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der Marke Volkswagen

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Standortsymposien

Standortsymposium in Emden: Die Mitarbeiter Tamara Tatjes und Hanno Helmers zeigen Markenchef Dr. Herbert Diess die optimierte Kabelverlegung an einer Trainingskarosserie.

 Emden

Symposium in Emden: Neue Modelle, mehr Auslastung und steigende Produktivität sichern die Zukunft des Standorts

  • Mannschaft präsentiert mehr als 30 Schwerpunktprojekte
  • Fertigung Arteon für US Markt beginnt noch in diesem Jahr
  • Beispielgebende Lösungen für alters- und gesundheitsgerechtes Arbeiten

Emden - Mit mehr als 30 Schwerpunktprojekten, die mit dem Vorstand und Betriebsrat auf dem heutigen Standortsymposium besprochen wurden, richtet sich Volkswagen Emden auf die Zukunft aus. Wachsende Produktivität und höchste Qualitätsstandards bieten dabei beste Voraussetzungen, um weitere Produkte zu fertigen, so den Arteon für den US-Markt noch in diesem Jahr und später den Arteon als Shootingbrake, ein Coupé mit Steilheck und noch mehr Nutzraum. Zudem steht wie geplant die Bündelung der kompletten Passat-Familie bevor.

Volkswagen Produktionsvorstand Dr. Andreas Tostmann betonte: "Damit unterstützen Werk und Mannschaft die bislang größte Modelloffensive unserer Marke. Die neuen Modelle bringen dem Standort höhere Auslastung. Verbunden mit steigender Produktivität und hoher Qualität sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen Emden auch ganz im Sinne des Zukunftspakts."

Werkleiter Andreas Dick sagte: "Mit einer starken Mannschaftsleistung haben wir den Standort in den vergangenen Jahren deutlich vorangebracht. Wir setzen alles daran, den erfolgreichen Weg weiterzugehen und die auf dem Symposium gezeigten Projekte konsequent umzusetzen. Damit treiben wir die Modernisierung der Produktion weiter voran, verbessern unsere Prozesse und schaffen so die Basis für die Zukunftssicherung des Standorts Emden." 

Betriebsratsvorsitzender Peter Jacobs sagte: "Wir wollen mit einem vierten Modell an den Erfolg von Passat Limousine, Passat Variant und Arteon anknüpfen. Daher haben wir dem Markenvorstand vorgestellt, wo wir als Werk stehen, welche Anstrengungen wir unternommen haben und welche Ziele wir verfolgen, damit das Emder Werk nachhaltig gut aufgestellt bleibt. Das gemeinsam entwickelte Konzept der Fabrik 2020+ muss wie geplant entschieden und umgesetzt werden. Denn damit verbunden ist eine nachhaltige Auslastung und der Einstieg in die CO2-neutrale Produktion und Elektromobilität." 

Zu den zahlreichen Projekten, die auf dem Symposium für mehr Produktivität, Qualität und auch Ergonomie präsentiert wurden, gehört die Kraftstoffbetankung. Durch den Einsatz eines innovativen Kamerasystems erfolgt das Betanken nun vollautomatisch. In der Lackiererei sorgen Roboter und Messtechnik dafür, dass Feinabdichtungen für Anbauteile wie Heckklappe und Türen nun ebenfalls automatisiert aufgetragen werden. Außerdem wurde der automatisierte Cockpit-Einbau in der Montage vorgestellt. 

Für das alters- und gesundheitsgerechte Arbeiten ist es dem Emder Werk beispielgebend gelungen, Mitarbeiter mit Leistungseinschränkungen durch ein neues Normalschichtmodell weiterhin in der Kernfertigung einzusetzen. Durch neugeschaffene ergonomische Arbeitsplätze können Beschäftigte mit Tätigkeits- und Leistungseinschränkungen auch weiterhin in bestehenden Teams arbeiten.

