inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Standorte

Cердечно поздравляем, Калуга*
*Herzlichen Glückwunsch, Kaluga

Das Volkswagen Werk im russischen Kaluga wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Gefeiert wurde das Jubiläum vor wenigen Tagen mit einem großen Fest, zu dem alle Mitarbeiter mit ihren Familien eingeladen waren. inside blickt zurück auf die Geschichte des noch jungen Standorts.

Zehn Jahre – sie waren von Anfang an dabei

Welche Erinnerungen haben Sie an die ­Eröffnung des Werks?

„Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Es kommt mir vor, als sei es gestern
ge­wesen, dass ich mich diesem tollen Volkswagen Team angeschlossen habe. Ich habe erlebt, wie sich die kleinen Büroräume mit dem Kaffeeduft in ein riesiges Werk mit großen Einrichtungen und Anlagen verwandelten. Nach zehn Jahren ist ein Kamillenfeld zu einem Werk geworden, wo die weltbesten Autos gefertigt werden. Diese zehn Arbeitsjahre waren für mich sehr toll, lustig und ereignisreich. Ich bin ungeheuer froh, aber auch mächtig stolz, dass ich einen eigenen Beitrag zu diesem so supertollen Aufbauprojekt der Volkswagen Group Rus in Kaluga leisten konnte.“

Anna Stepanova, Leiterin Arbeitsschutz

Welche Autos wurden in den vergangenen zehn Jahren ­in Kaluga produziert?

„Im Laufe dieser zehn Jahre liefen in unserem Werk mehrere Modelle vom Band. Darunter der Polo, der Tiguan, der Jetta, der Touareg, der Multivan, der Škoda Rapid, der Fabia, der Octavia, der Superb, der Yeti usw. Am besten gefällt mir aber der Tiguan. Dieses SUV ist universal und hat die besten technischen Daten.“

Natalya Khlevovaya, Allgemeine Beschaffung

Was wünschen Sie dem Werk für die Zukunft?

„Ich wünsche meinem Werk weniger Wirtschaftskrisen. Denn vom Wohl des Unternehmens hängt das Wohl aller Mitarbeiter ab.“

Eduard Namakonov, Montage

Was ist das Besondere, für Volkswagen in ­Kaluga zu arbeiten?

„Ich bin sehr pedantisch. Umso wichtiger ist für mich, dass hier alles wie ein Uhrwerk arbeitet. Die Produktionskultur ist ausgezeichnet, die Hallen sind sauber und ordentlich, die Arbeitsplätze ergonomisch ausgerichtet. Genau unter solchen Arbeitsbedingungen sollen die allerbesten Autos gefertigt werden. Das fasziniert mich einfach.“

Igor Lihitskij, Qualitätssicherung

Was waren für Sie die Höhepunkte der Werkgeschichte? 

„Diese zehn Jahre waren sehr ereignisreich. Ich kann gar nicht alles aufzählen. Die SKD-und CKD-Anläufe waren beeindruckende Veranstaltungen. Mit Stolz denke ich an den Fackellauf im Werk im Rahmen der Olympischen Spiele in Sotschi. Sehr wichtig war die Eröffnung unseres Motorenwerks, zu der auch der Ministerpräsident kam. In diesen Jahren habe ich mich beruflich wie persönlich durch Dienstreisen nach Wolfsburg, Salzgitter und durch die gute Zusammenarbeit mit den Fachleuten unseres Teams vor Ort weiterentwickelt. Am wichtigsten ist für mich aber das Kennenlernen meiner jetzigen Frau – das war ein Wink des Schicksals. Sie arbeitet auch schon seit zehn Jahren hier. Das sagt viel aus.“

Andrej Afanasjev, Motorenfertigung

Wie Kaluga wurde, was es heute ist

Ein Jahrzehnt mit Höhen und Tiefen

3 Fragen an Oliver Grünberg

Oliver Grünberg (47) ist seit April dieses Jahres Technischer Direktor der Volkswagen Group Rus.  Als Werkleiter verantwortet er die Pkw- und Motorenproduktion in Kaluga sowie die Produktionsstätte Nizhny Novgorod.

1  Sie arbeiten – mit Unterbrechungen – seit 2007 für die Volkswagen Group Rus. Welche Entwicklung hat das Werk Kaluga in dieser Zeit genommen?

Kaluga ist während der letzten zehn Jahre durch alle Höhen und Tiefen des Automobilmarktes in Russland ge­gangen. Es ging nicht immer nur aufwärts, aber die Mannschaft hat sich diesen Herausforderungen gestellt und ist merklich daran gewachsen.

2  Das Werk Kaluga wird immer wieder für seine Effizienz gelobt. Was ist das Erfolgsrezept?

Die Mischung aus den Mentalitäten, die von außen durch entsandte Konzern-Mitarbeiter in das Werk hineingetragen wurden, und der Eigenschaft der russischen Belegschaft, das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen, ist entscheidend.

In dem Zusammenhang möchte ich auch meinen Vorgängerwerkleitern Joseph Baumert und Andreas Klar für ihre Arbeit hier im Werk danken. Zusammen mit der Mannschaft haben beide Kaluga entscheidend zu dem gemacht, was ich vor einem halben Jahr übernehmen durfte.

3 Zum Geburtstag darf man sich etwas wünschen. Was wünschen Sie sich für den Standort Kaluga?

Die Rückkehr zu einem voll ausgelasteten Dreischichtbetrieb ist sicherlich entscheidend, um im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit den deutlichsten Schritt nach vorne zu machen. Das glauben wir, in 2019 zu erreichen. Vorher müssen wir aber auch alle anderen Potenziale an­gehen, um die neuen Produkte gewinnbringend zu fertigen. Erst das sichert die Zukunft des Standortes langfristig – und genau das wünsche ich mir.

Mitarbeiter, Autos und mehr

110.000

Fahrzeuge (Volkswagen Tiguan, Polo, Škoda Rapid) wurden 2016 am Standort Kaluga produziert.

4.300

Mitarbeiter sind aktuell im Werk Kaluga beschäftigt.

12.000

Quadratmeter ist der Karosseriebau groß, der für die Produktion des neuen Tiguan entstanden ist.

180

Millionen Euro hat Volkswagen im vergangenen Jahr ins Werk Kaluga für den Anlauf des neuen Tiguan investiert.