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Effizienzprogramm

Ein Schlüssel zu mehr Effizienz

In der Technischen Entwicklung wird der Einsatz von Erprobungsfahrzeugen künftig zentral gesteuert. Der Effekt: Weniger Autos, eine bessere Auslastung und schlankere Prozesse senken die Kosten um einen Millionenbetrag.

Versuchsträger werden in der Entwicklung nun konsequent über die Bereiche hinweg genutzt.

Ob Bremsen, Sitze oder Zündschloss: Bevor ein Modell in Serie geht, werden Komponenten wie diese über mehrere Monate in der Technischen Entwicklung (TE) erprobt. Zu diesem Zweck gibt es sogenannte Versuchsträger. Ihre Zahl stieg im Wolfsburger Stammwerk zwischen 2009 und 2014 um ein Drittel auf rund 8.200 Fahrzeuge an. Auch weil die Modellpalette immer größer wurde. Eine Analyse im Herbst 2014 ergab jedoch, dass die Versuchs­träger bislang unzureichend genutzt wurden und zu lange ohne Einsatz blieben.

„Jeder Aufbau eines Prototypen kostet einen hohen sechsstelligen Betrag“, verdeutlicht Jens Welge. Der Ingenieur leitet seit Mitte 2014 das Projekt „Optimierung Versuchsträger­management“, das über die Fachbereichs-Initiative FIT2020 ins Effizienz­Programm einzahlt. Bis Ende 2017 soll die Zahl an Versuchsträgern um 25 Prozent reduziert werden. Möglich werden soll dies durch bereichsübergreifende Zusammenarbeit in der TE. Gemeinsam überlegen die Entwickler aus den Bereichen Aggregate bis Elektronik, wie sich mit weniger Autos der identische Erprobungs­umfang in gleicher Qualität erreichen lässt.

Bestellt werden die benötigten Fahrzeuge künftig vom zentralen Versuchs­trägermanagement. Das neu geschaffene Team steuert den Fahrzeugpool und koordiniert die Zeiträume, in denen sich die Autos in den Fachabteilungen befinden. Exklusiv genutzte Fahrzeuge sollen damit der Vergangenheit angehören. „Wir denken nicht mehr in Autos, sondern in Erprobungszeiträumen“, erklärt Welge. Einer von mehreren Ansätzen, der sich auszahlt: 800 Erprobungsfahrzeuge gab es 2015 ­weniger als im Jahr zuvor, 20 Millionen Euro konnten so zu FIT2020 beigesteuert ­werden. Aktuell wird das Projekt, das vor 18 Monaten mit dem Polo begann, flächendeckend in der TE ausgerollt.

» Jeder Prototyp kostet einen ­hohen sechs­stelligen Betrag «