inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Unternehmen

Autohaus der Zukunft: Analoge und digitale Welt verschmelzen

Teil der neuen Vertriebsstrategie: Kunden bestellen ihr Auto bald auch online.

Verkauf, Service und Verwaltung bekommen im Autohaus der Zukunft ganz neue Aufgaben und Funktionen. Neben dem Autohaus gibt es bald auch digitale Schnittstellen zum Kunden (links im Bild).

Kunden werden ihr neues Auto in naher Zukunft nicht mehr nur im Autohaus, sondern auch online bestellen können. Das ist Teil der neuen Vertriebsstrategie von Volkswagen.
Zudem bekommt jeder Kunde eine individuelle Kennung, eine sogenannte „ID“. Sie ist mit dem Auto und einem bevorzugten Händler verbunden. Mit einer einmaligen Anmeldung („Single Sign-on“) nutzt der Fahrzeugbesitzer so alle Volkswagen „We“-Dienste und verwaltet seine personenbezogenen sowie die Fahrzeugdaten.Volkswagen nutzt die ID, um Kunden individuell zu betreuen. Vorausgesetzt, der Fahrzeugbesitzer ist damit einverstanden. So kann das Unternehmen beispielsweise Autos rechtzeitig in die Werkstatt rufen, bevor ein technisches Problem zur Panne wird. Über mobiles Internet im Auto versorgt Volkswagen seine Kunden künftig bei Bedarf auch mit Software­updates. Über ihre ID bestellen Kunden zudem Online-Services oder buchen ein Car-Sharing-Auto. Das erfordert ein völlig neues Datenmanagement. Der Austausch zwischen Volkswagen und seinen Händlern wird künftig intensiver.

»Die Sicherheit der Daten hat für uns absolute Priorität«

Christoph Hartung

 „Die Sicherheit der Daten hat für uns absolute Priorität. Niemand muss uns seine Daten hergeben. Nur wer das will, ist dabei“, sagt Christoph Hartung, Leiter Vertrieb Digital und New Business.
Ob online geordert oder offline bestellt: Das Autohaus bleibt auch in Zukunft wichtig. „Einige Kunden werden sich das Auto beim Händler um die Ecke anschauen und es abends vom Sofa aus online bestellen“, fasst Ulf Eberhardt, Leiter Vertriebs- und Systemstrategie, das Einkaufserlebnis zwischen analoger und digitaler Welt zusammen. Neben dem klassischen Autohaus wird es auch kleinere Showrooms in den Innenstädten oder sogenannte „Pop-Up-Stores“ geben.

»Einige Kunden werden sich das Auto beim Händler um die Ecke anschauen und es abends vom Sofa aus online bestellen«

Ulf Eberhardt

Das sind kleine Läden auf Zeit, die beispielsweise nur für die Dauer eines Events an einem Standort eröffnen. Auch die Werkstätten in den Autohäusern werden sich verändern: Sie werden sich auf die „Hochvolt-Reparatur“ von  Elektroautos konzentrieren. Neu ist zudem der „Digital Genius“. Er berät Kunden bei allen Fragen zu Online-Services, Produkten und allgemeinen Fragen zur Digitalisierung. Apps und Online-Dienstleistungen werden auch im Aftersales eine größere Rolle spielen. So kann der Service-Mitarbeiter auf Wunsch bestimmte digitale Funktionen im Auto freischalten. Jeder Händler wird seinen Kunden zudem Ladestationen und Gratis-WLAN anbieten. Peter Maiwald, Leiter After Sales und Handel, sagt: „Die neue Vertriebsstrategie ist Evolution statt Revolution. Die Vorteile der digitalen Welt kombinieren wir mit dem bewährten Service unserer Händler überall auf der Welt.“

»Die Vorteile der digitalen Welt kombinieren wir mit dem bewährten Service unserer Händler überall auf der Welt.«

Peter Maiwald