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50 Innovationen aus Kassel

Standortsymposium Kassel: Die Transformation in e-Mobilität, neue Produkte und steigende Effizienz sichern die Zukunft des Standorts


Volkswagen in Kassel sichert mit steigender Produktivität und hoher Qualität den Weg zum Leitwerk für elektrische Antriebe, baut vorhandene Fertigungskompetenzen weiter aus und sichert Beschäftigung in Nordhessen. Komponentenvorstand, Werkleitung und Betriebsrat betonten vor wenigen Tagen auf dem Standortsymposium in Kassel, dass der Standort voller Zuversicht auf die kommenden Herausforderungen blicken kann. Die Mitarbeiter präsentierten mehr als 50 innovative Ideen, Konzepte und Lösungen, um den Standort zukunftssicher aufzustellen. Steigende Montage- und Anlageneffizienzen sind der Schwerpunkt bei laufenden Prozessoptimierungen. Damit wird der Komponentenstandort noch wirtschaftlicher und wettbewerbsfähiger.

»Die Kasseler Mannschaft zeigt eindrucksvoll, dass sie für die Herausforderungen in der Produktion sehr gut aufgestellt ist.«

Komponentenvorstand Thomas Schmall

Komponentenvorstand Thomas Schmall sagte: „Die Kasseler Mannschaft zeigt eindrucksvoll, dass sie für die Herausforderungen in der Produktion sehr gut aufgestellt ist. Notwendige Veränderungen für mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit werden konsequent umgesetzt. Damit leistet das nordhessische Werk einen erheblichen Beitrag zur Konzernstrategie, Roadmap E‘, die umfassendste Elektrifizierungsoffensive unserer Industrie. Das sichert die Zukunft des Standorts.“

Auch den Zukunftspakt setzt das Volkswagen Werk Kassel konsequent um. 50 Projekte stellten die Mitarbeiter vor, darunter neben der Verbesserung von Prozessen in der Fertigung auch das weiterentwickelte Shopfloor Management. Diese Arbeitsmethode sichert den einheitlichen Kommunikationsfluss zwischen Management, Abteilungsleitern, Meistern und Mitarbeitern.

Beispielhaft für den lebendigen Transformationsprozess ist der Strukturwandel im Bereich „Umformtechnik/Abgasanlagen“: Die Warmumformung löst mehr und mehr die konventionelle Kaltumformung ab. Im Presswerk setzten die Mitarbeiter die Strategie konsequent um und konnten die Fabrikkosten durch zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen um sieben Millionen Euro verringern. Diese Ergebnisse konnten durch Digitalisierung der Arbeitsprozesse, höhere Auslastungen der Anlagen, Mehrfachfertigung, Taktzeitenreduzierung und bessere Werkzeugwechsel erreicht werden. Zudem stellte der Geschäftsbereich „Abgasanlagen“ weitere Produktivitäts- und Renditemaßnahmen vor.

Werkleiter Thorsten Jablonski sagte: „Wir haben im vergangenen Jahr hart an den Themen, Kosten‘ und ,Produktivität‘ gearbeitet. Auf dem Symposium haben wir gezeigt, dass wir unsere Fertigungsprozesse immer weiter optimieren und viele gute Ideen umsetzen konnten. Für die Zukunft stellen wir mit der Entwicklung und Industrialisierung der Antriebe für den neuen Modularen Elektrifizierungsbaukasten die richtigen Weichen für den Standort. Das Symposium hat die tolle Mannschaftsleistung des letzten Jahres gebündelt in den Mittelpunkt gestellt.“

Die Produktion für den neuen MEB-Antrieb startet im September 2018. Für die Kernmarke des Konzerns ist das Werk Kassel seit vielen Jahren Kompetenzzentrum für elektrische Antriebe. Produkte aus Kassel werden in allen Volkswagen e-Modellen sowie im Audi A3 e-tron1 verbaut. Das hier entwickelte Know-how kommt dabei international zum Einsatz und gewährleistet somit weltweit kostengünstige elektrische Antriebe mit hoher Qualität.

»Für die Zukunft stellen wir mit der Entwicklung und Industrialisierung der Antriebe für den neuen Modularen Elektrifizierungsbaukasten die richtigen Weichen für den Standort.«

Werkleiter Thorsten Jablonski

Der Getriebebau bei Volkswagen Kassel zeichnet sich durch steigende Produktivität, wachsenden Umsatz und verbesserte Fertigungsprozesse aus. Auf dem Symposium wurden zum Beispiel die Maßnahmen zur optimierten Montagelinie des DL382-Getriebes präsentiert. Durch verbesserte Fertigungsprozesse erhöhte sich die Produktivität dort um nahezu 30 Prozent. Zu den aktuellen Herausforderungen gehört zudem die Stückzahlerhöhung des Getriebes DQ381.

In Europas größter Leichtmetallgießerei können mit der bereits beschlossenen Späne-Recycling-Anlage jährlich bis zu zehn Millionen Euro eingespart werden. Die Anlage wird im Laufe des zweiten Halbjahrs aufgebaut. Der Bereich stellte weitere Einsparpotenziale in Höhe von bis zu einer Million Euro vor, die sich aus dem Recyceln von Kupfer ergeben. Der Kupferschrott aus dem Werk Kassel soll so aufbereitet werden, dass er zum Nachlegieren der Aluminium-Schmelze wiederverwendet werden kann.

Ein Beispiel, um sich auf verändernde Arbeitswelten mit gezielten Qualifizierungsmaßnahmen vorzubereiten, ist das Programm „Elektro@IT“. Ziel ist es, dem drohenden Fachkräftemangel im Bereich „IT“ frühzeitig entgegenzuwirken. Hierzu werden Bedarfe in den Fachbereichen strukturiert analysiert sowie IT-Talente identifiziert und maßgeschneidert qualifiziert. Damit soll eine stabile IT-Betreuung und -Instandsetzung gewährleistet werden.

Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold betonte: „Bei den vom Betriebsrat vor Jahren ins Leben gerufenen Symposien geht es darum, dass die Standorte ihre Innovationskraft und Leistungsstärke direkt dem Vorstand präsentieren können. Dabei sind uns Beschäftigungssicherung und Investition ausgesprochen wichtig. Hier im Werk Kassel zeigen die Kolleginnen und Kollegen immer wieder, welche starken Leistungen mit einer gut ausgebildeten Belegschaft möglich sind.“

Der am Standort ansässige Konzernbereich „After Sales“ stellte ein Gemeinschaftsprojekt mit der Aggregateaufbereitung zur Kostensenkung bei Direktschaltgetrieben vor. Damit senkt der Bereich die Gewährleistungskosten und erweitert wettbewerbsfähige Kundenangebote für ältere Fahrzeuge. Als Maßnahme präsentierte der Bereich die zeitwertgerechte Aufbereitung eines DQ200-Getriebes. Dies steigert die Wiederverwendungsquote und schont Ressourcen.

»Hier im Werk Kassel zeigen die Kolleginnen und Kollegen immer wieder, welche starken Leistungen mit einer gut ausgebildeten Belegschaft möglich sind.«

Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold