inside
Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Modelle und Technik

Das GTI-Trio aus Reifnitz

Großes GTI-Fest am Wörthersee – vor Tausenden von Fans zeigte Volkswagen drei neue GTI-Modelle.

1/3

Das Wörthersee-Team der Auszubildenden aus Wolfsburg am Golf GTI Next Level: (v. l.) Maximilian Klar, Florian Dimt, Maximilian Purrucker, Vincent R. Siermann, Patrick Schilling, Maurice-Christian Ziesmann, Nico Sennhenn, Marc Fitzlaff, Thomas Zechmeister, John Rowland, Sarah Unversagt; auf der Fahrerseite: (v. l.) Marie-Kristin Schildwächter, Anna-Katharina Heumann, Sandra Dombrowski, Lina Bosse, Henny Stegmann, Tina Geißler, Lena Volk, Projektleiter Holger Schülke und Frank Sabisch.

2/3

Die Auszubildenden aus Zwickau, Chemnitz und Dresden zeigten den Golf Variant TGI GMOTION: (v. l.) Laura Saller, Marius Neumeister, Elisabeth Trompelt, Tom Dubielczyk, Laura Hofmann, Simon Boguslawski, Benjamin Liebold, Hannes Flade, Dennis Leuthäuser; auf der Fahrerseite: (v. l.) Denise Zeißler, Laura Wagner, Tobias Siebert und Tobias Kalbas.

3/3

Das neue Top-Modell der GTI-Familie hat seine Weltpremiere am Wörthersee gefeiert: der 213 kW / 290 PS starke Golf GTI TCR Concept1. Noch vor Jahresende wird der Super-GTI auf die Straßen Europas kommen. Mit beeindruckenden Leistungswerten: In der Spitze fährt die seriennahe Studie, die jetzt noch Golf GTI TCR Concept heißt, 250 km/h. Sein maximales Drehmoment von 370 Newtonmetern entwickelt er zwischen 1.600 und 4.300 U/min. Wer will, kann mit dem Performance-Paket noch näher an die Rennversion heranrücken. Dann kommt der Golf GTI TCR auf eine Höchstgeschwindigkeit von 264 km/h, fährt auf 19-Zoll-Rädern und ist um 20 Millimeter tiefergelegt – echtes Rennfeeling auch für die Straße!

Er war der große Superstar auf dem Volkswagen Stand beim 37. GTI-Treffen in Reifnitz – der neue Golf GTI TCR.

Aber die seriennahe Studie hatte zwei ganz besondere GTI-Einzelstücke an seiner Seite – den Golf GTI Next Level aus Wolfsburg und den Golf Variant TGI GMOTION aus Zwickau. Mit diesen beiden GTI zeigten die Auszubildenden, was sie draufhaben.

Eine feste Tradition: Es war bereits das elfte Mal, dass die Volkswagen Auszubildenden ihre besonderen GTI-Showcars den Fans auf dem legendären Treffen am Wörthersee zeigten. Es sind „ihre“ GTI. Denn 15 Auszubildende aus Wolfsburg und 14 aus Zwickau haben sie selbst entwickelt und auf die Räder gestellt. Das Wolfsburger Team zeigte den 302 kW / 411 PS starken Golf GTI Next Level mit einer App-Steuerung für den Videospiel-Monitor. Die Auszubildenden aus Sachsen enthüllten den Golf Variant TGI GMOTION mit 96-kW-/131-PS-Erdgas-
Allradantrieb.

In knapp neun Monaten entstanden diese Golf-Unikate. Bei der Gestaltung von Exterieur und Interieur brachten die jungen Frauen und Männer aus zwölf Ausbildungsberufen ihr handwerkliches Geschick ein. Sie nutzten auch digitale Entwicklungs- und Fertigungsmethoden wie CAD-Konstruktion und 3D-Drucktechnik. Darüber hinaus programmierten sie Applikationen für die Steuerung spezieller Fahrzeugfunktionen via Smart­phone oder Tablet-PC. Für die 20-jährige Lena Volk war das GTI-Projekt mit dem Höhepunkt beim GTI-Treffen am Wörthersee ein voller Erfolg. Die angehende Fahrzeug­innenausstatterin aus Wolfsburg sagt: 
„Ich finde es gut, dass man diese kreativen Möglichkeiten hat. Gerade in diesem Projekt kann man sich auch super ausleben und seine Ideen verwirklichen. Das macht einfach super viel Spaß.“