Zur Einsparung von CO2 stellt die Logistik den Lkw-Verkehr teils auf kombinierten Verkehr um. Hierbei werden Materialien für das Werk Emden gebündelt per Bahn angeliefert und nur noch Teilstrecken mittels Lkw zurückgelegt. So werden für dieses Projekt ab Juni dieses Jahres statt 100 Lkw pro Woche drei Güterzüge das Werk mit Material versorgen. 16 Zulieferer in Deutschland, Tschechien und Polen liefern ihre Fahrzeugteile zu einem Umschlagplatz nach Dresden. Von dort gelangen die Ladungen per Zug nach Emden. Somit werden 75 Prozent CO₂ eingespart - insgesamt 4.725 Tonnen CO₂ pro Jahr, was einem Durchschnittsverbrauch von etwa 2.000 Haushalten entspricht. Neben dem Nutzen für die Umwelt steigt auch die Wirtschaftlichkeit angesichts weiter steigender Logistikkosten.

Symposium bei Volkswagen in Sachsen: E-Mobilität und exzellente Fertigung sichern die Zukunft der sächsischen Standorte

Sachsen

Symposium bei Volkswagen in Sachsen: E-Mobilität und exzellente Fertigung sichern die Zukunft der sächsischen Standorte

  • Mitarbeiter der Volkswagen Sachsen präsentieren Innovationen für die Produktionswelt von Morgen - Projekthaus "eValley Saxony" vorgestellt
  • Ulbrich: Vorreiterrolle als weltweit erster MEB-Standort
  • Fiebig: Innovationen aus Sachsen sind beeindruckend
  • Rothe: Belegschaft mitnehmen und qualifizieren

Zwickau - Konsequenz auf dem Weg zum E-Mobilitätsstandort und der Ausbau vorhandener Fertigungskompetenzen sichern Zukunft und Beschäftigung von Volkswagen in Sachsen. Die drei Standorte Zwickau, Chemnitz und Dresden können voller Zuversicht auf diese kommenden Herausforderungen blicken. Das betonten Markenvorstand und Betriebsrat auf dem Standortsymposium in Zwickau. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentierten zahlreiche innovative Ideen und Lösungen für die Mobilität von Morgen. Die Vorbereitung auf die Produktion des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) stand dabei im Mittelpunkt, zudem die laufende Fahrzeug- und Motorenfertigung sowie der Karosseriebau für Bentley und Lamborghini. 

Thomas Ulbrich, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für E-Mobilität und neuer Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen unterstrich die Vorreiterrolle Zwickaus als weltweit ersten konzernweiten MEB-Standort: "Wir sind klar auf Kurs: Die plangemäße Umrüstung der ersten Maschinen und Anlagen läuft bereits - und zwar zeitgleich zur laufenden Produktion von Golf und Passat. Ab Mitte 2019 stellen wir dann die Produktion in Zwickau schrittweise weiter um in Richtung Elektromobilität". Die ersten I.D. Modelle sollen Ende 2019 vom Band rollen. Ende 2020 werden in Zwickau dann ausschließlich MEB-Elektroautos gebaut - geplant sind bis zu 1.500 Fahrzeuge wie I.D. und I.D. Crozz pro Tag, auch für weitere Konzernmarken. "Die Gläserne Manufaktur in Dresden wird ihre Rolle als Schaufenster für E-Mobilität zudem weiter festigen und künftig ebenfalls MEB-Fahrzeuge fertigen", so Ulbrich. 

Auf dem Standortsymposium präsentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Innovationen für die effiziente Produktion der Zukunft. Beispielhaft für die sich verändernden Arbeitswelten steht das neu geschaffene Projekthaus "eValley Saxony". Beschäftigte aus allen Fachbereichen arbeiten hier gemeinsam mit Partnern von Volkswagen und weiteren Konzernmarken zusammen. Es geht um die Gestaltung der Arbeitsplätze und Prozesse von morgen, frei von Hierarchie und Bereichsdenken, nahe an der Fertigung und international vernetzt. Mitarbeiter der Logistik zeigten ein selbstentwickeltes Hallen-Navigationssystem, das den Einsatz sogenannter Routenzüge zur Materialbereitstellung an den Fertigungslinien flexibler macht. Standzeiten und Kosten werden so minimiert. Für ein Zukunftsprojekt im Kunden- und Service Center Zwickau sind eine autarke Stromversorgung und Energiespeicherung die Basis. Dabei sollen mit einem neuen Second-Life-Modul die Batterien aktueller E-Fahrzeuge nach deren Einsatz im Fahrzeug ein zweites Mal genutzt werden. Flexible und modular erweiterbare automatisierte Lösungen zum Abstapeln von Teilen im Presswerk und beim Behälterumschlag in der Fahrzeugmontage verbessern die Ergonomie und Produktivität.

