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Effizienzprogramm

Spart Geld und schont die Umwelt

Instandhalter Patrick Köster hat ein Verfahren erarbeitet, mit dem Öl in Hydraulikanlagen länger verwendet werden kann.

Patrick Köster zeigt das Messgerät, mit dem die Qualität des Öls bestimmt wird.

Öl mit pauschalem Verfallsdatum? „Das konnte ich mir nicht vorstellen“, sagt Patrick Köster, der als Instandhalter im Bereich Komponente in Wolfsburg arbeitet. Deshalb begann der 27-Jährige vor drei Jahren eine Methode zu suchen, mit der sich die Qualität des in Hydraulikanlagen verwendeten Öls messen lässt. Bei Bedarf kann das Öl – statt es zu entsorgen – wiederaufbereitet werden.

Das neue Ver­fahren entlastet die Umwelt jährlich um mehr als 63.000 Liter Altöl.

Dieses neue Verfahren zur Analyse und Aufarbeitung von Öl wird im Geschäftsfeld Fahrwerk seit diesem Jahr eingesetzt und entlastet die Umwelt um mehr als 63.000 Liter Altöl jährlich. In der gleichen Zeit spart das Unternehmen rund 50.000 Euro, weil Öl erst dann ausgetauscht wird, wenn es tatsächlich verschlissen ist. Zuvor fand der Ölwechsel in pauschal festgelegten Wartungsintervallen statt.

Die von der Instandhaltung im Geschäftsfeld Fahrwerk eingesetzte Analyse schützt die Umwelt und spart Geld. Doch damit nicht genug: Der Prozess kann im laufenden Betrieb einer Anlage durchgeführt werden, eine Unterbrechung wie bei einem Ölwechsel ist unnötig.

Die dafür nötigen Geräte werden über Schnellkupplungen an den Ölkreislauf einer Hydraulikanlage angeschlossen. Anschließend misst das Analysegerät alle für die Ölqualität wichtigen Werte wie etwa Feststoffe und den Wassergehalt. In 15 Minuten ist die komplette Arbeit erledigt.

Zeigt das Analysegerät zu starke Verschmutzungen durch Partikel oder einen zu hohen Wassergehalt an, schließen die Instandhalter kurzerhand einen Filter oder Wasserabscheider an die Anlage an, durch den das Öl gereinigt und anschließend wieder zurückgeführt wird. Die jeweiligen Grenzwerte sind in einer Datenbank hinterlegt, in der die für jede Anlage indivi­duell benötigte Ölqualität festgelegt ist.

IM EINSATZ BEI 100 MASCHINEN

Zum Einsatz kommt das Öl-­Messverfahren vor allem bei ­Maschinen, bei denen mithilfe von Hydraulik große Kräfte übertragen werden, beispielsweise bei Pressen und Schleifanlagen. Es könnte bald auf alle rund 750 Hydraulikanlagen des Geschäftsfelds Fahrwerk in Wolfsburg ausgeweitet werden.