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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Mitarbeiter

Abenteuer in Peking

Bünyamin Aksu aus dem Werk Kassel verbrachte ein faszinierendes Wanderjahr 
bei Volkswagen in China.

Sie sind aktuell im Wanderjahr bei der Import Company von Volkswagen. Was genau machen Sie dort?

Derzeit bin ich in der Personalabteilung tätig. Ich bin dort unter anderem für die Einstellung von Menschen mit Behinderung verantwortlich. Dafür war es nicht nur nötig, unser Büro auf Barrierefreiheit zu testen, sondern auch geeignete Positionen für den Einsatz zu finden. Ein anderes Thema, bei dem ich unterstützen durfte, war der e-Golf hier in Peking. Um den Markteintritt unserer Elektroautos in China zu vereinfachen, haben wir als Personalabteilung versucht, ein attraktives Angebot für unsere Mitarbeiter zu kreieren, um den e-Golf auf die Straße zu bringen.

Von Kassel nach Peking: Bünyamin Aksu fühlt sich wohl in China.

Warum haben Sie sich entschieden, in ein Wanderjahr aufzubrechen?
Seit meiner Ausbildung bin ich von der Größe unseres Unternehmens fasziniert. Das Wanderjahr hat es mir nun ermöglicht, schon in jungen Jahren von dieser Größe zu profitieren und mich persönlich weiterzuentwickeln. Mein Ziel ist es, die Beziehungen zwischen verschiedenen Standorten kennenzulernen und Freundschaften zu Kollegen in der Volkswagen Welt aufzubauen. In Zeiten der Globalisierung empfinde ich dies als wichtig, um andere Kulturen besser zu verstehen. Dies ermöglicht uns, im gesamten Konzern besser miteinander zu kommunizieren. Ganz klar: Für mich war es die richtige Entscheidung, nach China aufzubrechen.

Wie waren Ihre ersten Eindrücke vom Reich der Mitte?
Ich hatte die Erwartung, dass dieses Land mich überraschen wird – und das hat es getan. In keiner anderen Stadt habe ich so viel Bewegung gespürt wie in Peking. Und ich habe mir noch nie mit so vielen Menschen den Bus und die U-Bahn geteilt. Die Vielfalt ist ein besonderes Geschenk und führt dazu, dass jeden Tag ein anderes Abenteuer auf mich wartet.

Was sind die kulturellen Unterschiede zu Deutschland?
Als erfahrener Weltreisender war ich auf die ­Kulturunterschiede vorbereitet. Überraschungen sind jedoch nie ausgeschlossen. Diese sind nicht auffällig, sondern verstecken sich im Detail. Beispiel Kommunikation: Wir in Deutschland kommunizieren in einer sehr direkten Art und Weise, während die Chinesen sich eher indirekt ausdrücken, um ihre Freundlichkeit zu bewahren. In der Arbeitswelt erfordert es oft Fingerspit­zengefühl, Informationen zu bekommen. Außerdem legen die Chinesen viel Wert auf den Familienzusammenhalt über Generationen hinweg. Und im Restaurant wird – unüblich für Deutschland – nicht für jeden ein eigenes Gericht bestellt, sondern viele verschiedene Gerichte, die von allen geteilt und gemeinsam gegessen werden.

Sie scheinen die Zeit in China zu genießen. Freuen Sie sich dennoch wieder auf Deutschland?

Klar! Die Zeit in China wird dennoch immer eine ganz besondere Erinnerung bleiben und ich werde viele Kollegen vermissen. Aber meine Wurzeln sind in Deutschland und ich freue mich auf zu Hause.

Unterwegs mit chinesischen Freunden: Bünyamin Aksu (rechts) beim Skifahren, das eines seiner liebsten Hobbys geworden ist.