Prof. Dr. Siegfried Fiebig, scheidender Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen, lobte auf dem Symposium auch die bestehende enge Verbindung von Unternehmen und Region. "Wir gestalten unsere Zukunft in Sachsen gemeinsam. In Kooperationen mit den Städten Dresden und Zwickau sowie mit der ‚Zwickau AG' als Allianz zur Steigerung der Attraktivität in der Region arbeiten wir an innovativen Mobilitäts-Projekten der Zukunft. Wir haben die Gläserne Manufaktur in Dresden als Zukunftsstandort und "Schaufenster für E-Mobilität" neu aufgestellt. Sachsen ist traditionelles Autoland und hat mit der E-Mobilität eine klare Perspektive bekommen".

Gezeigt wurde in Zwickau auch ein Beispiel für Digitalisierung in der Instandhaltung des Chemnitzer Motorenbaus. Mit Hilfe von Sensoren und entsprechenden Messdaten erhalten die Mitarbeiter frühzeitig bereits konkrete Anweisungen. Sie können damit vorab Ersatzteile bestellen und beschaffen - bevor es zu Maschinenausfällen und Verschleiß kommt. Damit werden Zeit und Kosten gespart und die Prozessstabilität gefördert.

Für Jens Rothe, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates und Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, sind die von Mitarbeitern entwickelten und präsentierten Ideen überzeugender Beleg für die Innovationskraft der Mannschaft. "Für die Zukunft brauchen wir davon noch viel mehr." Mit den MEB-Fahrzeugen, deren E-Antrieben und Batteriemanagement, mit der neuen Elektronikarchitektur im Fahrzeug und der zunehmenden Automatisierung in der Fertigung sei eine breit angelegte Bildungsoffensive notwendig. "Es geht darum, unsere Kolleginnen und Kollegen mitzunehmen und auf die neuen Themen vorzubereiten. Wir müssen Wissen und Verständnis erweitern und uns um die kümmern, die nach vielen aktiven Jahren nicht mehr voll leistungsfähig sind." Er lobte in diesem Zusammenhang die Produktion des in Genf vorgestellten Cityskater, der ab Herbst am Standort Sankt Egidien gebaut wird. "Das Projekt wurde von den Kollegen vor Ort mitgestaltet. Dort werden künftig bis zu 20 Kollegen mit gesundheitlichen Einschränkungen einen neuen Arbeitsplatz finden. Auch das gehört zu unserer Unternehmenskultur."

Standortsymposium Volkswagen Wolfsburg: Vorstand, Werkmanagement und Betriebsrat auf dem Rundgang durch den Bereich der Komponente, hier im Geschäftsfeld Fahrwerk.

Wolfsburg

Symposium in Wolfsburg: Mit hoher Produktivität und Qualität die Zukunft des Standorts sichern

  • Workshops, Ideen und Lösungen der Mannschaft verbessern Prozesse in Fahrzeugbau und Komponente
  • Diess: Werk Wolfsburg wird immer wettbewerbsfähiger

Wolfsburg - Mit steigender Produktivität und hoher Qualität sichert das Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg seine Zukunft. Auf dem heutigen Standortsymposium präsentierte die Mannschaft dem Vorstand und Betriebsrat innovative Ideen, Konzepte und Lösungen, um sowohl Fahrzeugbau als auch Komponente noch besser aufzustellen.

Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh betonte: "Bei den vom Betriebsrat vor Jahren ins Leben gerufenen Symposien geht es darum, dass die Standorte ihre Innovationskraft direkt dem Vorstand und Betriebsrat präsentieren können. Dabei sind uns Beschäftigungssicherung und neue Arbeitsplätze ausgesprochen wichtig. Gerade hier im Werk Wolfsburg zeigen die Kolleginnen und Kollegen immer wieder, welche starken Leistungen mit einer gut ausgebildeten Belegschaft möglich sind. " 

Volkswagen Produktionsvorstand Dr. Andreas Tostmann sagte: "Die Wolfsburger Mannschaft zeigt eindrucksvoll, dass sie auf die Herausforderungen in Produktion und Logistik nicht nur vorbereitet ist, sondern die dafür notwendigen Veränderungen für mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit auch konsequent umsetzt. Das sichert die Zukunft des Standorts."

