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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

E-Mobilität

Wandel mit einem 
klaren Plan

Die Mitarbeiter am Standort Braunschweig bauen künftig auch Batteriesysteme. Joost Kessels (41) leitet dort das Kompetenzcenter E-Mobilität und gestaltet diesen Transformationsprozess.

Die Elektro-Plattform der Zukunft: Fahrwerk, Batterie und Antrieb des I. D.

Das Jahr 2019 wird für den Standort ein enorm wichtiges. Dann sollen aus Braunschweig neben Lenkungen, Dämpfern und Bremsscheiben auch die Batteriesysteme für die I. D. Familie kommen. Joost Kessels hat dieses Jahr fest im Blick. Der 41-Jährige steht an der Spitze des Kompetenzcenters E-Mobilität und steuert mit etwa 700 Mitarbeitern die Transformation in Richtung Elektroantrieb.

Schon heute bauen rund 120 Mitarbeiter Batteriesysteme für die Autos, die auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) und der Querplattform (PQ) stehen. In drei Schichten und auf drei Linien. Mehr als 200 sind es am Tag für den e-up!1, den e-Golf2 und den Passat GTE3.

Batterien in Autos sind heute weit mehr als Speicher elektrischer Energie. Man spricht von „Batteriesystem“. Das ist ein Bauteil, das etwa beim e-Golf aus mehr als 2.000 Einzelteilen besteht. Darunter sind Zellmodule, Controller, Batteriesteuergerät und das Gehäuse. Knapp 350 Kilogramm wiegt dieses Batteriesystem. „Wir müssen die wachsende Nachfrage nach unseren Elektroautos befriedigen und uns gleichzeitig den Herausforderungen stellen, die mit den Batteriesystemen für die I. D. Familie auf uns zukommen“, sagt Kessels. „Da haben wir einen klaren Plan.“

Der Wandel betrifft viele Mitarbeiter. Besonders tiefgreifend ist er durch den technischen Übergang. Der Passat GTE und der e-Golf stehen auf der Grundlage des MQB. Die neue Generation von Elektroautos aber geht in zwei Jahren auf dem MEB, dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten, in Serie. Dieser Baukasten wird mit Hochdruck vorbereitet. Das gilt auch für die Batteriesysteme. Sie müssen noch fertig entwickelt, in die Vorserie und dann in die Linie gebracht werden. Der Anlauf wird steil. In kurzer Zeit soll die Fertigung verfünffacht werden.

»Bei den Mitarbeitern gibt es viele Unsicherheiten. Aber wir helfen, dass jeder einen 
sicheren Zielbahnhof findet.«

Die Zukunft hat bereits begonnen. „Wir erfinden den Standort neu“, erklärt Kessels, der 2001 bei Volkswagen in Braunschweig anfing. Das Werk baut seine Batteriekompetenz in Entwicklung, Planung und Fertigung aus. Die Herausforderung ist, die Mitarbeiter mitzunehmen auf dem Weg, das Kompetenzcenter E-Mobilitätilität zu werden und die Batteriesysteme für die I. D. Familie zu bauen. „Da gibt es bei den Mitarbeitern viele Unsicherheiten“, erklärt Kessels. „Aber wir helfen, dass jeder einen sicheren Zielbahnhof findet.“

Drehscheibe ist ein Transformations- und Trainingscenter, das die Mitarbeiter berät. Dabei wird abgeglichen, welche Qualifikationen ein Mitarbeiter hat und was der neue Arbeitsplatz in der Batteriesystem-Fertigung erfordert. „Es ist eine wichtige Aufgabe, für die Mitarbeiter einen möglichst passgenauen Arbeitsplatz zu finden“, sagt Kessels. Trainings machen sie fit für ihren neuen Job in der Batteriesystem-Fertigung in Halle 23. Dort entstehen mehr als 230 Arbeitsplätze.

Wer in die Batteriemontage wechselt, muss zuerst lernen, an einem Batteriesystem zu arbeiten, das unter Spannung steht. Aus Sicherheitsgründen und um an der Linie in seinem Team rotieren zu können.  

Wichtig ist auch eine gute Kommunikation. Die erfolgt durch Transformations-Landkarten. Damit können die Führungskräfte und die Personalabteilung die Mitarbeiter über den Stand der Dinge zeitnah informieren. Im Vorseriencenter entstehen bereits erste Prototypen der I. D. Batterien. Kessels: „Die Mitarbeiter nehmen wir auch da möglichst früh mit an Bord. Denn wir sitzen alle in einem Boot.“