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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Mitarbeiter

„Jan the Beetle“ glänzt wieder

Mitarbeiter von Volkswagen Südafrika haben in ihrer Freizeit den ältesten Käfer des Landes restauriert. Das 1949 in Wolfsburg gebaute Fahrzeug ist nun im Museum im Werk Uitenhage zu bestaunen.

Die Oldtimer-Retter (von links): Vincent Mncora, Jaco Senekal, Willie Myburgh, Neville Oosthuizen, Andrew Pretorius, Thulani Zulu, Jan Schiedek-Jacht und Tony Kilroe.

Jan the Beetle, wie Südafrikas ältes­ter Volkswagen Käfer liebevoll genannt wird, erblickte am 14. September 1949 in Wolfsburg das Licht der Welt. Berühmt wurde das Auto jedoch erst 22 Jahre später rund 10.000 Kilometer weiter südlich. 1971 suchte Volkswagen Südafrika, das den Käfer seit 1951 und noch bis 1979 selbst baute, mit einem Automagazin den ältesten Beetle im Land. Jans Besitzer David Rubin durfte seinen Schatz damals gegen einen neuen 1300er Käfer eintauschen. Jan ging fortan auf große Fahrt durch die Aus­stellungshallen im ganzen Land.

Doch der Ruhm verblasste: Abgestellt im Werk ­Uitenhage geriet Jan in Vergessenheit. Sein Zustand wurde schlechter, als Ausstellungsstück taugte er bald nicht mehr. Im vergangenen Jahr erfuhr eine Gruppe von Oldtimer-Enthusiasten aus der Produkt­entwicklung von Volkswagen Südafrika von dem historischen Wagen – und bot ihre Hilfe an. In siebenmonatiger Kleinarbeit restaurierte das Team den Käfer. Dabei setzte es alles daran, so viele Originalteile wie möglich zu erhalten. Jan behielt auch seine ursprüngliche beige Farbe. Nur wenn es nicht anders ging, wurden Komponenten von Händlern in Südafrika, Deutschland und den USA ­bestellt.

» Ich bin ­beeindruckt von der Hingabe, der Leidenschaft und der Liebe für unser ­Automobilerbe. «

Thomas Schäfer, Vorstandsvorsitzender VWSA

3 Fragen an ... Jan Schiedek-Jacht
Der erste Blick täuschte

1 Herr Schiedek-Jacht, mit welcher Zielsetzung sind Sie und Ihre Kollegen das Projekt angegangen?

Der älteste Käfer in Südafrika sollte nach der Restauration so gut wie möglich seinem Auslieferungszustand entsprechen, um auch kritischen Blicken standzuhalten.

2 Gab es bei der Restauration böse Überraschungen?

Das Fahrzeug sah auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Wir mussten dann aber feststellen, dass Unfallschäden nur schlecht repariert worden waren. Die meisten Teile konnten wir restaurieren, einige mussten jedoch bei Händlern in der ganzen Welt
beschafft werden. Für den Rückbau auf die Standardausstattung mussten zudem diverse Teile von Chrom befreit und anschließend lackiert werden.

3 Wie sehr hat Volkswagen Südafrika Sie bei der Arbeit unterstützt?

Wir waren in der glücklichen Lage, dass wir die Anlagen bei uns im Werk nutzen konnten. So wurden beispielsweise einige Kleinteile im hochmodernen 3-D-Drucker hergestellt. Das Ziffernblatt des überholten Tachos haben wir mit dem Laser geschnitten, die Handschuhfächer im Vakuumverfahren hergestellt.