Zu den Herausforderungen am Standort Wolfsburg gehören der Produktionsstart des Seat-SUV Tarraco und die beginnende Einrüstung für die Fertigung der nächsten Golf-Generation. Die Werklogistik wird den autonomen Gütertransport unter dem Motto "Alles fließt" ausweiten. So sollen mehr als 150 fahrerlose Transportsysteme schrittweise die Materialströme in Karosseriebau und Montage flüssiger machen. Zudem läuft ein Pilotprojekt, in dem eine 4K-Kamera komplexe Materiallieferungen vollautomatisch scannt, bevor die Ware mittels selbstlernender Software fehlerfrei und deutlich schneller eingebucht wird. Das bislang im Konzern einmalige System gewann bereits den Innovationspreis der Logistik. Das Personalmarketing stellte auf dem Standortsymposium sein "Projekthaus Recruiting" vor, das in Zusammenarbeit mit dem Digital Lab in Berlin agil und zügig IT- und Digitalisierungsexperten gewinnen soll. Die Serienanalyse präsentierte eine innovative Schablone, die mittels Federdruck-Zeiger den präzisen Abstand der Heckklappe beim Einpassen in die Karosserie visualisiert. Gegenüber einer bislang einfachen Schablone, die häufig neu angesetzt werden musste, bringt die optimierte Methode höchste Passgenauigkeit in wesentlich kürzerer Zeit.

Standortleiter Dr. Stefan Loth hob hervor: "Für unser Werk und seine Zukunftssicherung haben wir den Anspruch, unsere drei Kernthemen Produktivität, Qualität und Mannschaft weiter voranzutreiben." So würden beispielsweise die Prozesse im Produktionssystem mit rund 400 für 2018 vorgesehenen Workshops auf künftige Herausforderungen ausgerichtet.

Die Komponenten-Geschäftsfelder Kunststoff und Fahrwerk Wolfsburg stellen sich mit innovativen Produkten für die elektromobile Zukunft auf. So zeigte der Geschäftsbereich Kunststoff auf dem Komponenten- Symposium in Wolfsburg eine neue, besonders leichte Heckklappe für die nächste Elektrofahrzeuggeneration: die erste Heckklappe aus Kunststoff im Konzern. Das Geschäftsfeld Fahrwerk stellte die Gelenkwelle für die MEB-Fahrzeuge vor, die eine hohe Performance bei geringem Platzbedarf bietet.

Neben starken Produktinnovationen zeigten beide Komponenten-Geschäftsfelder eine Vielzahl von Prozessinnovationen auf dem Shopfloor. Zahlreiche gute Ideen aus der Mannschaft haben dazu beigetragen, dass beide Komponenten-Geschäftsfelder ihre Effizienzziele im Zukunftspakt voll erreichen und teils übertreffen konnten.

Komponentenvorstand Thomas Schmall betonte: "Die Teams Fahrwerk und Kunststoff Wolfsburg unter Leitung von Martin Schmuck und Nico Brandenburg haben hart und erfolgreich daran gearbeitet, die Effizienz zu steigern und operative Exzellenz auf allen Ebenen umzusetzen. Gleichzeitig gestalten sie aktiv unsere Transformation in die Elektromobilität - mit innovativen Produkten für unsere neuen E-Fahrzeuge."

Entwickler Christopher Kreis (links) erklärt Dr. Herbert Diess die Steer-by-wire-Lenkung im Versuchsfahrzeug. Diese Lenkung ist eine Schlüsseltechnologie für das automatisierte Fahren.

