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Mitarbeiter dankt seinen Lebensrettern

Nach Herzinfarkt in Halle 12 im Werk Wolfsburg: Harald Porsch besucht Gesundheitszentrum.

Harald Porsch (Mitte) und seine Retter (von links): Leitende Werkärztin Wolfsburg Dr. Hannelore Zeugner, Notärztin Elena Friesen, Rettungssanitäter Daniel Sulfrian, Sven Scharenberg (Brandschutz).

Rührende Geste in der Südstraße im Werk Wolfsburg: Mit einem Blumenstrauß und Schokolade besuchte Volkswagen Mitarbeiter Harald Porsch das Gesundheitszentrum, um sich bei seinen Lebensrettern zu bedanken. Der 58-Jährige hatte am 7. Januar in Halle 12 zu Beginn der Nachtschicht einen akuten Herzinfarkt erlitten. Er musste vom herbeigerufenen Rettungsteam wiederbelebt werden.
Schon auf dem Weg zur Arbeit hatte er Schweißausbrüche, spürte ein Stechen in der Brust, erinnert sich Porsch. „Es fühlte sich wie heftiges Sodbrennen an.“ In der Waschkaue musste er sich hinlegen. „Die Schmerzen wurden immer stärker. Ich bekam kaum noch Luft.“ Glück im Unglück: Sein Kollege Lucas Knorrn reagierte schnell, wählte die Notrufnummer 555,­ die Retter waren nach wenigen Minuten vor Ort.
Rettungsassistent Daniel Sulfrian und Jens Hielscher vom Brandschutz sahen sofort, dass es ernst ist. Sie alarmierten Notärztin Elena Friesen und begannen mit der Erstversorgung. Als sie ihren Patienten auf der Trage in den Rettungswagen gebracht hatten, bekam Porsch eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung. „Wir mussten ihn mit dem Defibrillator wiederbeleben“, sagt Sulfrian. Der Herzmuskel hatte aufgehört zu pumpen. Nach der erfolgreichen Wiederbelebung ging es sofort ins Klinikum Wolfsburg, das bereits über den Notfall informiert worden war.
„Ohne euch wäre ich nicht mehr hier“, sagte Porsch nun beim Wiedersehen. Seine Retter umarmte er herzlich. Und kündigte an: „Nächstes Jahr am 7. Januar werde ich meinen ersten Geburtstag feiern.“

»Ohne euch wäre ich nicht mehr hier«

- Harald Porsch

Wiedersehen: Harald Porsch schenkt Notärztin Elena Friesen Blumen.

Die Rettungskette bei Volkswagen

Was tun, wenn sich Kollegen bei der Arbeit verletzen oder akut krank werden? Erste Regel: Die Notrufnummer 555 wählen und am Telefon den Rettungskräften die Anfahrt so konkret wie möglich beschreiben. Dann einen Kollegen als Einweiser benennen, der den Rettungswagen zum Beispiel vom Hallentor zum Einsatzort lotst. Ersthelfer übernehmen am Ort des Geschehens lebensrettende Sofortmaßnahmen.  Im Schnitt sind die Rettungssanitäter spätestens nach fünf Minuten am Unfallort. Die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums und des Brandschutzes trainieren regelmäßig im Team für den Notfall. Zudem haben sie vergangenes Jahr im Werk Wolfsburg 3.000 Mitarbeiter zum Ersthelfer aus- und weitergebildet.