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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Baureihe

Baureihen fassen Fuß in Nordamerika

Zu Jahresbeginn hat die Marke Volkswagen vier Baureihen eingeführt. Diese arbeiten in der Fahrzeugentwicklung crossfunktional mit den Fachbereichen zusammen. Drei dieser Baureihen sind seit Neuestem mit eigenen Leitern in der North American Region (NAR) vertreten. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Regionen. inside stellt das Trio vor.

Jan Dickmann,
Puebla/Mexiko: Baureihe G2

(verantwortet u. a. Jetta, Golf)

Welche Erwartungen setzen Sie in die Einführung der Baureihen in der North American Region?
Wir verstehen uns in erster Linie als Partner der Baureihen in Wolfsburg. Wir haben jedoch vor Ort den notwendigen Entscheidungsspielraum bekommen, um lokale Besonderheiten in unserem Markt berücksichtigen zu können.
 
Was ist die Besonderheit in Ihrer Region?
Die Kunden in Amerika besitzen ihre Autos meist deutlich kürzer als Kunden in Europa. Deshalb haben wir bereits den Zyklus der Modellaufwertungen an­gepasst. Zudem muss sich ein neues Modell sichtbar von der Vorgängerversion unterscheiden, weil der Kunde zeigen will, dass er ein neues Auto hat.
 
Was ist das erste Fahrzeugprojekt, das Sie in Ihrer neuen Funktion verantworten?
Das ist im kommenden Jahr die Markteinführung des Tiguan Long Wheel Base, also der verlängerten Ver­sion des Tiguan, den man in Europa kennt. Außerdem verantworten wir ab der Produktaufwertung den Jetta komplett in der Region.

VITA

Jan Dickmann (43) stieg nach seinem Maschinenbaustudium zunächst bei Volkswagen de México ein. Später war der Deutsche einige Jahre als Konstrukteur für Airbags in der Fahrzeugsicherheit in Wolfsburg tätig, ehe er ins Produktmanagement wechselte.

Michael Lovati,
Chattanooga/USA:
Baureihe G3

(verantwortet u. a. Passat, Atlas)

Warum ist es sinnvoll, dass die Baureihen nun auch in der North American Region vertreten sind?
Die Etablierung der Baureihe hier vor Ort ist eine große Chance, um den hiesigen Markt noch besser zu verstehen. Durch den lokalen Input können wir die Produkte für NAR stärker als zuvor beeinflussen.
 
Was ist die Herausforderung in Ihrer Region?
Der Markt ist heiß umkämpft, in bestimmten Segmenten sind viele Mitbewerber länger vertreten als wir. Von daher ist es eine große Herausforderung, den Kunden abzuholen und für unsere Produkte zu begeistern. Ich bin zuversichtlich, dass uns das mit dem sehr funktionellen und kundenorientierten Midsize-SUV Atlas gelingen wird.

Was ist das erste Projekt, das Sie in Ihrer neuen Funktion verantworten?

Wir bereiten uns jetzt bereits auf die Produktaufwertung des Atlas vor. Wir konzentrieren uns vor allem auf die für 2019 geplante fünfsitzige Variante. Das ist ein Projekt, das wir im August auf einer NAR-Klausur gemeinsam mit dem Markenvorstand entwickelt haben. Der B-SUV-Markt wächst stark, deshalb wollen wir dort mit zwei Modellen vertreten sein.

VITA

Michael Lovati (37) stieg 2007 bei der Volkswagen Group of America ein. Von 2008 bis 2015 arbeitete der US-Amerikaner in Deutschland bei Audi und Volkswagen, ehe er  als Chef-Einkäufer ins Werk Chattanooga wechselte.

Burkhard Huhnke,
Belmont/USA:
Baureihe G4

(verantwortet e-Mobility)

Warum ist es notwendig, dass die G4-Baureihe mit einem eigenen Büro in Nordamerika vertreten ist?
Die G4-Baureihe setzt neben Fahrzeugprojekten auch neue Geschäftsmodelle um, beispielsweise Mobilitätsdienstleistungen. Deshalb ist es sinnvoll, dass wir im Silicon Valley vertreten sind, wo viele der Top-Firmen auf diesem Gebiet zu Hause sind.
 
Was ist die größte Herausforderung in der North American Region, um Elektromobilität zu etablieren?
Wir wollen Volkswagen in den USA zu einem der bekanntesten Hersteller für Elektrofahrzeuge machen. Dafür ist es wichtig, die Kunden hier vor Ort zu verstehen. Beispielsweise legt der Amerikaner deutlich mehr Wert auf gewisse Features, wie die Integration der gewohnten Smartphone-Umgebung, als der Europäer. Auch spielt das Thema Reichweite hier wegen der großen Distanzen eine viel wichtigere Rolle.
 
Was ist das erste Projekt, das Sie in Ihrer neuen Funktion verantworten?
Wir bereiten aktuell mit Hochdruck die Einführung von Modellen auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) vor.

VITA

Burkhard Huhnke (49) arbeitet seit 1998 bei Volkswagen. Aus der Elektronikentwicklung in Wolfsburg wechselte der Deutsche 2006 in die USA. Mit seinem G4-Team hat er erst vor wenigen Wochen ein Büro im Silicon Valley bezogen.