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Dieser Azubi legt jeden aufs Kreuz

Giovanna Scoccimarro aus dem Werk Wolfsburg zählt zu den besten Judokas in Europa. Ihr Traum ist der Start bei den Olympischen Spielen 2020.

Ruhig und freundlich ist sie am Arbeitsplatz. Wenn Giovanna Scoccimarro aber ihrem Hobby nachgeht, legt sie fast jeden aufs Kreuz. Die Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement hat vor wenigen Tagen bei der Europameisterschaft in Polen die Silbermedaille gewonnen, nachdem sie schon Anfang des Jahres den deutschen Meistertitel nach Wolfsburg geholt hatte.

In der Gewichtsklasse
bis 70 Kilo musste sich die junge Frau erst im Finale geschlagen geben. „Dennoch bin ich mit meinem ersten Auftritt bei einer Erwachsenen-EM zufrieden“, sagt die 19-Jährige.

Ein Geheimnis ihres Erfolgs: Fleiß. Nach Feierabend trainiert sie jeden Tag mindestens zwei Stunden – entweder in ihrem Stammverein MTV Vorsfelde, in Braunschweig mit dem Landeskader oder in Hannover am Olympia-Stützpunkt. Dann verbessert Giovanna Scoccimarro ihre Ausdauer, Kraft und Präzision und übt ihre Spezialtechnik, den Uchi-Mata. Damit bringt sie ganz viele auf die Matte, auch während der Kämpfe mit der Vorsfelder Bundesliga-Mannschaft.

Ihre Ausbildung macht Giovanna Scoccimarro Spaß. Im Wettkampf ist der Uchi-Mata die Erfolgswurftechnik der 19-Jährigen.

» Es wäre ein Traum, in Tokio eine Medaille zu holen. «

Angefangen mit Judo hat sie im Alter von sechs Jahren. Als Zuschauerin ihrer älteren Brüder Federico (28) und Luigi (22) bekam Scoccimarro Lust auf diesen Sport. Was alle drei außer der Leidenschaft für Judo eint? Sie arbeiten bei Volkswagen in Wolfsburg. Termine planen, Telefonate führen, Tabellen erstellen – dies und mehr hat die Auszubildende aus Lessien (Kreis Gifhorn) gelernt, seit sie im September ihre Lehre begonnen hat.

Und der Beruf wird immer das Wichtigste für sie sein. Schließlich können auch Top-Judoka nicht von ihrem Sport leben. Wenn möglich, unterstützt Volkswagen die Athletin mit Freistellungen für internationale Wettkämpfe wie die EM. „Das hilft mir, dafür bin ich dankbar“, sagt Giovanna Scoccimarro. Ihr großes Ziel: die Olympischen Spiele 2020 in der japanischen Hauptstadt Tokio. „Es wäre ein Traum, im Mutterland des Judosports eine Medaille zu holen.“