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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Strategie

Die Sparhelfer

Das Forum Servicekosten hilft den Fachbereichen, die Gemeinkosten zu senken – mit Erfolg.


Das Forum Materialkosten (FMK) ist vielen Mitarbeitern ein Begriff. Das Gremium arbeitet seit Jahren daran, die Materialkosten in der Fahrzeugproduktion zu senken. Seit vergangenem Jahr gibt es mit dem Forum Servicekosten (FSK) nun auch ein Gremium, das der Frage nachgeht, wie sich die Gemeinkosten der Marke ­Volkswagen reduzieren lassen. Das sind diejenigen Kosten, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Autoproduktion stehen. „Unser Ziel, die Gemeinkosten im ersten Jahr um zehn Prozent zu reduzieren, haben wir sogar leicht übertroffen“, bilanziert Katharina Kunze vom FSK. Unterm Strich wurden 2017 alleine in Deutschland 170 Millionen Euro eingespart.

Das FSK nahm Rahmenverträge mit Dienstleistern unter die Lupe.

Gemeinsam mit dem jeweiligen Fachbereich wurde geschaut, wo es Einsparpotenziale gibt. Als Beispiel nennt Kunze Verkaufsliteratur, die das Marketing für die Händler erstellt. „Gemeinsam mit dem Fachbereich haben wir jede Verkaufsbroschüre analysiert. Alleine durch technische Entfeinerungen, wie etwa den Verzicht auf Hochglanz-Veredelungen, sparen wir jährlich 800.000 Euro“, so Kunze. Auch die Drucker rückten in den Fokus. In vielen Abteilungen gab es mehr Geräte als benötigt. „Außerdem war die Quote von teuren Farbausdrucken überproportional hoch“, sagt die Beschafferin. Um das zu ändern, ist nun bei jedem Computer standardmäßig der Schwarz-Weiß-Druck eingestellt.

 

„Mit unserer Arbeit wollen wir den Fachbereichen helfen, ihre Gemeinkostenziele zu erreichen“, sagt Kunze und betont: „Wir nehmen den Fachbereichen kein Geld weg.“ Das Forum Servicekosten setzt seine Arbeit in diesem Jahr fort. Ziel ist es, die Gemeinkosten noch einmal um mehr als 50 Millionen Euro zu senken.

Initiative hat weltweit Ableger:

Das Forum Servicekosten (FSK) ist in der Markeninitiative II der Strategie TRANSFORM2025+ verankert und wird von den Vorstandspaten Arno Antlitz (Finanz) und Andreas Tostmann (Produktion) unterstützt. Die Arbeit des FSK ist nicht auf die deutschen Standorte der Marke beschränkt. Längst gibt es regionale Ableger, etwa in Brasilien, Mexiko, den USA und der Slowakei.