inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Innovationen

Achtung, Reh!

Mit dem Nachtsichtassistenten kann der neue Touareg1 im Dunkeln sehen. Wie das Unfälle verhindern kann, erklärt Entwickler Nils Winter.


Plötzlich steht das Reh im Licht. Zu spät zum Bremsen. Der Unfall ist nicht mehr aufzuhalten. Es knallt.

In Zukunft soll es anders laufen. Dafür hat der promovierte Physiker Nils Winter den Nachtsichtassistenten Nightvision mitentwickelt. Zum ersten Mal kam er vor wenigen Monaten in der chinesischen Oberklasse
limousine Phideon im Einsatz. In Europa feiert Nightvision jetzt im neuen Touareg Premiere.

Das Nightvision arbeitet wie ein drittes Auge für 
den Fahrer. Herzstück ist eine Wärmebildkamera, die am Kühler sitzt. Sie blickt über 100 Meter voraus, kann Körperwärme per Infrarot erkennen und verarbeitet diese Signale im Steuergerät. „So kann man die Umrisse von Menschen und Tieren erkennen und berechnen, wie weit ein Objekt entfernt ist und wohin es sich bewegt“, sagt Winter.

Für sicheres Fahren bei Nacht: Mit Infrarot hilft Nightvision dem Fahrer zu sehen und, wenn ein Wildunfall droht, frühzeitig zu reagieren.

Das Bild wird in das Kombiinstrument im Cockpit
übertragen. Drohende Hindernisse markiert der 
Nachtsichtassistent automatisch mit Farben. Je nach Risiko. Gelb signalisiert: Keine Gefahr! Etwa, wenn ein Fußgänger auf dem Bürgersteig spaziert. Bei roten Hindernissen schreitet das Nightvision ein: Es aktiviert eine Warnleuchte mit Bremssymbol und sendet einen hellen Warnton. Noch mehr: Es warnt auch Menschen im Gefahrenbereich mit einem kurzen, zielgerichteten Aufblenden der LED-Scheinwerfer.

„Der Assistent muss das Risiko erkennen und bewerten können“, sagt Winter. Spätestens dann ist allerdings 
der Fahrer am Zug. „Er entscheidet, was zu tun ist“, erklärt 
der 33-Jährige. Der Assistent bremst also nicht eigenständig. Aber er bereitet alles für den Fall der Fälle vor. Zusätzlich behält er Hindernisse so lange im Auge, bis die Kollisionsgefahr vorbei ist.