsatz im Fahrzeug werden die Batterien teils einer Zweitnutzung zugeführt – zum Beispiel in neuen Produkten wie der flexiblen Schnellladesäule. Im ersten Halbjahr 2020 wird für das abschließende Recycling eine Pilotanlage in Salzgitter eröffnet, in der der Recycling-Prozess von Hochvolt-Batterien weiterentwickelt wird.“


die Batterie-Strategie:

„Wir heben Effizienzen in aktuellen Geschäftsbereichen und richten die Konzern Komponente mit neuen Aktivitäten in der E-Mobilität für die Zukunft aus. Durch die konzernweite Steuerung können Effizienzen und Synergien besser realisiert, die Vernetzung zwischen den Standorten gefördert und die Werke markenübergreifend optimal belegt werden. Auf Basis des Zukunftspakts haben wir im Zeitraum 2016 bis Ende 2018 in den deutschen Werken bereits über 750 Millionen Euro Kosteneinsparungen nachhaltig erreicht. Im weiteren Verlauf bis 2025 werden wir diesen positiven Ergebniseffekt auf insgesamt 2 Milliarden Euro erhöhen können.“


Kosteneinsparungen:

„Wir investieren künftig massiv in die E-Mobilität: Allein 2019 und 2020 fließen konzernweit 870 Millionen Euro in die Fertigung von E-Komponenten. Der Anteil 
der Investitionen in E-Komponenten ist damit seit 2015 von fünf Prozent auf aktuell 40 Prozent gestiegen. 
In Summe investieren wir im Rahmen der aktuellen Planungsrunde 3,8 Milliarden Euro bis 2023 in die Fertigung von E-Komponenten.“


Investitionen für die Zukunft:

Investitionen in E-Komponenten:

In 2019 und 2020:

für die Fertigung von E-Komponenten

Bis 2023: