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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Baureihe

Gemeinsam für das Ganze

Zu Jahresbeginn hat die Marke Volkswagen eine neue Organisationsform eingeführt: die sogenannte Matrixorganisation.

Ergänzend zu den bestehenden Fachbereichen wie Entwicklung, Produktion und Vertrieb wurden vier crossfunktionale Baureihen etabliert. In inside erzählen Mitarbeiter, wie die Zusammenarbeit zwischen den Baureihen und den Fachbereichen funktioniert – und an welchen Stellen sie noch besser werden muss.

 

Small, Compact, Mid- und Fullsize und e-Mobility: So heißen die vier Baureihen, die die Marke Volkswagen Anfang des Jahres eingeführt hat. Es ist eine der einschneidendsten Umstrukturierungen, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren vorgenommen hat. Viele Abläufe, die sich über Jahre eingespielt hatten, wurden dabei auf den Kopf gestellt. „Es ist beeindruckend, wie schnell sich die Mitarbeiter auf diese neue Organisationsform eingelassen haben“, sagt Elmar-­Marius Licharz, der Leiter der Baureihe Mid/Full (G3), zu der unter anderem der Passat zählt. Der 45-Jährige ist sich aber auch bewusst: „Es wird noch eine Weile dauern, bis sich alle Prozesse und Verantwortlichkeiten komplett eingespielt haben.“

Doch schon in den ersten Monaten wurde deutlich, welche Vorteile die neue Matrixorganisation mit sich bringt: Entscheidungen werden deutlich schneller getroffen als früher, weil die entsprechenden Entscheidungswege kürzer geworden sind. Fahrzeugprojekte werden deutlich profitabler vorangetrieben, weil stets das Projekt als Ganzes im Blick ist. Und nicht zu vergessen: Das bereichsübergreifende Zusammenarbeiten ist gestärkt worden. Wo in der Vergangenheit von den jeweiligen Fachbereichen zuweilen unterschiedliche Süppchen gekocht wurden, werden die Zutaten nun in einen großen Topf geworfen. Aktuell arbeiten in den vier Baureihen rund 450 Menschen – und zwar Hand in Hand mit allen Fachbereichen.

Der Startschuss für die Baureihenorganisation fiel in Wolfsburg. „Aktuell bereiten wir die Umsetzung in den Regionen vor“, sagt Karlheinz Hell, der Leiter der Baureihe Compact (G2). In einem ers­ten Schritt sollen Nord- und Südamerika eingebunden werden, anschließend China. „Unser Ziel muss es sein, die jeweiligen Stärken der Regionen zielsicher zu nutzen und weiter auszubauen, um den Kunden vor Ort die bestmöglichen Autos anbieten zu können“, kündigt Hell an. Bis zum Jahresende sollen die Baureihen in den Regio­nen „lauffähig“ sein.

Sie möchten mehr über die Zusammenarbeit in der Matrix erfahren? Dann besuchen Sie den Auftritt der Baureihen im Volkswagen Portal. Dort finden Sie auch einen Erklärfilm zur neuen Matrix­organisation sowie regelmäßig Neuigkeiten aus den Baureihen.

Gemeinsames Projekt: Produktaufwertung Touran

3 Fragen an Heinrich Kopietz

Baureihe G2, Modellreihenleiter A-MPV, seit 1995 bei Volkswagen

1 Was hat sich durch die Einführung der Baureihen verändert?
„In den Modellreihen tragen wir jetzt deutlich mehr unternehmerische Verantwortung – das ist für uns eine große Wertschätzung. Und durch die neue Gremienstruktur werden Entscheidungen in unseren Wertgrenzen nun deutlich schneller getroffen.“

2 Hat es in der Zusammenarbeit mit den Fachbereichen schon einmal geknirscht?
„In der Tat treffen hier schon mal unterschiedliche Sichtweisen aufeinander. Da wird dann auch mal kontrovers diskutiert, um die beste Lösung für das Unternehmen zu finden. Wichtig ist dabei, dass man hart in der Sache, aber fair zur Person ist.“

3 Was verstehen Sie unter guter Zusammenarbeit?
„Mir ist wichtig, dass wir einen ehrlichen und wertschätzenden Umgang miteinander leben; dass wir zusammen und nicht gegeneinander arbeiten.“

3 Fragen an Matthias Hegenscheidt

Produktion, Projektleitung A-Klasse, SUV & MPV, seit 2003 bei Volkswagen

1 Was hat sich durch die Einführung der Baureihen verändert?
„Unsere Sinne sind geschärft worden, Entscheidungen noch stärker im Interesse des Unternehmens zu treffen. Die eigenen Belange der Produktion müssen da zuweilen auch mal hintanstehen.“

