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Das Mitarbeitermagazin
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Innovationen

Bremst, wenn es eng wird

In der Serie „Unsere Assistenten“ erklären wir diesmal die Rangierbremsfunktion.

Rückwärts zu rangieren ist eine Disziplin für sich: Einmal nur einen Moment zu spät gebremst, schon hat man den Lackschaden am Stoßfänger oder einen Kratzer am Kotflügel. Da kommt die Rangierbremsfunktion zur rechten Zeit. Denn sie ergänzt die Parkdistanzkontrolle ParkPilot und schützt den Fahrer vor solchen Kollisionen. Aber zurück auf Anfang: „Der ParkPilot weist akustisch und optisch auf Hindernisse hin und hilft dem Fahrer damit beim Parken wie beim Rangieren“, erklärt der Entwickler Thorben Günzel.

Mit einem Ton signalisiert der elektronische Helfer, wie viel Platz dem Fahrer nach vorn, an den Seiten und nach hinten noch bleibt. Die Frequenz des Tons erhöht sich, je weiter sich das Auto einem Hindernis nähert. Bei weniger als 30 Zentimeter Abstand ertönt dann ein Dauerton. Das ist aber noch nicht alles: Der Fahrer sieht darüber hinaus je nach Modell des Radiosystems auch im Display, wie der Abstand zum Hindernis ist. Wenn eine Kollision droht, greift die Rangierbremsfunktion ein.

Durch eine Notfallbremsung zum spätmöglichsten Zeitpunkt verringert der Assistent die Schwere der Kollision oder kann sie sogar ganz und gar verhindern. Aktiv ist die Rangierbremsfunktion, wenn es rückwärts geht, bei einer Geschwindigkeit von 1,5 bis 10 km/h. Wenn es vorwärts geht, von 2,5 bis 10 km/h. Wenn man die Funktion nicht benötigt, kann man sie dauerhaft oder temporär abstellen – entweder über das Radiosystem oder einen Taster.

„Die Rangierbremsfunktion schützt den Fahrer vor einer Kollision. Sie verhindert, dass ärgerliche Schäden am Stoßfänger und an den Objekten in der Nähe des Fahrzeuges entstehen“, so die Entwicklerin Lynn Brennecke.

DIE EXPERTEN

Lynn Brennecke studierte Maschinenbau mit der Vertiefung Luft- und Raumfahrttechnik und kam 2015 zu Volkswagen. Heute ist sie in der Elektrik-/Elektronikentwicklung verantwortlich für die Rangierbremsfunktion.

Thorben Günzel ist Maschinenbau-Ingenieur und begann 2014 bei Volkswagen. In der Elektrik-/Elektronikentwicklung verantwortet er den ParkPilot.