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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Unternehmen

Verhaltensgrundsätze erleichtern
den Umgang mit Regeln

Volkswagen macht Fehlverhalten im Unternehmen und die Sanktionen daraus intern öffentlich.

Volkswagen macht seit Herbst vergangenen Jahres Fehlverhalten im Unternehmen und die daraus folgenden Sanktionen intern öffentlich. Ziel: die Unternehmenskultur positiv beeinflussen und verdeutlichen, dass keine Regelverstöße geduldet werden. Ganz gleich, ob es sich dabei um Diebstahl, Korruption, Betrug oder andere Verstöße gegen arbeitsvertragliche Pflichten handelt.

Aktuelle Statistik - Kündigungen und Abmahnungen

Aktuell weist die Statistik die Zahlen für fünf Standorte der Volkswagen AG in Wolfsburg, Hannover, Kassel, Emden und Salzgitter aus. Im Verlauf dieses Jahres werden alle Marken und relevanten Gesellschaften des Konzerns in die Statistik mit eingeschlossen werden.

Die Volkswagen AG hat an den genannten Standorten mit ihren rund 112.500 Beschäftigten im Jahr 2018 100 Beschäftigten wegen Fehlverhaltens gekündigt. Im selben Zeitraum gab es 355 Abmahnungen. Die Gründe für diese personellen Einzelmaßnahmen sind vielfältig. Zu den Kategorien, in denen es zu Kündigungen kam, gehören:

  • Arbeitszeit (zum Beispiel unentschuldigte Fehltage): 45 Kündigungen
  • Eigentumsdelikte/Betrügerische Handlungen inkl. Anstiftung: 9 Kündigungen
  • Sexuelle Belästigung: 2 Kündigungen
  • Nichterbringung der geschuldeten Arbeitsleistung:
    7 Kündigungen
  • Störung des Betriebsfriedens (zum Beispiel Tätlichkeiten, Drohungen oder Beleidigungen):
    6 Kündigungen
  • Verstoß gegen das Umweltrecht (Diesel):
    5 Kündigungen
  • Verstoß gegen das Alkohol- und Drogenverbot:
    7 Kündigungen
  • Sonstige Verstöße gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen (zu dieser Kategorie gehören zum Beispiel Verstöße gegen die Verhaltensgrundsätze, gegen Verkehrsregeln auf dem Betriebsgelände oder unerlaubte Nebentätigkeiten): 19 Kündigungen

Wer sich über korrektes Verhalten im Volkswagen Konzern informieren will, der findet die Regeln im „Code of Conduct“. Diese Verhaltensgrundsätze sind allgemeingültige Regeln für alle Mitarbeiter.Beispiel: der Umgang mit Geschenken. Kleine Aufmerksamkeiten, Bewirtungen und Einladungen sind in geschäftlichen Beziehungen weitverbreitet. Sofern sich diese Zuwendungen im Rahmen halten und nicht gegen interne sowie gesetzliche Regelungen verstoßen, sind sie in Ordnung. Wenn Zuwendungen aber den Rahmen sprengen, kann das strafbar sein.
Konkreter Fall aus den vergangenen Jahren: Drei Konzern-Mitarbeiter bewegten sich klar außerhalb des Erlaubten. Sie hatten von einem Dienstleister Elektrogeräte im Wert von mehreren Hundert Euro als Geschenke angenommen. Nachdem das Unternehmen von den Geschenken erfahren hatte, erfolgte sofort eine Prüfung. Ergebnis: Den Beschäftigten wurde gekündigt. Das zuständige Gericht hat die dagegen eingereichten Klagen abgewiesen. Damit sind die Kündigungen rechtmäßig.
 

Wie soll ich mich verhalten, wenn ein Geschäftspartner ein wertvolles Geschenk übergibt?
Auch wer glaubt, geschäftliche Beziehungen würden durch die Annahme eines Geschenks nicht beeinflusst, darf Geschenke eines Geschäftspartners über einer bestimmten Höhe nicht annehmen. Für die Volkswagen AG liegt sie bei 50 Euro je Geschäftspartner pro Jahr. Details sind in der Organisationsanweisung 34/0 „Vermeidung von Interessenskonflikten und Korruption“ festgelegt.
Wer Zweifel hat, ob es erlaubt ist, das Geschenk anzunehmen, der muss es ablehnen. Wer Bedenken hat, dass die Zurückweisung des Geschenks falsch aufgenommen werden könnte, nimmt es an und gibt es bei der Compliance-Abteilung von Volkswagen ab (Kontakt und Beratung: compliance@volkswagen.de). Zum persönlichen Schutz des Beschenkten erhält er dort eine Empfangsbestätigung.

 

Wer sich rund um die Themen Arbeitsordnung, „Code of Conduct“ (Verhaltensgrundsätze), Integrität, Compliance und das Hinweisgebersystem informieren will, der findet im Volkswagen Portal nähere Informationen.

Auf der Startseite des Portals gibt es zum Beispiel Links zu „Integrität“ und „Compliance“ sowie weitere Informationen und Kontakte zum Hinweisgebersystem.