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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Strategie

Neuausrichtung kommt voran

Ausführlich hat der Vorstand Anfang des Monats vor Journalisten und Analysten die Situation der Marke Volkswagen beleuchtet. inside hat die wichtigsten Themen zusammengefasst.

Etwa 100 Journalisten und Analysten aus aller Welt kamen zum Pressegespräch ins Markenhochhaus nach Wolfsburg.

Die Bilanz

Die Marke ist besser ins Jahr gestartet als 2015 und 2016. Im ersten Quartal wuchsen die Umsatzerlöse auf 19 Milliarden Euro. Erwirtschaftet wurde ein operatives Ergebnis von 869 Millionen Euro. „Das gute erste Quartal zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das gibt uns Rückenwind für die kommenden Monate“, sagt Markenchef Herbert Diess. Ein Selbstläufer werde 2017 allerdings nicht. „Es kommt jetzt entscheidend darauf an, dass wir den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und unsere Aufgaben weiter abarbeiten.“

Der Zukunftspakt

Für das aktuelle und das kommende Jahr hat sich die Marke unter anderem vorgenommen, die Produktivität an den deutschen Standorten um jeweils 7,5 Prozent zu steigern. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen effizientere Anläufe, eine höhere Anlagennutzung und dadurch reduzierte Arbeitszeiten, Reduzierung von indirekten, nicht wertschöpfenden Tätigkeiten sowie eine deutliche Reduzierung der Nacharbeit durch verbesserte Prozesse. Dieses Programm wird Schritt für Schritt auf alle Fertigungsstandorte weltweit übertragen.

Die Modell-Offensive

Allein in diesem Jahr laufen mehr als zehn neue Modelle an, davon fünf echte Neuheiten ohne Vorgänger. Für Europa wurden bereits der Arteon und der Tiguan Allspace vorgestellt. Im Juni folgt der neue Polo, in der zweiten Jahreshälfte T-Roc und Touareg. Ziel der Produktoffensive ist es, Marktanteile zu stabilisieren, die Strahlkraft der Marke wiederherzustellen sowie Vertrauen in die Marke zurückzugewinnen.

Regionalisierung

Die substanziellen Restrukturierungsprogramme tragen erste Früchte: In Nord- und Südamerika sowie in Russland ist die Marke im ersten Quartal überdurchschnittlich stark gewachsen und hat Marktanteile hinzugewonnen.

Die Umrüstung

In Europa haben bereits mehr als die Hälfte der Fahrzeuge das notwendige Software-Update bekommen. In Deutschland sind es sogar fast drei Viertel. Damit sind über 2,6 Millionen Fahrzeuge umgerüstet. Bis Ende des Jahres sollen in Europa alle Fahrzeuge der Marke Volkswagen upgedatet sein. Auch im Rest der Welt sollen die Umrüst-Aktionen möglichst bald zum Abschluss kommen.

Agile Organisation

Nach Einführung der Baureihenorganisation haben zu Jahresbeginn auch die Regionen die volle Verantwortung für ihre Märkte übernommen. Die positiven Effekte der Eigenständigkeit sind bereits spürbar: Die Regionen entscheiden schneller und sind näher an den Kunden. Bei den laufenden Fahrzeugprojekten geht es effizienter voran. So stehen Technik und Design der nächsten Golf Generation bereits zwei Monate früher als geplant.

Elektro-Offensive

Bis 2025 will Volkswagen Marktführer in der Elektromobilität werden. Das erste Mitglied der I.D. Familie kommt 2020 auf den Markt und läuft in Zwickau vom Band. In diesem Jahr werden das technische Konzept und das Design für die beiden wichtigsten Fahrzeuge festgelegt.

Pressestimmen


» Was Herbert Diess und Arno Antlitz berichteten, konnte sich sehen lassen. «

FAZ, Deutschland

» Je stärker die Marke VW ist, ­desto besser kann sie die Heraus­forderungen ­annehmen. «

Wolfsburger Nachrichten, Deutschland

» Volkswagen will dem wachstumsstarken Elektrobauer Tesla die Stirn bieten. «

Reuters, International

» Die Kernmarke arbeitet sich nach oben. «

Handelsblatt, Deutschland