inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Unternehmen

21 Länder, 25.000 Kilometer – kein Problem!

Abenteuer Mongol-Rallye: Johann Frankenstein aus dem Werk Braunschweig fuhr in einem 25 Jahre alten Polo der zweiten Generation von England bis nach Russland.

Johann Frankenstein (o.) war mit Niclas Langhans (l.) und Tobias Gummi auf großer Reise

21 Länder in sieben Wochen. 25.000 Kilometer, mindestens. Steppe, Gebirge, Wüste, Küste, Dorf, Großstadt – alles dabei. Und das zu dritt in einem 25 Jahre alten Polo der zweiten Generation. Hinter Johann Frankenstein, Mitarbeiter im Werk Braunschweig, und seinen Freunden Tobias Gumz und Niclas Langhans liegt eine Wahnsinnswettfahrt – die Mongol-Rallye.

 »Wir wollten ein Abenteuer haben und gleichzeitig Gutes tun.«

„Wir wollten ein Abenteuer haben und gleichzeitig Gutes tun“, erklärt der 30-Jährige die Teilnahme an dem ungewöhnlichen Wettbewerb. Das Reglement: Start in London, Ziel in Ulan-Ude in Russland in der Nähe des früheren Zielorts Ulan-Bator in der Mongolei. Welchen Weg man wählt, um von A nach B zu kommen – egal. Außerdem müssen die Teilnehmer mindestens 1.200 Euro für wohltätige Zwecke spenden. Und ihre Fahrzeuge müssen mindestens zwölf Jahre alt sein, dürfen maximal 1,2 Liter Hubraum und höchstens einen Zeitwert von 500 Euro haben.

»Das Auto hat durchgehalten. Und das, obwohl es vollgepackt und selten auf normalen Straßen unterwegs war.«

In Usbekistan fanden Kinder Gefallen am Polo.

Der studierte Maschinenbauer Frankenstein, in Braunschweig Assistent des Leiters des Technik-Kompetenz-Centers, und seine Kumpel kauften sich einen Polo mit Einlitermaschine und 45 PS. Sie wurden nicht enttäuscht. „Das Auto hat durchgehalten, obwohl es vollgepackt und selten auf normalen Straßen unterwegs war, wenn man mitteleuropäische Maßstäbe anlegt“, schildert der  Volkswagen Mitarbeiter und ergänzt: „Wir haben sogar den Ak-Baital-Pass in Turkmenistan überquert.“ Der führt bis auf 4.655 Meter und ist Bestandteil des Pamir Highway, der zweithöchsten befestigten Fernstraße der Welt.
 

Für die Rallye hatten die drei Kumpel den Wagen ein wenig verändert. Sie brachten zum Beispiel einen Suchscheinwerfer an und zusätzliche Bleche als Unterbodenschutz. Engländer, die das Trio im Ziel kennengelernt hatte, fuhren den Polo sogar noch von Russland zurück nach Deutschland – ohne dass große Mängel auftraten.


Das einzige Teil, das sich verabschiedete und während der Rallye nicht repariert werden konnte, war der Kilometerzähler. „Deshalb können wir auch gar nicht genau sagen, wie viele wir mit unserem Polo zurückgelegt haben“, sagt Frankenstein. Er vermutet: Zwischen 25.000 und 30.000 Kilometer müssen es gewesen sein.


Was ihn während der Reise besonders begeisterte: die Gastfreundschaft der Menschen, vor allem im Iran. „Wir wurden oft zum Essen eingeladen und konnten bei wildfremden Menschen im Haus schlafen. Die wiederum vermittelten uns dann gleich jemanden als Gastgeber für die nächste Nacht.“ Und wenn sich keine Übernachtungsmöglichkeit bot, schliefen die drei im Zelt. „Ein echtes Abenteuer mit vielen Unwägbarkeiten“, resümiert Frankenstein und betont: „Ein toller Gegensatz zu unserer durchgetakteten Welt.“ Toll war auch die Erfahrung, sich in jedem noch so entlegenen Winkel der Erde auf die Hilfsbereitschaft anderer verlassen zu können – etwa als in Georgien ein Ersatzteil für die Schaltung benötigt und es dank der Unterstützung Einheimischer auf einem Schrottplatz gefunden wurde. Oder wenn sich das Trio festgefahren hatte und unbedingt Anschub brauchte. Alles kein Problem – egal, ob in Sichtweite der chinesischen Grenze oder an der zu Afghanistan.

Das Trio übernachtete auch in einer Jurte, dem Zelt der Normaden.

Ebenfalls schön: die Spende für den guten Zweck. Knapp 3.000 Euro sammelten der Volkswagen Mitarbeiter und seine Kumpel bei Sponsoren und Freunden für die Hilfsorganisationen Cool Earth und Ärzte ohne Grenzen. Und: Sie erreichten das Ziel! Frankenstein: „Das schaffen längst nicht alle. Maximal 60 Prozent der Teilnehmer kommen an. Aber dann ist noch die Frage, ob sie das mit demselben Auto geschafft haben, mit dem sie gestartet sind.“

»Durch Afrika würden wir auch gern mal fahren.«

Reicht es jetzt mit Abenteuern wie der Mongol-Rallye? Frankenstein lacht und sagt nach einer kurzen Pause: „Durch Afrika würden wir auch gerne fahren.“ Aber frühestens in ein, zwei Jahren.