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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Effizienzprogramm

Schwarz, Weiß oder doch Rot?

Die Ausstattungen und Farben von Vorführwagen und Lagerfahrzeugen sollen künftig besser auf die Wünsche der Kunden abgestimmt werden. Möglich macht das eine neue Software.

Auch welche Farben die Kunden mögen, lässt sich künftig besser vorhersagen.

Etwa jeder fünfte Kunde greift beim Kauf eines neuen Autos auf vorkonfigurierte Lager- oder Vorführfahrzeuge zurück. Mit anderen Worten: Er hat seinen Volkswagen nicht nach seinen in­dividuellen Wünschen zusammengestellt. Für den Vertrieb bedeutet das eine Herausforderung: Er muss die Wünsche an die Fahrzeuge so gut wie möglich treffen, damit sie beim Händler am Ende keine Laden­hüter sind. Die in der Finanz angesiedelte Abteilung „Preisbildung“ hat jetzt gemeinsam mit dem Vertrieb eine Software eingeführt, mit der sich die Kundenwünsche deutlich besser vorhersagen lassen als bisher. Die Folge: Diese mithilfe der sogenannten Optionsanalyse konfigurier­ten Lager- und Vorführfahrzeuge lassen sich leichter verkaufen.

Aber die Optionsanalyse
kann noch mehr. Sie zählt nicht nur die reine Anzahl der Ausstattungen, sondern auch, in welcher Kombination sie bestellt wurden. Das schafft den Überblick, wie Lagerfahrzeuge aussehen sollten, um die Kundenwünsche besser zu treffen.

Mit Unterstützung des Volkswagen Data Lab in München geht es jetzt noch weiter: In einem ersten Schritt werden die Klicks in den Online-Car-Konfiguratoren im Internet ausgewertet – lange bevor sich ein Kunde überhaupt für einen Kauf entscheidet. Damit lässt sich ermitteln, welche Assistenz­systeme, Farben und anderen Ausstattungen bei den Kunden hoch im Kurs stehen und in den nächsten Wochen als Bestellungen im Autohaus eingehen werden. Volkswagen kann damit Fahrzeuge optimal vorkonfigurieren und sicherstellen, dass die Komponenten in der Produktion rechtzeitig verfügbar sind. Darüber hinaus hilft die Software zukünftig dabei, Millionen von Beiträgen aus Social-Media-Kanälen anonymisiert auf Markttrends hin zu analysieren und Angebote entsprechend anzupassen und diese Erkenntnisse für zukünftige Fahrzeuge zu verwenden.

„Als Querschnittsinitiative im Effizienzprogramm haben wir es geschafft, uns zwischen Finanz und Vertrieb schneller und besser zu verzahnen“, sagen Uwe Baunack aus der Finanz und Hartmut Rickel aus dem Vertrieb, die die Einführung der Options­analyse gemeinsam auf den Weg gebracht haben.

Während der Vertrieb mit diesem System die Kundenwünsche besser erfassen kann, unterstützt es die Mitarbeiter in der Preisbildung dabei, mit riesigen Datenmengen schnell unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. „Damit haben wir ein bereichsübergreifendes Instrument, das Entscheidungsrisiken minimiert, weil wir alle Eventualitäten mit einrechnen können“, sagt Baunack.