2 Was zeichnet die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Kollegen aus der Baureihe aus?
„Ich schätze insbesondere die offene Kommunikation. Da Heinrich Kopietz selbst Produktionserfahrung hat, sprechen wir die gleiche Sprache. Wir arbeiten vertrauensvoll miteinander, sodass wir im konstruktiven Dialog immer eine Lösung finden.“

3 Was wünschen Sie sich für die künftige Zusammenarbeit in der Ma­trixorganisation?
„Wir sollten den Mut haben, noch stärker gewohnte Abläufe, lieb gewonnene Gewohnheiten und eigene Sichtweisen zu hinterfragen.“

Gemeinsames Projekt: Aufbau eines Templates zur Planung von Anlaufkosten

3 Fragen an Joschi Jennermann

Produktion, Planung Baureihe Mid/Full, seit 2012 bei Volkswagen

1 Was war Ihr erster Gedanke, als Sie von der Einführung der Baureihen gehört haben?
„Anfangs hatte ich etwas Sorge, dass die Interessen der verschiedenen Fachbereiche in der Baureihe unterschiedlich stark gewichtet werden. Das hat sich aber bisher nicht bewahrheitet. Da wir durch die engere Zusammenarbeit ein einheitlicheres Projektverständnis haben, sind wir als Team zusammengerückt.“

2 Was ist die Stärke der Baureihen?
„Die Baureihe hat, nicht zuletzt da sie höhere Wertgrenzen verantwortet, an Entscheidungsmacht gewonnen. Dadurch werden Entscheidungen spürbar deutlich schneller getroffen als früher.“

3 Wie würden Sie Ihren Kollegen aus der Baureihe G3 beschreiben?
„Michael Cordes ist ein sehr authentischer Typ. Bei uns in Süddeutschland, wo ich herkomme, würde man sagen: ein Pfundskerl. Er bringt sehr viel Erfahrung mit, von der ich als junger Kollege zehren kann.“

3 Fragen an Michael Cordes

Baureihe G3, Projektleitung Produktion, seit 2002 bei Volkswagen

1 Wie gestaltet sich Ihre Zusammenarbeit?
„Eigentlich sprechen wir jeden Tag mitei­nander. Durch diesen engen Kontakt wächst das gegenseitige Verständnis, um etwa unterschiedliche Prioritäten nachzuvollziehen. Ich bin dankbar für die Informationen, die ich aus seinem Fachbereich bekomme – und nehme die Bälle in der Baureihe gerne auf.“

2 Was muss noch besser werden in den Bau­reihen?
„Der Austausch zwischen der Baureihe und den unmittelbar angrenzenden Fachbereichen steckt teilweise noch in den Kinderschuhen. Hier wäre insbesondere auch eine größere räumliche Nähe von Vorteil.“

3 Wie würden Sie Ihren Kollegen aus dem Fachbereich beschreiben?
„Joschi Jennermann ist ein kommunikativer Typ, der zielorientiert arbeitet, zugleich sehr diplomatisch in seinem Auftreten ist. Die Zusammenarbeit macht sehr viel Spaß.“

Gemeinsames Projekt: Entwicklung des Polo Nachfolgers T-Cross

3 Fragen an Johannes Neft

Leiter Aufbauentwicklung, seit 1997 bei Volkswagen

1 Was zeichnet in Ihren Augen die neue Baureihen­organisation aus?
„Jedes Fahrzeug­projekt bekommt jetzt die Aufmerksamkeit, die es braucht, um auf dem Markt erfolgreich zu sein.“

2 Was muss noch besser werden?
„In der täglichen Arbeit sind zuweilen noch Prozesse und Rollen zu verfeinern. Außerdem müssen marktkonforme Bauteilstrategien über die Baureihen hinweg durch­gehalten werden — Einzelprojekte sollten dabei in den Hintergrund treten.“

3 Wie gehen Sie damit um, wenn Sie die Interessen Ihres Fachbereichs mal nicht durchsetzen können?
„Wichtig ist, dass wir offen und ehrlich mit Konflikten umgehen und gemeinsam versuchen, das Problem zu lösen. Und zwar nicht über Hierarchien – sondern im Sinne unserer Kunden.“

3 Fragen an Thorsten Werner

Projektleiter Aufbau in der Baureihe G1

1 Was hat sich durch die Einführung der Baureihen verändert?
„Mit den Chefs der jeweiligen Baureihe gibt es nun jemanden, der das Gesamtbild vor Augen hat, der sich um das Produkt im Ganzen kümmert.“

2 Wie gestaltet sich die Zu­sammenarbeit mit den Fach­bereichen?
„Früher mussten sich die Fachbereiche untereinander einigen. Mit der Baureihe gibt es jetzt eine übergeordnete Instanz, die eine projektspezifische Bewertung abgibt.“

3 Wie klappt die Zusammenarbeit mit Johannes Neft?
„Ich schätze Johannes Neft als kompetenten Partner, der mich stets mit verlässlichen Informationen versorgt. Das ist die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.“