inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Unternehmen

Die Waldbotschafter

Volkswagen Mitarbeiter bringen in Urumqi eine Initiative für Umweltschutz auf den Weg, die heute in vielen Teilen Chinas unterstützt wird.

Die Waldpaten putzen gemeinsam den Wald bei Urumqi.

Das Werk in Chinas Westen

Urumqi ist die Hauptstadt der westchinesischen Region Xinjiang. Diese Region ist etwa viermal so groß wie Deutschland. Vor gut drei Jahren startete in Urumqi die Montage des Santana. Damals war der „wilde Westen” Chinas Neuland für die Auto­branche. Neuland betreten hat Volkswagen auch mit Umwelt- und Naturschutzprojekten, mit denen die Marke ihr Engagement in dieser Region und darüber hinaus zeigt.

Alle tragen eine Uniform in den Farben Blau und Weiß. Dazu Sportschuhe. Sie besuchen die Mittelschule Nr. 12 in Urumqi in West­china. Heute macht die Klasse einen Ausflug in die Berge von Nanshan, etwa 40 Kilometer entfernt. Auf dem Stundenplan: der Waldlehrpfad. Der Wald ist heute ihr Freiluft-Klassenzimmer. Denn im Modul „Forstwärts“ lernen die Mädchen und Jungen über die Bäume, Pflanzen und Tiere ihrer Heimat. Darüber hinaus entfernen sie den Müll aus ihrem Wald.

Seit über zwei Jahren läuft das Waldmodul an der Mittelschule. Daraus ist das von Volkswagen unterstützte Jugendumweltprogramm gewachsen, das die Schüler aus Urumqi in den Modulen Wald, Klima und Energie zu Umweltbotschaftern erzieht. Jede Klasse durchläuft diesen Umweltkursus, in dem die Schüler zu Waldbotschaftern werden.

Im Frühjahr 2014 fing alles an: Die Volkswagen Mitarbeiter Christian Rührnschopf (links) und Thomas Fischer auf „ihrem“ Waldlehrpfad.

„Wir wollten etwas ins Leben rufen, das nachhaltig wirkt, und vor allem junge Leute als Umweltbotschafter gewinnen.“

Im Waldklassenzimmer: Der Unterricht findet für die angehenden Umweltschutzbotschafter auch draußen statt.

Der Waldbotschafter Nie Xu Ran, ein Pionier des Schülerprojekts, berichtet: „Das Lernen im Wald hat mir viel Spaß gemacht. Ich konnte auch meine Geschwister gewinnen, stärker auf Müll zu achten.“ (oben) Das Plakat lädt zum ersten Treffen der Umwelt­botschafter. (unten)

„Der Waldlehrpfad stand ganz am Anfang“, erklärt Christian Rührnschopf, der damals im Werk die Qualitätssicherung leitete und einer der Väter und Ideengeber des Waldklassenzimmers ist. Der andere ist Thomas Fischer. Der 45-jährige Jurist leitet die Volkswagen Repräsentanz in Urumqi seit gut fünf Jahren: „Bald sahen wir, wie vermüllt der Wald hier ist und dass schnell etwas passieren muss.“

So wurde die Idee geboren, etwas für den Umweltschutz rund um Urumqi zu tun.  „Wir wollten etwas ins Leben rufen, das nachhaltig wirkt, und vor allem junge Leute als Umweltbotschafter gewinnen“, erklärt Fischer.

Mit dem Waldlehrpfad fing es an, dann kam die Fibel „Forstwärts“ für die jungen Waldbotschafter. Dieses Handbuch holen sie hervor, wenn es am Ende des Winters heißt: ab in den Wald, den Wald putzen und auf dem Lehrpfad lernen.

Urumqi wurde zum Modell für China: „Unsere Initiative hat erstaunliche Wellen geschlagen“, sagt Fischer. Daraus ist inzwischen ein Jugendumweltprogramm für andere Städte in China geworden. In wenigen Monaten kamen neue Partner an Bord. Vor einigen Wochen erst das Goethe-­Institut mit dem Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“. Es erreicht zwei Dutzend Mittelschulen in 14 Städten im Reich der Mitte.

Die Schüler vertiefen da ihr Wissen in drei Bereichen – Wald, Klima und Ressourceneffizienz. Nicht allein in ihrer Muttersprache, sondern auch in Deutsch. Mit zweisprachigen Arbeitsblättern. In knapp zehn Monaten werden auch aus diesen Schülern Botschafter für den Umweltschutz. Wie damals bei den Pionieren aus Urumqi.

Umweltschutz lernen mit bunten Karten

Umweltschutz leicht gemacht – die Schüler lernen mit diesen ­Umweltkarten gleichzeitig auch die deutsche Sprache.