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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

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Käfer im Herzen, Jetta im Kopf

Tiguan mit langem Radstand, Golf Update und zuletzt der neue Jetta1 – innerhalb eines Jahres hat Volkswagen de México drei Serienstarts gemeistert. Chef Andreas Hinrichs spricht im Interview über die neuen Autos, die Leistungen seiner Mitarbeiter, die Rolle des legendären Käfer und ein besonderes Fußballspiel bei der WM in diesem Sommer.

Andreas Hinrichs

ist seit März 2011 Vorstandsvorsitzender von Volkswagen de México.
Vorher leitete der Maschinenbau-Ingenieur die Volkswagen Autoeuropa in Portugal.
Hinrichs ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Seine Hobbys: Golf, Lesen und Autos.

Wie war das Jahr 2017 für Volkswagen de México?
Sehr anspruchsvoll für alle. Im März sind wir mit dem Serienbeginn des Tiguan mit dem langen Radstand hier in Puebla gestartet. Dann folgte im Juli der Serienanlauf für die Produktaufwertung unserer Golf Familien und im Dezember schließlich der Anlauf der siebten Jetta Generation. Drei Anläufe in einem Jahr – da kann ich mich nur bei unserer Mannschaft bedanken, die einen tollen Job gemacht hat. Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

Wie tickt der Automobilmarkt in Mexiko?
Die Marke Volkswagen hat in Mexiko ein sehr starkes Image, da das Land mit dem legendären Käfer gewachsen ist und sich weiterentwickelt hat. Der Käfer war immer dabei und ist tief in den Herzen der Menschen verankert. Aber im Kopf haben sie heute den Jetta. Volkswagen ist und bleibt hier in Mexiko etwas Besonderes für die Menschen.

Vor Kurzem hat der neue Jetta auf der Automesse in Detroit eine starke Premiere gefeiert. Der Weltbestseller wird bei Ihnen in Puebla gebaut. Wie läuft die Serie?
Der Serienstart ist gelungen und wir fahren die Anlaufkurve voll im Plan. 
Wir wissen, wie wichtig der Jetta und ein erfolgreicher Anlauf für den Standort und die Region sind.

 

Gab es beim Serienanlauf besondere Hürden, die Ihr Werk und Ihre Mannschaft nehmen mussten?
Zu einem großen Teil nutzen wir auch für den neuen Jetta die Anlagen der letzten Generation, um die Aufwendungen möglichst gering zu halten. Daher sind die Vorserien parallel zum alten Modell auf den gleichen Linien gefahren worden. Das erfordert eine hohe Disziplin von allen Bereichen, was die Mannschaft aber hervorragend gemacht hat.

 


»Die Marke Volkswagen hat in Mexiko ein sehr starkes Image.«


Wo sehen Sie Volkswagen de México in fünf Jahren?
Auch bei uns werden wir sehen, dass der SUV-Trend in den kommenden Jahren  stärker werden wird. Das gilt für das Werk in Puebla wie auch für den mexikanischen Markt. In der Region Nordamerika wird Volkswagen de México für konventionelle Fahrzeuge und Aggregate ein wichtiges Standbein sein. Denn wir haben hier großes Knowhow und günstige Fertigungskosten. Meine Prognose ist, dass sich der Markt in Mexiko stabil entwickeln wird – mit einer kleinen Pause im Jahr 2018.

Seit vielen Jahren stehen Sie an der Spitze der mexikanischen Volkswagen Tochter. Wie geht es Ihnen und Ihrer Familie in Mexiko?
Seit sieben Jahren leben wir in Mexiko und haben Land und Leute schätzen und lieben gelernt. Mexiko ist unsere zweite Heimat geworden. Wir haben viele Freunde gewonnen und es ist für die ganze Familie eine tolle Zeit.

Bei der Fußball-WM im Sommer in Russland wird Deutschland im ersten Gruppenspiel auf Mexiko treffen. Schlagen bei diesem Duell dann zwei Herzen in Ihrer Brust?
Besser hätte es nicht kommen können! Egal, wie die Partie ausgeht, wir können nicht verlieren und hoffen auf ein tolles Fußballspiel.

Welche Rolle spielt für Volkswagen de México der US-Markt?
Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand unser größter Exportmarkt und extrem wichtig für den Standort. Deswegen war es auch der richtige Schritt, dass unsere Gesellschaft Volkswagen de México jetzt mit den USA und Kanada Teil der Region Nordamerika geworden ist.

 haben die Mitarbeiter in Silao 
im vergangenen Jahr gebaut

arbeiten in den Werken 
Puebla (Fahrzeuge/Komponenten) 
und Silao (Motoren)

haben die Mitarbeiter in Puebla im Jahr 2017 produziert