Wenn Mark Czelnik an seinen Arbeitsplatz in der Halle 90b in Wolfsburg kommt, blinken ihm mehrere Lampen entgegen. Rund um seinen Schreibtisch sind etliche Steuerungsgeräte aufgebaut. Es sind die sogenannten Frei-Programmierbaren-Kombiinstrumente (FPK), besser bekannt als Active Info Displays. „Das ist hier wie ein eigener Prüfstand“, sagt der Projektleiter, der sich darum kümmert, dass das Display auf dem neuesten Stand ist und sich ständig weiterentwickelt.

„Wir brauchen zum richtigen Zeitpunkt die richtige Innovation“, erklärt Czelnik, der seit 2015 in der Elektrik/Elektronik-Entwicklung im Bereich der Kombiinstrumente tätig ist. Kurz zuvor war im Passat das erste Active Info Display gestartet. Das hieß intern „FPK Standard“. Dann folgte der nächste Schritt mit dem „FPK Entry“, mit dem Active Info Display im Polo oder im T-Roc. Das Entwickler-Team besteht aus 16 Mitarbeitern aus der Qualitätssicherung, aus dem Design und aus der Elektronik-Entwicklung. Bei Czelnik fließt alles zusammen: „Geht nicht – gibt es bei uns nicht. Wir suchen immer gemeinsam nach einer Lösung und finden sie meist auch.“

Wie beim FPK Entry. Das erste volldigitale Kombiinstrument, das nicht nur bei der Marke, sondern auch im Konzern zum Einsatz kommt, nimmt den Fahrer mit auf die Reise. Entspannt und ohne Ablenkung kann er der breiten Kartenansicht in der Navigation folgen. Hinter dem Lenkrad breitet sich auf dem ganzen Bildschirm eine virtuelle Karte aus. Per Zoom hat der Fahrer auch die Feinheiten im Blick oder lässt die Karte einfach über den Bildschirm laufen.

Cool auch im GTI

Das Active Info Display war auch für die GTI-Fans am Wörthersee ein echter Hingucker. Mark Czelnik und sein Team haben diese Innovation in den Polo GTI2, den Golf GTI3 wie in den T-Roc gebracht. Es waren nicht ihre ersten Active Info Displays. Mit dem Golf R Touch fing es vor gut drei Jahren an.

Das Beste: Jeder Fahrer kann sich sein Display so zusammenstellen, wie er es will. Wer es eher klassisch mag, wählt die normale Ansicht mit Drehzahlmesser und Tacho. „Für den großen Auftritt aber sorgt erst die ‚Große Bühne‘, wie wir das nennen“, erklärt Czelnik. Musik auf der ganzen Breite, Tacho und Drehzahl wandern an die Seite, alle anderen Informationen in die Mitte. Noch individueller wird es mit der „Spezialansicht“: In der Mitte ist dann die Musikwahl aus dem Infotainment. Was rechts und links ist, kann der Fahrer frei wählen – Fahrtzeit, Navigation oder die Assistenzsysteme.

Um solch ein Projekt in zwei Jahren fertigzustellen, bedarf es Mut zum Risiko. „Sonst schafft man es nicht“, sagt Czelnik. Der Trend zu großen Displays sei aus den USA gekommen, erinnert sich der 32-Jährige. „Mit unserem Active Info Display haben wir eine Erfolgsstory gezündet. Unser neues Display ist viel besser lesbar.“ Persönlicher ist es auch: Wer in seinen GTI steigt, bekommt das Display rot umrandet und mit kursiven Zahlen. Für jedes Auto gibt es das passende Display. Für GTE-Derivate ist auch eine E-Version geplant. Czelnik erklärt den Clou der Premium-Version des Active Info Displays im neuen Touareg4: „Da kommt erstmals Glas zum Einsatz. Solche Active Info Displays sind die Zukunft.“

»Wir brauchen zum richtigen Zeitpunkt die richtige Innovation«