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Volkswagen macht beim Kulturwandel Tempo

Das Unternehmen bündelt alle Integritäts-, Kultur- und Compliance-Initiativen im neuen Programm Together4Integrity.


Mit Together4Integrity werden Fortschritte messbar und Defizite werden offengelegt, sagte Hiltrud D. Werner, Mitglied des Konzernvorstands für Integrität und Recht, bei einem Pressegespräch. Personalvorstand Gunnar Kilian kündigte an, dass das Programm jeden Mitarbeiter erreichen wird: „Wir haben den Rollout in alle großen Einheiten systematisch geplant. Wir stellen sicher, dass alle Mitarbeiter erreicht werden.“ Jüngst hatte bereits der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess die zentrale Bedeutung des Kulturwandels betont.

Together4Integrity beruht auf den Prinzipien der internationalen Ethics & Compliance Initiative (ECI), die 450 Mitgliedsunternehmen unterschiedlicher Branchen zählt. Entwickelt wurden die Grundsätze von einer Expertenkommission, zu der auch der heutige Monitor Larry D. Thompson gehörte.

Dies sind die fünf Prinzipien:


Strategie

Ethik und Compliance sind wesentliches Element der Geschäftsstrategie.

Risikomanagement

Ethik- und Compliance-Risiken werden identifiziert, einem Verantwortlichen zugewiesen, gesteuert und eingedämmt.

Integritätskultur

Führungskräfte aller Ebenen schaffen und wahren eine organisationsübergreifende Integritätskultur.

Äußerungskultur /
Speak-Up-Culture

Die Organisation fördert, schützt und schätzt das Melden von Bedenken und vermutetem Fehlverhalten.

Rechenschaftspflicht

Die Organisation ergreift Maßnahmen und zieht sich selbst für Fehlverhalten zur Rechenschaft.

Für die konkrete Umsetzung gibt es neben den ECI-Prinzipien 110 vorbildliche Best Practices. „Damit verfügen wir über ein Verfahren, mit dem wir die Lücke zwischen Soll und Ist ermitteln und schließen können“, sagte Hiltrud Werner. So verlangen die ECI-Standards beispielsweise eine ständig erreichbare Hinweisgeber-Hotline, über die die Mitarbeiter jederzeit Informationen über schwere Regelverstöße weitergeben können. Hiltrud Werner berichtete, dass sich die Zahl der Hinweisgeber-Fälle in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt habe. Dies zeige, dass das System den Mitarbeitern bekannt sei und genutzt werde.

Bereits in diesem Jahr soll 
Together4Integrity in mehr als 60 Gesellschaften des Volkswagen Konzerns starten. Eine besondere Verantwortung kommt dabei auf die Führungskräfte zu, die die Inhalte in ihre Teams tragen sollen. Gunnar Kilian: „Es reicht nicht, wenn wir die Grundsätze aufschreiben. Wir müssen sie zum Leben bringen. Sie müssen für jeden innere Richtschnur sein.“ In den deutschen Werken der Marke Volkswagen soll noch in diesem Jahr eine „KulTour“ starten, bei der Kilian mit Werkleitern, Betriebsräten und Mitarbeitern über den Kulturwandel sprechen will.

Im Mittelpunkt der Diskussion stehen diese Kernsätze:

• Wir tragen Verantwortung 
für Umwelt und Gesellschaft.


• Wir leben Vielfalt.

• Wir wagen Neues.


• Wir sind aufrichtig und sprechen an, was nicht in Ordnung ist.

• Wir sind stolz auf die Ergebnisse unserer Arbeit.


• Wir statt ich.

Hiltrud Werner machte deutlich, dass die Veränderung Zeit braucht. Das Konzept für Together4Integrity reicht daher bis 2025 und damit weit in die Zukunft. Dies sei auch deshalb wichtig, weil Monitor Larry D. Thompson bereits im Juni 2020 seinen Abschlussbericht vorlegt. „Bis dahin können wir noch nicht alles geschafft haben, was wir erreichen wollen. Wir wollen aber dokumentieren, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Arbeit weit über die Zeit des Monitor­ships hinaus fortsetzen“, sagte Hiltrud Werner.

Hiltrud Werner, Vorstand für Integrität und Recht

»Mit Together4Integrity machen wir unsere Fortschritte bei Integrität und Compliance messbar.«

Gunnar Kilian, Personalvorstand 


»Wir tragen die Kernsätze des Kulturwandels leicht verständlich in den gesamten Konzern.«

„KulTour“ startet in Wolfsburg

Warum muss vieles anders werden? Auch darüber können Mitarbeiter zum Start der „KulTour“ am 25. Juni von 9 bis 13 Uhr diskutieren. Auf dem Podium in Halle 5 sitzen unter anderen Personalvorstand Gunnar Kilian, Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh und Werkleiter Stefan Loth.

Anmeldungen auf Group Connect unter

https://soco.volkswagen.com/sbc/ events/11275