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Strategie

Aus drei mach eine

Die Produktion und Logistik gestaltet die Prozesse so, dass in ihrem Bereich jeder bis zur Rente eingesetzt werden kann. Ein Umsetzungsbeispiel aus Emden.

Maria Sikora und Andreas Dirks gehören zum Team in Emden, das Dichtkanäle für Seitenteile fertigt.

Das Herzstück der Produktion und Logistik sind die Mitarbeiter. Das wird auch betont im Handlungsfeld Demografie und Ergonomie der TRANSFORM.FACTORY+, der neuen Strategie dieses Fachbereichs. Das Ziel: Die Produktion und Logistik gestaltet die Arbeit in der Fabrik der Zukunft so, dass jeder trotz längerer Lebensarbeitszeit immer in diesem Bereich eingesetzt werden kann. Gelingen soll das auch mithilfe von intelligenter Technik und Arbeitsorganisation.

» Ich bin froh, die Möglichkeit zu haben, hier zu arbeiten. «

Ein Beispiel aus Emden zeigt, dass der Fachbereich beim Umsetzen gut unterwegs ist. Der Standort an der Nordsee hat im Karosseriebau in der Dichtkanal­fertigung von Drei- auf Einschichtbetrieb umgestellt. Folge: Die Mitarbeiter arbeiten nicht mehr in Wechselschicht. Wer Schicht- und/oder Tätigkeitseinschränkungen hat, kann also weiter auf seinem Arbeitsplatz in diesem Teil der Kernfertigung eingesetzt werden und somit einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.

Wie ist die Umstellung gelungen? Durch technische Optimierungen konnte die Kapazität der Dichtkanalanlage erhöht werden. Außerdem wurde die Arbeit neu organisiert: Um das Volumen eines Produktionstages in einer statt in drei Schichten zu produzieren, kommt ein Springer zum Einsatz. So können auch in den Pausen Bauteile gefertigt werden. Und um die Teileversorgung sicherzustellen, wurden weitere Rollenbahnen aufgebaut. So kann das in der Logistik gängige FIFO-Prinzip (First In, First Out) eingehalten werden.

All diese Änderungen haben Mitarbeiter in Eigenregie geplant und umgesetzt. Dadurch wurden die Investitionskosten um rund 300.000 Euro gesenkt. Das neue Team ist zufrieden. Heye Goos etwa sagt: „Durch die Prozessoptimierung gab es für mich die Möglichkeit, nach 38 Jahren im Schicht­betrieb aufgrund meiner Einschränkung in Tagschicht eingesetzt zu werden.“ Maria Sikora meint: „Als alleinerziehende Mutter bin ich dankbar, dass mich mein Arbeit­geber durch den Einsatz in der Dichtkanalfertigung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt.“ Und Andreas Dirks betont: „Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe, mit meiner gesundheitlichen Einschränkung hier zu arbeiten. Durch die Tagschicht fällt mir die Arbeit leichter.“