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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Strategie

Spannung!

Die Produktion und Logistik qualifiziert ihre Mannschaft für die Zukunft. Im Werk Zwickau gibt es für Mitarbeiter eine Schulung zur Elektrofachkraft, die mit einer staatlich anerkannten Prüfung endet.

Stefan Ochocki  (von links) von der IHK bewertet die Fachkenntnisse zum Thema Elektrofahrzeug von Patrick Baumann und Nico Reichel.

Die Zukunft beginnt für das Werk Zwickau nicht erst in rund zweieinhalb Jahren, sie beginnt jetzt: Wenn der Standort in Sachsen ab 2020 den I.D. baut und damit maßgeblich die Elektro-Offensive der Marke Volkswagen einläutet, muss und will er gerüstet sein. Schon heute bereitet er seine Mitarbeiter auf den Produktionsstart und das Arbeiten mit Hochvolttechnik und Elektro­antrieben vor.

Ein agiles, global vernetztes Team aufzubauen, das Kompetenzen für die Arbeitswelt der Zukunft hat – das ist nicht nur das Ziel im Werk Zwickau, sondern in der gesamten Produktion und Logistik der Marke Volkswagen. Festgeschrieben ist das in der Fachbereichsstrategie TRANSFORM.­FACTORY+.

Am Standort Zwickau erfolgt die Qualifizierung der Mitarbeiter zum Thema Batterie und e-Antrieb systematisch. Initiator ist das Volkswagen Bildungsinstitut um Geschäftsführer Holger Naduschewski. Es bietet für die Mitarbeiter zum Beispiel achtwöchige Kurse zur „Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik“ an. Diese enden mit einer zweitägigen Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) und damit im Erfolgsfall sogar mit einem staatlich anerkannten Abschluss.

Der Unterricht ist in Theorie und Praxis gegliedert. Die Inhalte? Sie reichen von der Erklärung der unterschiedlichen technischen Ansätze bei reinen e-Fahrzeugen, Vollhybrid, Mildhybrid oder Plug-In-Hybrid, und deren Vernetzung mit der übrigen Fahrzeugelektrik und -elektronik bis zum Arbeitsschutz. Beim Arbeiten mit Strom ist das ein besonders wichtiger Aspekt.

„Die Absolventen
erfüllen die hohen Anforderungen, die die e-Mobilität stellt“, sagt Naduschewski und betont: „Das ist auch erforderlich. Nur mit einer qualifizierten Mannschaft wird es uns gelingen, die Produktion zu digitalisieren und e-Fahrzeuge herzustellen.“

Gut geschult

Bisher haben acht Mitarbeiter von Volkswagen Sachsen die IHK-Prüfung zur „Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik“ bestanden. Außerdem können sich 335 Mitarbeiter nach einer Schulung „Elek­trisch unterwiesene Person“ nennen und 170 Mitarbeiter sind nach einer Qualifizierung „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“.

3 Fragen an ... Florian Diersche (33)

Viel Neuland

1 Sie gehören zu den Mitarbeitern von Volkswagen Sachsen, die die Schulung zur Elektrofachkraft erfolgreich abgeschlossen haben. Wie war‘s?
Von Anfang an sehr anspruchsvoll und umfangreich. Neben technischem Know-how haben wir uns intensiv mit Arbeitsrecht und Arbeitsschutz beschäftigt. Mir hat es geholfen, die Inhalte abends Revue passieren zu lassen und so das viele Neue zu lernen. Denn die Arbeit an einem e-Fahrzeug unterscheidet sich deutlich von der Arbeit an einem Verbrenner-Auto. Einerseits ist der Bauaufwand viel geringer, vor allem beim Antriebsstrang.

Andererseits muss man beim Arbeiten mit Hochvoltsystemen immer garantieren, dass das System spannungsfrei geschaltet ist, um Gefahren zu jeder Zeit ausschließen zu können.

2 Was hat die Schulung gebracht?
Ich fühle mich sicherer im Umgang mit der Hochvolttechnik, denn ich habe Systeme und Unterschiede zum jetzigen Arbeiten kennengelernt. Die Ausbildung war eine super Vorbereitung auf den I.D. und künftige Projekte.

3 Wie ist es, an der Zukunft des Autos mitzuarbeiten?
Es ist ein schönes Gefühl, als einer der Ersten am MEB mitzuarbeiten. Den I.D. in Zwickau bauen zu dürfen, bedeutet für uns Zukunftssicherung. Außerdem ist diese Aufgabe besonders reizvoll und spannend, da wir gemeinsam Neuland betreten.