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Digitalisierung

Kleine Box, große Wirkung

Konnektivität wird beim neuen Tiguan groß geschrieben. Die OCU-Box sorgt dafür, dass der SUV online gehen kann.

Maßarbeit auf kleinstem Raum: Mitarbeiter Michael Kretschmann verschraubt die Halterung der OCU-Box.

Takt 6, eine frühe Station der Tiguan Montagelinie in Halle 12 des Werkes in Wolfsburg. Dieser Ort ist für die Konnektivität des SUV von entscheidender Bedeutung. Denn hier wird eine kleine Box eingebaut, die sogenannte OCU. Über diese „Online Connectivity Unit“, ein Steuergerät kaum größer als eine Zigarettenschachtel aus schwarzem Kunststoff, mit Steckverbindung und Antennenanschluss, läuft die ganze Kommunikation des Tiguan. Mit ihr kann der Tiguan online gehen, so wie ein Smartphone mit seiner SIM-Karte. Die OCU ist das Tor zum Internet, und sie trägt die mobilen Online­diens­te von Car-Net in sich.

Leise schnurrt ein fahrerloser Wagen heran. Er zieht das Montagegestell des Tiguan Cockpits von Station zu Station. Bei Takt 6 befinden sich im Cockpit bereits unzählige Kabel und Steckverbindungen. Jetzt kommt die Car-Net-Montage. Hier schlägt die Stunde der schwarzen Box. Michael Kretschmann (39), einer der sechs Mitarbeiter des Kabelteams, schraubt einen Halter an den Modulträger und befestigt ihn vor dem Rack, dem Herzstück der Bordelektronik. Dieser Kasten befindet sich später auf der linken Seite der Lenksäule. Darin finden das Bordnetzsteuergerät, verschiedene Relais und Sicherungen Platz. Die schwarze OCU-Box schiebt Kretschmann oben in das Rack. Mit wenigen Handgriffen ist alles eingesteckt und verkabelt.

Die Cockpit-Vormontage

In der Montage arbeiten 22 Mit­arbeiter. Sie montieren alles, was hinter der Instrumententafel sitzt – Kabelstränge, Steuergeräte, Heizgerät. Das Fertigungsband ist etwa 150 Meter lang, gegliedert in 22 Takte. Etwa 660 Cockpits bauen die Mitarbeiter an einem normalen Werktag.

Im Rack schlägt das Herz der Bordelektronik. Dort wird ebenso wie das Bordnetzsteuergerät die OCU-Box eingebaut.

Noch liegt die Box im Schlummerzustand und wartet auf ihre Aktivierung. Erst am Ende der Tiguan Montage erwacht sie zum Leben. Bei der sogenannten ECOS-Prüfung (Electronical Check-out-System) werden die elektronischen Bauteile zum ersten Mal mit Strom versorgt und getestet. Kurz bevor das Auto am Zählpunkt 8 fertig vom Band rollt, wartet noch eine letzte Prüfung, und die OCU wird in Betrieb genommen. Dann ist das Car-Net aus seinem Schlaf erwacht und bereit, den Tiguan ins Internet zu bringen. Die schwarze Box macht’s möglich.