Braunschweig

Standortsymposium: Volkswagen bündelt Batteriesystem-Kompetenz für ganz Europa in Braunschweig

  • Volkswagen Braunschweig baut künftig bis zu einer halben Million Batteriesysteme pro Jahr für Elektrofahrzeuge
  • Markenchef Diess: Wir setzen alles daran, die E-Autos der Zukunft in Deutschland zu entwickeln und zu produzieren
  • Komponentenvorstand Schmall: Standort Braunschweig wird Zentrum für Batteriesysteme der Zukunft

Braunschweig - Volkswagen Braunschweig erhält den Zuschlag, Entwicklung und Fertigung von Batteriesystemen für den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) weiter auszubauen. Künftig werden jährlich bis zu einer halben Million Batteriesysteme für die Elektrofahrzeuge der Marke Volkswagen Pkw und weiterer Konzernmarken produziert. "Die Marke Volkswagen setzt alles daran, dass die E-Autos der Zukunft in Deutschland entwickelt und produziert werden. Das Batteriesystem ist ein elementarer Teil der Wertschöpfungskette - und die Kompetenzen für diese wichtige Technologie bündeln wir für ganz Europa in Braunschweig", sagte Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen.

Zudem wurden beim Standortsymposium zahlreiche Ideen und Lösungen für noch bessere Prozesse und eine höhere Montage- und Anlageneffizienz präsentiert. Damit steigert der Komponenten-Standort seine Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit weiter. Die Mannschaft wird darüber hinaus Komponenten für die Fahrzeuge der Zukunft entwickeln, so neben den neuen Batteriesystemen auch Schwingungsdämpfer und Lenkungen für autonome Fahrzeuge.

Komponentenvorstand Thomas Schmall sagte: "Der Standort Braunschweig hat in den vergangenen Jahren breites Know-how in der Entwicklung und Fertigung von Batteriesystemen aufgebaut. Die Mannschaft rund um Otto Joos hat schon die MQB-Modelle erfolgreich in die Serie begleitet." Mit dem Auftrag für den Modularen E-Antriebs-Baukasten etabliere sich der Standort weiter "als zentraler Treiber der Volkswagen Elektromobilitätsstrategie".

Werkleiter Otto Joos sagte: "Die heutige Bestätigung des Fertigungsausbaus für Batteriesysteme mit einer halben Million Einheiten pro Jahr für den Konzern ist eine tolle Wertschätzung für die engagierte Arbeit unseres Braunschweiger Teams." Damit bekomme der Standort wir "eine klare Zukunftsperspektive, mit der wir in Richtung MEB voll durchstarten können".

Betriebsratsvorsitzender Uwe Fritsch unterstrich: "Der Standort Braunschweig befindet sich inmitten der Neuausrichtung. Das betrifft auch viele Beschäftigte, die sich auf neue Aufgaben vorbereiten. Mit der Kompetenz bei der Entwicklung und Montage von Batteriesystemen leisten wir einen enorm wichtigen Beitrag zur Entwicklung der E-Mobilität bei Volkswagen. Das sichert nachhaltig Beschäftigung am Standort."

An einer Otto-Motoren-Montagelinie stellt Andreas Libowski (rechts) vom werkseigenen MRK-Team einen der 14 kooperierenden Roboter des Standortes vor.

Salzgitter

Symposium: Standort schafft mit neuen Motoren und E-Komponenten eine verlässliche Zukunftsperspektive

  • 1.600 Effizienzmaßnahmen der Belegschaft verbessern die Produktivität
  • Standort entwickelt sich wie im Zukunftspakt festgeschrieben
  • Einstieg in die E-Mobilität wird sichtbar

Salzgitter - Verbesserte Prozesse bei der Entwicklung und Produktion von Verbrennungsmotoren und Komponenten für elektrische Antriebe machen Volkswagen Salzgitter immer wirtschaftlicher: Mehr als 30 Projekte für Produktionsoptimierungen, mehr Investitionseffizienz und höchste Qualität stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standorts dem Vorstand und Betriebsrat beim Standortsymposium vor. Ebenfalls im Fokus: der bevorstehende Anlauf noch effizienterer Diesel- und Otto-Motoren, die Entwicklung und Fertigung von E-Komponenten sowie die Fortschritte beim Kompetenzaufbau für die Batteriezelle.

