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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Modelle und Technik

Zwischen Longhorns und Bisons

Zwei Volkswagen Mitarbeiter aus Chattanooga auf ungewöhnlicher SUV-Tour. Im Atlas besuchen Alicia und Noah Walker die Westernstadt Pullman City im Harz und erleben dort den Alltag von Cowboys und Indianern im Wilden Westen.

Der Atlas zieht kräftig durch – Alicia und Noah Walker testen in der Westernstadt auch die Beschleunigung des 206 PS starken SUVs.

Er lächelt zufrieden, seine Hände ruhen auf dem Lenkrad: „Der liegt wirklich gut in der Hand und ist kaum aus der Ruhe zu bringen.“ Noah Walker steuert den Atlas von Wolfsburg aus Richtung Süden, an seiner Seite seine Frau Alicia, beide aus Chattanooga im Südosten des US-Bundesstaats Tennessee.

Da im Süden der Vereinigten Staaten läuft der Atlas vom Band. Auch der Passat wird hier seit der Gründung des Standorts im Frühjahr 2011 gebaut. Der Atlas ist ein siebensitziges SUV, das speziell für den US-Markt entwickelt und da auch gebaut wird. Er soll das Comeback der Marke in Übersee bringen. Der Name ist uralt. In der griechischen Mythologie ist der Atlas der Riese, auf dessen Schultern das Universum ruht. Noah sagt: „Das ist ein Name, der ausgezeichnet passt. Denn auch auf unserem SUV aus Chattanooga ruhen große Hoffnungen.“

Im „wilden, wilden Westen“ – die drei Amerikaner aus Chattanooga genießen die Atmosphäre der Westernstadt im Harz.

Der Atlas ist der Größte unter den Volkswagen in den USA. Er misst mehr als fünf Meter in der Länge, ist fast zwei Meter hoch und hat drei vollwertige Sitz­reihen – für europäische Maßstäbe ein überaus wuchtiger Geländewagen. In Noahs Augen ist das aber für Amerikaner genau das richtige Maß. Sichtlich genießt er die Fahrt mit diesem SUV der Fünf- Meter-Klasse aus dem heimischen Chattanooga. Das ist für ihn ein Stück Amerika in Deutschland. Er kennt den Standort, den dort gebauten Passat und den Atlas wie seine Westentasche – gute Gründe, ihn zum Brückenbauer zu machen. Seit gut zwei Jahren vertritt Noah nämlich seinen Standort in Wolfsburg. Er ist die Schnittstelle zwischen Entwicklung und Produk­tionsplanung: „Ich achte hier darauf, dass die Produkte gut in die Linie in Chattanooga kommen.“

Noah ist in Chattanooga ein Mitarbeiter der ersten Stunde. Er hat damals als Ausbilder im Lean Center angefangen. Dann wird er Meister in der Motoren-Vormontage für den Passat. Mit diesem Modell beginnt die Fertigung in Tennessee: „Damals war es eine sehr aufregende Zeit. Alles war neu und wir hatten viele lange Tage im Werk“, erinnert sich der 31-Jährige. Das bestätigt seine Frau Alicia, die gemütlich im Atlas an seiner Seite sitzt: „Es gab wirklich viel zu tun, ein guter Job.“ Auch sie ist von Anfang an beim Aufbau des Standortes dabei. Alicia ist in Chattanooga geboren und groß geworden.

Sie findet eine Stelle im Einkauf in der Beschaffung Elektrik. Noah wechselt dann in die Atlas Fertigung. Er wird Linienplaner für die Vormontage von Frontend und Heck. Der Zufall führt Noah und Alicia schließlich zusammen: Ein Freund stellt sie einander bei einem Meeting im Werk vor und wenig später heiraten sie, bevor Noah nach Wolfsburg wechselt. Alicia sagt: „Natürlich bin ich mit Noah nach Deutschland gegangen. Wir wohnen in Braunschweig und fühlen uns da pudelwohl, besonders wenn Weihnachtsmarkt ist. Die Region ist uns schnell zu einem zweiten Zuhause geworden.“

» Der Atlas liegt gut in der Hand und ist kaum ­aus der Ruhe zu bringen. «

Ein Mitarbeiter, der entspannt das Auto aus seiner amerikanischen Heimat genießt – Noah Walker im grauen Hemd mit Volkswagen Logo und Chattanooga-Schriftzug am Steuer des Atlas.

Ein Stück alte Heimat erwartet die beiden aus Chattanooga in gut 120 Kilometer Entfernung „in the middle of the Harz“. In Pullman City, der Westernstadt im Harz, ist das Leben und die Kultur des Wilden Westen Amerikas zu Hause. Mit Cowboys, Indianern und großer Wild West Show, bei der freilaufende Bisons und Longhorns über die Mainstreet getrieben werden. Da begrüßt die beiden Atlas Fahrer aus Chattanooga hoch zu Ross ein Cowgirl in „Stars and Stripes“, den amerikanischen Nationalfarben.

Das ist unser Atlas

» Je länger ich den Atlas fahre, desto mehr ­fühlt er sich an wie ­ein echter ­Amerikaner. «

Alicia und Noah folgen dieser Miss America im Atlas zum Marktplatz, vorbei am Kaufhaus „Buckaroo’s Warehouse“, einem „Gunshop“, wo es Waffen und anderes gibt, und einer Schießhalle, in der man mit Colt und Winchester seine Treffsicherheit unter Beweis stellen kann. Vor dem Saloon bindet Miss America ihren Braunen an. Das Atlas Duo stellt da auch seinen Siebensitzer ab, holt zwei Cowboy-Hüte aus dem Kofferraum und schlendert hinein. „Ist das cool hier!“, sagt Noah, als sie durch die Flügeltür in den Saloon kommen. Wie in den besten Westernfilmen.

Alicia und Noah genießen das Flair der Westernstadt im Harz in vollen Zügen. Entspannt machen sie Pause im kühlen Schatten der Veranda einer kleinen Ranch: „Wir wussten nicht, dass es so etwas auch hier in Deutschland gibt“, sagt Alicia. „Es ist herrlich, hier den Wilden Westen mit unserem wunderbaren Atlas aus Chattanooga zu erleben.“ Sie lieben es zu reisen. Bald nach der Fahrt mit dem Atlas in den Harz geht es im Sommerurlaub auf Kreuzfahrt im Mittelmeer. Dann kommen auch bald wieder die Weihnachtsmärkte.

Alicia und Noah Walker in bester Laune auf der Atlas Tour. Die beiden Mitarbeiter aus Chattanooga sind begeistert, das SUV bei einem Ausflug in den Harz zu testen.