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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Innovationen

Kessy öffnet Türen

Keyless Access ist das Urgestein unter den Assistenzsystemen.

Die Antennen am Auto orten den Schlüssel im Umkreis von 1,50 m.

15 Jahre ist Keyless Access schon in den Volkswagen Modellen – so lange wie kaum ein anderer elektronischer Helfer. Es kam damals im Jahr 2002 im Phaeton und ist heute Standard in fast allen Modellen.

Heute ist es bekannt unter seinem Spitznamen Kessy. Kessy gibt es in zwei Varianten, „Kessy Go“ und „Kessy Access“. Mit Kessy Go kann man das Auto starten, Kessy Access entriegelt und verschließt den Wagen. Das geht so: Der Fahrer trägt den Schlüssel bei sich in der Hosentasche oder in der Jacke. Fasst er an den Türgriff, wird das Auto entriegelt. Kessy Access macht das. Je nach Ausstattung kann es eine, zwei oder alle Türen entriegeln.

„Kessys wichtigste Aufgabe ist es, nach einem passenden Schlüssel zu suchen“, erklärt Christoph Fricke. Er ist in der Technischen Entwicklung in Wolfsburg für Kessy verantwortlich. Um das Auto herum sind Antennen verbaut. Kessy tut nichts anderes, als über Funk zu fragen: „Schlüssel, wo bist du?“ Der Schlüssel „hört“, welche Antenne am lautesten „ruft“ und antwortet mit seinem Standort. Es entriegelt sich immer genau die Tür, vor der der Fahrer steht. Dazu darf der Schlüssel höchstens eineinhalb Meter vom Auto entfernt sein. Das macht das System sicher, da sich der Fahrer in der Nähe des Fahrzeugs befindet. Der Schlüssel gibt Kommandos an die Zentralverriegelung und die Wegfahrsperre. „Er sagt ihnen, dass sie sich ausschalten dürfen“, so Fricke.

DER EXPERTE


Christoph Fricke (27) ist seit knapp eineinhalb Jahren bei Volkswagen in der Kessy-Entwicklung tätig. Er hat Elektrotechnik an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel studiert.

Egal, ob der Schlüssel im Kofferraum, in der Jacke auf der Rückbank oder im Ablagefach liegt, zum Anlassen des Autos reicht es dann, den Startknopf zu drücken. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Schlüssel im Innenraum des Autos befindet. Wenn einmal die Batterie im Schlüssel leer sein sollte und Kessy keine Energie hat, kein Problem. Denn auch mit dem Schlüssel lässt sich das Auto aufschließen – wie gewohnt. Dann hält man zum Starten den Autoschlüssel rechts vom Lenkrad an das Armaturenbrett. Darunter liegt eine Spule, die den Schlüssel einmalig mit so viel Energie auflädt, dass es für den nächsten Start reicht.

 

Verriegelt wird das Auto, indem der Fahrer den gekennzeichneten Druckpunkt am Griff der Fahrertür berührt. Dann leuchten Blinker, Scheinwerfer, Rückleuchten und Außenspiegel auf. Das signalisiert, dass das Auto sicher verschlossen ist. Ein weiterer Clou: die „Oma“-Funktion.

„Viele wollen ganz sichergehen, dass ihr Auto zu ist“, erklärt Fricke. Nach dem Verriegeln fassen sie dafür noch einmal an den Griff und prüfen, ob das Auto auch wirklich abgeschlossen ist. Kessy würde in diesem Fall das Auto aber gleich wieder entriegeln. „Oma“ lässt Kessy zwei Sekunden lang schlafen. Erst dann kann man das Auto wieder öffnen.