Komponentenvorstand Thomas Schmall sagte: "Das Team in Salzgitter hat die bisherigen Herausforderungen mit Flexibilität und Know-how gemeistert und auf dem Symposium eine große Bandbreite an Optimierungen vorgestellt. Einerseits ertüchtigt die Mannschaft Anlagen, die bereits seit vielen Jahren im Einsatz sind, für neue Produkte. Andererseits werden Zukunftsfelder konsequent angegangen - von der Integration kooperierender Roboter in die Produktion bis zur Batteriezelle."

Christian Bleiel, Werkleiter Salzgitter und Leiter Geschäftsfeld Motor, erklärte: "Der Standort Salzgitter entwickelt sich wie im Zukunftspakt festgeschrieben. Seine Inhalte setzen wir Punkt für Punkt um, sichern Beschäftigung und erwirtschaften die Mittel für den Einstieg in die E-Mobilität. Dabei bauen wir auf Ideen der gesamten Belegschaft: Bislang haben wir mehr als 1.600 Maßnahmen erarbeitet und sind deutlich effizienter geworden. Jetzt beginnen wir mit dem Anlagenaufbau für die Rotor- und Stator-Fertigung - unser Einstieg in die elektromobile Serienfertigung."

Der Vorsitzende des Betriebsrats Salzgitter, Andreas Blechner, bekräftigte, dass der Standort den Vorstand von seiner Leistungs- und Innovationsfähigkeit überzeugt hat: "Besonders freue ich mich darüber, dass Herr Dr. Diess die Auffassung des Betriebsrates teilt und ebenfalls der Meinung ist, dass ein Unternehmen wie Volkswagen die Kompetenz der Batteriezellenfertigung braucht."

Zu den mehr als 30 in Salzgitter gezeigten Projekten für Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherung gehörte auch das sogenannte Shopfloor-Management, eine Arbeitsmethode, die einen einheitlichen Kommunikationsfluss zwischen Management, Abteilungsleitern, Meistern und Mitarbeitern sicherstellt. Am Beispiel einer Otto-Motoren-Montagelinie wurde gezeigt, wie der Standort mit der "Führen-vor-Ort"-Methode in der Fertigung Kosten senkt, Prozesse stabilisiert und Qualität sowie Mitarbeiterzufriedenheit verbessert. Wichtige Instrumente sind hier Mitarbeiter-Workshops mit daraus resultierenden Effizienzmaßnahmen, das Digitale Shopfloor-Portal und ein elektronisches Schichtbuch. In einem Jahr konnten Anlagenverfügbarkeit und Produktivität der Linie deutlich verbessert werden.

Ein weiteres Thema war die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) im Werk Salzgitter. Heute sind bereits 14 kooperierende Roboter für mehr Produktivität und Ergonomie an den Montagelinien im Einsatz. Aufgebaut, programmiert und in Betrieb genommen werden sie kostengünstig von den Fachleuten des werkseigenen MRK-Teams.

Investitionseffizienz beim Wandel von Fertigungskapazitäten für neue Diesel- und Ottomotoren bildete ebenfalls einen Schwerpunkt des Symposiums. Für Zylinderkurbelgehäuse und Zylinderköpfe wurden "standardisierte Aufnahmekonzepte" vorgestellt, mit denen Fertigungsanlagen deutlich schneller und günstiger ertüchtigt werden können. Erhebliche Kosten vermieden hat der Standort auch beim Einrüsten von neuen VR6-Motoren in eine bestehende Anlagentechnik. Die Aggregate kommen im Teramont (China) und im Atlas (USA) zum Einsatz.

Im Fokus standen darüber hinaus Zukunftsprodukte: So wird noch in diesem Jahr die Vorserienfertigung von Rotor und Stator für den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) starten.

Mit dem Center of Excellence Batterie (CoE) baut Salzgitter Batteriezellkompetenz für den Konzern auf, eigene Mitarbeiter werden hierfür weiterqualifiziert, Experten an Bord geholt. Auf dem Symposium wurden Aktivitäten und Ziele der Labor- und Fertigungsbereiche vorgestellt, die aktuell in Salzgitter entstehen.

Ein weiteres Thema war die Entwicklung von effizienten elektrischen Nebenaggregaten, die in den kommenden elektrifizierten Antriebstechnologien und gleichzeitig in konventionellen Antrieben genutzt werden können.