inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Innovationen

Showroom der Zukunft

Der Intuitive Carfinder hilft Volkswagen Kunden dabei, ihren Traumwagen zu finden.

Mit Hilfe einer Datenbrille tauchen die Kunden in die virtuelle Welt ein.

Ein Sonnenuntergang am Meer, Radfahrer in der Stadt, ein Vater umarmt seine Tochter – Videosequenzen mit diesen und ähnlichen Motiven zeigt Volkswagen seinen Kunden im sogenannten Intuitive Carfinder. Darauf folgen drei Vorschläge für das passende Fahrzeug. Der Showroom der Zukunft feierte vor ein paar Wochen auf der IAA in Frankfurt Premiere.

Die Videosequenzen basieren auf virtueller Realität und künstlicher Intelligenz. Die Begrüßung erfolgt durch Optimus Prime, einem der Hauptcharaktere aus dem Science-Fiction-Film „Transformers“. Na ja, zumindest durch seine deutsche Stimme. Cineasten werden sie im Kino schon öfter gehört haben. Hier im intuitiven Carfinder läuft der Film aber auf einer speziellen Brille mit integriertem Bildschirm. Ein passendes Headset misst die Gehirnströme.

Bereit? Bereit! 90 Sekunden dauert der Film, in dem kein einziges Auto zu sehen ist. Dank der Analyse erfährt der Besucher anschließend, welcher Volkswagen perfekt zu ihm passt: Arteon, e-Golf1, Polo, T-Roc, Tiguan Allspace, Touran, I.D. oder I.D. Buzz? Zurzeit kennt der Intuitive Carfinder diese acht Modelle. Er weiß, welcher Typ Mensch welche Technik und welche Funktionen für Alltag und Hobbys benötigt. Zusätzlich listet der Carfinder auch Vorschläge zu Farbe und Design auf.

»Je nachdem, welche Bilder die stärksten Reaktionen erzeugen, können wir das passende Auto empfehlen.«

Die einzelnen Sequenzen im Film dauern etwa drei Sekunden: der Sonnenuntergang, die Radfahrer, die Familienszene. „Das Headset misst, welche Bilder die stärksten Reaktionen hervorrufen“, erklärt Volkswagen Mitarbeiter Stefan Aust, der für die Marketingkommunikation auf der IAA verantwortlich war. Im Hintergrund steuert künstliche Intelligenz den Algorithmus. Besser gesagt: „emotionale Intelligenz“. Der Carfinder misst also die spontane, intuitive Reaktion.

„Je nachdem, welche Bilder die stärksten Reaktionen erzeugen, können wir das passende Auto empfehlen“, erläutert Aust. Wen Strand und Design ansprechen, für den wäre der I.D. Buzz das Richtige. Reagiert der Besucher stark auf Symbolbilder für Umwelt und Nachhaltigkeit, aber weniger auf progressives Design, ist er mit dem e-Golf gut bedient. Der Tiguan ist eine Empfehlung für alle Kunden, deren Herz bei Bildern höherschlägt, die Platz und Raum symbolisieren.

Beim Arteon testet die emotionale Intelligenz Impulse wie Luxus, Performance und Speed – für den Touran werden Vorstadt, Familie und Sicherheit illustriert. Der Polo steht für urbane, praktische Youngster. Wessen Gehirnströme beim Bild von Vater und Tochter beschleunigen, der könnte ein Kandidat für den Polo sein. Auch wenn der eben „nur“ für die Tochter gekauft werden soll.

»Die Vorstellungskraft bekommt dank des Carfinders virtuelle Unterstützung.«

Wie sieht der Kontakt mit dem Kunden in Zukunft aus? Wie findet der Kunde sein optimales Auto? Auf diese Fragen hat Volkswagen Antworten gesucht. Die Arbeit für den Carfinder begann vor einem halben Jahr. „Wir wollen zeigen, dass wir uns täglich mit innovativen Technologien beschäftigen, um die Zukunft in Serie zu bringen“, freut sich Stefan Aust über das neueste Projekt aus seiner Abteilung.

Insgesamt waren dreieinhalb Monate Bauzeit erforderlich. Dabei wurde auch der perfekte Sessel entwickelt. Auf der IAA feierte der Intuitive Carfinder seine Premiere. Von den aktuell verfügbaren acht Modellen bekam jeder Gast seine Top-3-Autos präsentiert. „Nicht jeder Zuschauer sagt: Ja, das passt“, weiß Aust: „Aber das ist auch nicht unser Ziel. Wir wollen vor allem Impulse geben, Impulse für Gespräche über die Top 3. Jeder will danach das Auto sehen, das ihm empfohlen wurde, und sich einfach mal reinsetzen.“

Die Ergebnisse und Erfahrungen der IAA werden nun ausgewertet, um die künstliche Intelligenz weiterzuentwickeln. Und dann wird der Intuitive Carfinder demnächst wieder im Einsatz sein und die Kunden verblüffen, indem er ihnen sagt, welches Auto das richtige für sie ist. „Die Vorstellungskraft bekommt dank des Carfinders virtuelle Unterstützung“, freut sich Stefan Aust.