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Die Übersetzungsprofis

Das Sprachenmanagement unterstützt die Arbeit von Monitor Larry D. Thompson und seinem Team mit dem Übersetzen von Dokumenten und dem Dolmetschen von Gesprächen.

Monitor Larry D. Thompson und sein Team nehmen die Strukturen und Abläufe bei Volkswagen seit gut einem Jahr unter die Lupe. Eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit des Unternehmens mit dem Monitor aus den USA spielt das Sprachenmanagement. Es übersetzt Dokumente vor allem aus dem Deutschen ins Englische und dolmetscht Gespräche in diesen beiden Sprachen.

„Wir müssen schnell und genau arbeiten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir die meisten Prozesse und Abläufe angepasst“, sagt Dirk Zehnpfund. Er leitet das im After Sales in Wolfsburg angesiedelte Sprachenmanagement und betont: „Die Arbeit für den Monitor leisten unsere 27 Mitarbeiter neben dem ohnehin wachsenden Tagesgeschäft. Dafür herzlichen Dank!“

Was sind die besonderen Herausforderungen für das Sprachenmanagement bei der Unterstützung des Monitors? Zum einen die Zeit. Oft benötigt das Monitor-Team kurzfristig Übersetzungen. Zum anderen dienen als Grundlage nicht editierbare Unterlagen. Kristin Winterboer vom Auftragsmanagement: „Wer sich damit auskennt, weiß: Aus PDFs kann man nicht so einfach bearbeitbare Dateien generieren, um sie dann zu übersetzen. Da sind viel Vorarbeit und der Einsatz moderner Systeme notwendig.“

Neun festangestellte Muttersprachler übersetzen
im Sprachenmanagement für den Aufsichtsrat, den Vorstand sowie für den Monitor und sein Team. Sechs weitere Mitarbeiter kümmern sich um die Organisation. Sie koordinieren zum Beispiel die Aufträge und wählen Dienstleister aus, die übersetzen und dolmetschen, wenn die Kapazität der Festangestellten überschritten wird.

»Wir müssen schnell und genau arbeiten.«

Außerdem ist nach dem Übersetzen ein Lektorat erforderlich, also die Kontrolle auf Rechtschreibung, Grammatik und Sinnhaftigkeit der Texte. „Das können nur Top-Profis, die zusätzlich einen strengen Check bestehen müssen, was Geheimhaltung, Vertraulichkeit und Sicherheit angeht. Schließlich geht es um sensible Dokumente“, erklärt Nikolas Meyer-Aun, verantwortlich für das Lieferanten- und Qualitätsmanagement. Geeignete und verlässliche Partner zu finden, sei aufwändig, sagt der Experte.

Damit nicht genug: Zusätzlich pflegen und erweitern die Volkswagen-Mitarbeiter täglich eine Datenbank, die inzwischen rund 30.000 Begriffe umfasst. In dieser Terminologie-Datenbank befinden sich vor allem Fachwörter, die mit den Fachbereichen und dem Rechtswesen abgestimmt sind. „Wir sprechen VW und haben eine ganz eigene Terminologie“, erläutert Catherine Williams. Sie ist verantwortlich für das Terminologiemanagement und unterstreicht: „Außerdem verwendet jeder Fachbereich eigene Begriffe und Abkürzungen. Einheitlichkeit ist in der Sprache aber wichtig, damit jeder dasselbe meint und sich alle verstehen.“ Deshalb sei die Pflege der Datenbank auch bei den Übersetzungen für den Monitor so wichtig.

Dabei spart das Unternehmen viel Geld mit den Übersetzungs-IT-Systemen der Fachabteilung. Diese sorgen vor allem dafür, dass doppelte Arbeit vermieden wird. Wie? Algorithmen vergleichen neue Aufträge mit schon übersetzten Texten und lassen nur unbekannte Sätze übersetzen.

»Wir sprechen VW und haben eine eigene Terminologie.«

Die Königsdisziplin für die Mitarbeiter des Sprachenmanagements sind aber die Gespräche, die das Team des Monitors mit den Bereichen führt. Elske Schulze von der Dolmetscherkoordination: „Simultan und ohne Skript zu dolmetschen – das ist Champions League.“

Der Bereich Zentralkoordination Monitorship ist zufrieden mit der Arbeit des Sprachenmanagements. „Ein großes Dankeschön den Kollegen“, sagt Leiter Thomas Meiers. „Ohne die Übersetzungen, die durchweg von sehr hoher Qualität sind, wären wir nicht in der Lage gewesen, unseren Verpflichtungen gegenüber dem Monitor gerecht zu werden.“ Meiers: „In den nächsten zwei Jahren wartet noch eine Menge Arbeit auf uns. Dafür werden wir weiter eng mit dem Sprachenmanagement zusammenarbeiten.“