inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Standorte

Happy Birthday, Braunschweig!

Das Werk wird 80 Jahre alt. Der Standort ist auf dem Weg zum Kompetenzzentrum für Batteriesysteme.


Das Werk Braunschweig hat in diesen Tagen einen runden Geburtstag. Einen Geburtstag, der in der Automobilwelt selten ist: Mitarbeiter, ihre Familien und Freunde feiern am Familientag (Sonntag, 16. September) den 80. Geburtstag des Standorts. Es ist ein ganz besonderer Standort unter den mehr als 50 Werken der Marke. Denn er steht wie das Stammwerk in Wolfsburg an der Wiege der Volkswagen Geschichte.

Volkswagen Werk Braunschweig

1938 ist das Schlüsseljahr, als in Südost-Niedersachsen die ersten Volkswagen Werke entstanden. Im Doppelpack: Bei Fallersleben das Hauptwerk für den „KdF-Wagen“, im Norden Braunschweigs das sogenannte „Vorwerk“. Es sollte Werkzeuge und Vorrichtungen sowie im Lehrlingsbetrieb ausgebildete Facharbeiter zuliefern. 250 Auszubildende traten im Sommer 1938 an. Aber der Krieg brachte bald den Ausbildungsbetrieb so gut wie zum Stillstand. Das Vorwerk wurde in die Rüstungswirtschaft eingebunden.

Ausbildung in Zeiten des Wirtschaftswunders:
Lehrlinge in Halle 1

Der Käfer und später der Bulli bahnen auch für die Mitarbeiter in Braunschweig den Weg in eine bessere Zukunft. Die beiden Volkswagen werden zu Lokomotiven des Wirtschaftswunders. Und das Werk in Braunschweig ist dabei: Denn schon als in Wolfsburg Ende 1945 die Serienfertigung des Käfer anläuft, steht fest: Das Braunschweiger Werk liefert Maschinen, Werkzeuge wie auch Vergaser, Kupplungen, Stoßdämpfer und Benzinpumpen für Käfer wie Transporter zu.

Fertigung am Band mit Teilen aus Braunschweig

In wenigen Jahren entwickelt sich das Werk zum Spezialisten für Komponenten. Es beginnt mit dem Bau von Vorderachsen. Auch Bremsen, Lenkgetriebe und Fußhebelwerke „made in Braunschweig“ kommen in den Volkswagen Modellen zum Einsatz. Das beflügelt das Wachstum des Standortes. Im Juli 1971 sind knapp 7.700 Mitarbeiter an Bord, ein vorläufiger Höchststand.

 

Ein Teil von Braunschweig: das Werk, links hinten das Eintracht-Stadion

In der langen Geschichte des Standortes geht es immer wieder bergauf und bergab. In der tiefen Automobilkrise 1974/1975 schmilzt die Belegschaft auf 4.925 Werksangehörige ab. Das Werk Braunschweig baut die Felder aus, die sich bewährt hatten, und steigt in neue Produkte ein, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung zu sichern. Dabei spielten Hinterachsen des Golf eine wichtige Rolle, die seit 1979 gefertigt werden.

 

Golf Cabriolet, Baujahr 1980

Das ist der erste Schritt zum Achsenleitwerk im Volkswagen Konzern. Was folgt, ist der Wandel des Standortes zum Systemlieferanten. Das ist ein Zulieferer, der Module wie eine Servolenkung oder ein ganzes Fahrwerk fertig vormontiert und dann sequenzgenau für den Einbau bereitstellt. 2000 wird in Braunschweig die Hinterachsen­fertigung für Modelle der Mittelklasse aufgenommen. Es folgt die Modulmontage für die Achsen des Touran in Halle 30, die im Januar 2003 in Betrieb ging. Nebenan entstand fünf Jahre später in der Halle 31 das Kompetenz-Center Lenkung. Mit hohen Stückzahlen: 2016 fertigten die Mitarbeiter in Braunschweig zwei Millionen Lenkungen, 1,7 Millionen Vorderachsen und 
3,6 Millionen Hinterachsen.

Braunschweig Haupttor 1

Neben dem Kompetenz-Center Achsmontage und Lenkung ensteht die Halle 32a, das künftige Herz für Batteriesysteme. Im Kompetenzcenter E-Mobilität ist das geballte Know-how in Entwicklung, Planung und Fertigung von Batteriesystemen zuhause. Die Braunschweiger Mannschaft entwickelt die Komponenten für Elektro-Autos. Das sind vor allem Batteriesysteme für den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB), auf dem zum Beispiel die I.D.-Familie basiert. Eine halbe Million Batteriesysteme sollen es im Jahr sein. Dazu kommen Lenkungen, Dämpfer, Schwenklager und Bremsscheiben - künftig auch für das autonome Fahren. Der Standortes hat in 80 Jahren viel erlebt - seine Zukunft hat längst begonnen.

Ein Stück Zukunft: die Fertigung von Batteriesystemen in Halle 23

Das Familienfest.
Die Highlights

Wo?      Werk 1, Gifhorner Straße
 
Wann?  16. September von 10 bis 19 Uhr

Was?    Buntes Bühnenprogramm, Kinderaktionen, Kompetenz-Center stellen sich vor,
Showcars BUDDe und T-Cross Breeze, Volkwagen Oldtimer und vieles mehr
 
Wie?    Eintrittskarten sind nur mit den bereits versandten Einladungsschreiben
und Werkausweis erhältlich.
 
Weitere Infos finden Sie unter:
„Fahrwerk online“ im Volkswagen Portal.

Sally Perel

Ehrengast beim Familientag ist der in Peine 
geborene, heute 93-jährige Sally Perel. Er überlebte die NS-Zeit mit einer verdeckten Identität, auch als er unter dem Namen Josef („Jupp“) im damaligen Volkswagen „Vorwerk“ in Braunschweig als Lehrling arbeitete. Beim Familientag wird er den nach ihm benannten Preis für Respekt und Toleranz übergeben. Die IGS Volkmarode in Braunschweig hat den Preis bereits zweimal gewonnen. Sie heißt mit Beginn des neuen Schuljahrs Sally-Perel-Gesamtschule.

Ich gratuliere meinem Werk
zum 80. Geburtstag und freue mich …

Marcus Schärling
Meister im Prototypenbau, seit 27 Jahren bei Volkswagen

… auf weitere 80 Jahre, eine gute Auftragslage und viele neue innovative Produkte, die dem Standort helfen, langfristig besser zu werden.«


Evelyn Osterwald
Technische Projektleitung in der Vorentwicklung, seit neun Jahren am Standort

… ein Teil der Familie zu sein. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir unsere hochgesteckten Ziele erreichen und dabei die Menschlichkeit nicht vergessen – denn jeder Mitarbeiter ist wichtig und hat Gehör verdient.«

Patrick Schröter
Vertrauensmann und Nachschweißer im KC Fahrwerk, seit zwölf Jahren bei Volkswagen

… als junger Mitarbeiter über weiteres Wachstum am Standort und hoffe für das gesamte Team und mein Werk auf eine sichere Zukunft.«