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Top-Jurist kontrolliert Volkswagen

Das US-Justizministerium hat Larry D. Thompson zum Monitor bei Volkswagen ernannt.

Wer ist der Monitor?

Larry D. Thompson hatte von 2001 bis 2003 als stellvertretender Generalstaatsanwalt die zweithöchste Position im US-Justiz­ministerium inne. Darüber hinaus war der heute 71-Jährige in der Konzernspitze des Getränke- und Lebensmittelkonzerns PepsiCo tätig. Seit knapp zwei Jahren ist Thompson als Rechtsanwalt für die US-amerikanische Kanzlei Finch McCranie in Atlanta tätig.

Welche Aufgaben hat der Monitor?

Thompson wird drei Jahre lang kontrol­lieren, ob der Volkswagen Konzern die Bedingungen erfüllt, die in der mit der US-Regierung geschlossenen Vergleichsvereinbarung festgehalten wurden. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Compliance und der Berichts- und Kontrollsysteme bei Volkswagen sowie die Implementierung eines erweiterten Programms für Compliance und ethisches Verhalten. Der Jurist wird außerdem bewerten, ob das Compliance-System von Volkswagen geeignet ist, um Sachverhalte wie die Diesel­thematik aufzudecken und zu verhindern, dass sich Vergleichbares wiederholt.

Welche Befugnisse hat der Monitor?

Larry D. Thompson und sein Team dürfen Büros betreten, Dokumente einsehen und Kontakt zu allen Volkswagen Mitarbeitern aufnehmen. Außerdem ist der Monitor zur Teilnahme an Sitzungen aller Gremien befugt. Bei der Ausübung seiner Aufgaben ist der Monitor allerdings verpflichtet, vertrauliche geschäfts- und personenbezogene Informationen geheimzuhalten.

Ist es das erste Mal, dass ein deutsches Unternehmen einen Monitor bekommt?

Nein. Auch in den Verfahren gegen Siemens, Daimler und Bilfinger wurde mit dem US-Justizminis­terium jeweils die Aufsicht durch einen Monitor vereinbart.