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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

12-Punkte-Programm

„Alle packen an“

Herbert Diess über das 12-Punkte- und das Effizienzprogramm, die neue Baureihenstruktur und Volkswagen der Zukunft. Der Markenchef fordert mehr Effizienz und freut sich schon jetzt auf den Pariser Autosalon im Herbst.

Auch das 12-Punkte- und das Effizienzprogramm sowie die neue Baureihenstruktur stehen für New Volkswagen. Die Umsetzung kommt gut voran.

Herr Diess, vor einem Jahr haben Sie den Vorstandsvorsitz der Marke Volkswagen übernommen. Wie ist Ihr Zwischenfazit?

Es war sicher das bewegteste und aufreibendste Jahr meines Berufslebens – wie vermutlich für sehr viele Mitarbeiter auch. Natürlich stehen wir erst am Anfang der Veränderung. Aber wir haben schon viel erreicht. Daher hat unsere Marke heute bessere Perspektiven als noch vor einem Jahr.

Vor Kurzem hat die Marke den neuen Tiguan auf den Markt gebracht. Sind Sie zufrie­den mit dem SUV?

Ja, sehr sogar. Der neue Tiguan ist nicht nur ein tolles Auto geworden, wir haben auch einen reibungslosen Anlauf hinge­legt. Besonders freut mich, dass der neue Tiguan der Auftakt ist für weitere SUVs der Marke Volkswagen. Unser Angebot in diesem weltweit wachsenden Segment werden wir kräftig ausbauen.

Sie haben oft mehr Effizienz und Kostenbewusstsein angemahnt. Müssen Sie das auch weiterhin tun?

Ja, auch wenn es schon positive Beispiele gibt. Wir haben etwa durch konsequente Variantenreduzierung den Erstaufwand um 700 Millionen Euro gesenkt. Aber das ist noch lange nicht genug. Sehen Sie: Im ersten Quartal dieses Jahres haben wir so gut wie gar keinen Gewinn gemacht. Das bereitet mir Sorgen, denn wir haben als Marke eine Verantwortung für mehr als 200.000 Mitarbeiter und ihre Familien. Wir brauchen Geld, um wichtige Zukunftsprojekte stemmen zu können. Das hat für uns alle jetzt höchste Priorität, zumal unsere Marke auch die Folgen der Diesel­-Thematik stemmen muss.

Sie haben das Thema Zukunftsprojekte angespro­chen. Um was geht es genau?

Um nicht mehr und nicht weniger als die dramatischsten Veränderungen, die es in der Automobilwelt je gegeben hat. Sie haben riesigen Einfluss auch auf unser Unternehmen. Elektromobilität, Digitalisierung, autono­mes Fahren – in diese und andere Themen müssen wir Milliarden investieren, um unsere Marke fit zu machen für die Zukunft. Mein Eindruck ist, dass wir da gut voran­kommen. Ich freue mich, dass wir in der Mannschaft inzwischen sehr viel offe­ner, ehrlicher und konstruktiver diskutieren.

Im Zentrum des Wandels steht das 12-Punkte-Programm. Wie kommt die Umset­zung voran?

Schon als wir Ende vergangenen Jahres mit dem 12-Punkte-Programm gestartet sind, wurde deutlich: Da haben wir uns ein echtes Mammutprogramm vorgenommen. Klar war, dass nicht alles sofort funktio­nieren kann. Wir brauchten aber ein Programm, um die wichtigsten Themen für die Zukunft der Marke direkt und schnell anzugehen. Und die vergangenen sechs Monate haben gezeigt, dass die Mannschaft in der Lage ist, viele neue Themen und Aufgaben zu meistern – vielleicht sogar mehr, als ich erwartet habe.

Was genau wurde erreicht?

Wir haben den Konzern und die Marke organisatorisch voneinander getrennt. Warum? Weil wir überzeugt sind, dass die Marke Volkswagen im Denken, Handeln und Auftreten genauso eigenständig und agil werden muss, wie es die anderen Konzernmarken bereits sind. Das ist eine wichtige Basis für ein starkes Volkswagen. Auch mit der neuen Markenstrategie, die wir im Herbst vorstellen werden, schärfen wir die Identität von Volkswagen. Sie wird dafür sorgen, dass unsere Marke ein unverwechselbares Gesicht bekommt. Alle Mitarbeiter und Kunden müssen wissen, wofür die Marke Volkswagen steht und wo sie hinwill.

Besonders gelungen ist aus Sicht von Markenchef Herbert Diess der Anlauf des neuen Tiguan. 

Was hat die Marke noch geschafft? 

Wir haben die neue Baureihenorganisa­tion in den vergangenen Monaten mit Leben gefüllt, viele Mitarbeiter packen bereits in ihren neuen Teams an. Außerdem haben wir die Präsenz der Marke Volkswagen in einzelnen Märkten geschärft, zum Beispiel in Nord- und Süd­amerika. Diese Regionen sind nun eigenständiger. Sie haben mehr Verantwortung bekommen und eigene Chefs, die für die Aktivitäten dort verantwortlich sind. Nicht alle Entscheidungen müssen wir hier in Wolfsburg treffen. Und auch bei den Fahrzeugen arbeiten wir mit Hochdruck am Volkswagen der Zukunft. Ich freue mich schon jetzt auf den Pariser Auto­salon im Herbst. Da werden wir der Welt einen ersten Ausblick auf unsere Fahrzeuge und die Mobilitätsangebote der Zukunft geben und etwas zeigen, was eini­ge der Marke Volkswagen vielleicht nicht zugetraut hätten.

Der Wandel der Marke Volkswagen geht also weiter?

Ja, und das ist auch die entscheidende Botschaft: Alle packen an! Die Marke Volkswagen hat ihre Zukunft in die Hand genommen.