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Das Mitarbeitermagazin
der Marke Volkswagen

Baureihe

T-Cross: von Anting nach Curitiba

Auf drei Kontinenten wird das SUV in der Polo-Klasse anlaufen. Christoph Merten aus der Pilothalle in Wolfsburg achtet am Standort Anting in China 
auf die Baubarkeit und schlägt Brücken nach Brasilien.

Curitiba in Brasilien, Anting in China, Pamplona in Spanien – Standorte der Marke auf drei Kontinenten, die Tausende von Kilometern trennen. Eins verbindet die drei Werke: Die Mitarbeiter bereiten sich auf den neuen T-Cross vor. Pamplona beginnt als Leitwerk noch dieses Jahr mit der Serienfertigung. Dann folgen zeitgleich Curitiba in Brasilien und Anting bei Shanghai in China. Damit das glattgeht, arbeitet Christoph Merten seit gut einem Jahr in Anting.

Seit mehr als fünf Jahren gehört der 35 Jahre alte Wirtschaftsingenieur zur Mannschaft der Pilothalle in Wolfsburg. Er hat jetzt in Anting ein Auge darauf, dass der T-Cross bis zum Ende des Rohbaus so gebaut wird, wie es sein soll. Dabei begleitet er auch den Prototypenbau. Vor allem achtet er auf die Baubarkeit des neuen SUV, anfangs am Computer mit virtuellen Modellen, später in der Linie. Merten erklärt: „Unser Team – zwei Deutsche, sieben Chinesen – ist für das ganze Fahrzeug zuständig. Ich bin der Koordinator für alles bis zum Zählpunkt 5 und begleite den T-Cross, bis er vom Rohbau in die Lackiererei geht.“

China ist für Merten kein unbekanntes Pflaster. Er ist mit dem T-Cross Projekt bereits zum dritten Mal im Land. Vor 
vier Jahren hat er in Anting den Phideon begleitet, dann in Changsha im Süden Chinas den Touran. Nach einer Zwischenstation in Wolfsburg – da ist er 2016 Vater geworden – ist er mit Frau und Kind wieder aufgebrochen. „Wir sind gerne viel unterwegs und uns macht es Spaß, mit und in den verschiedenen Kulturen zu leben.“ In Shanghai geht es Familie Merten ausgezeichnet. „Es ist eine andere Welt, aber wenn man offen ist, ist es ein angenehmes Leben“, sagt der gebürtige Brandenburger, der 2008 zu Volkswagen kam. Merten ist nicht nur der T-Cross-Mann der Pilothalle in Anting. Darüber hinaus schlägt er eine Brücke zum Serienstart des SUV in Curitiba. Vieles läuft dabei  über den Standort in Anchieta. Denn dort, gut 440 Kilometer nördlich von Curitiba, bringt die Technische Entwicklung  das T-Cross-Projekt zum Serienanlauf und baut die Prototypen für Curitiba.

Anting

Am Standort Anting bei Shanghai fertigen mehr als 20.000 Mitarbeiter in drei Werken Modelle der Marken Volkswagen und Škoda, darunter die Modelle New Lavida und Gran Lavida sowie Tiguan und Phideon. Außerdem stellt das 
im Jahr 1984 gegründete Werk 
der Shanghai Automotive Industry (SAIC) Motoren her.


Merten fliegt ab und zu zwischen China und Brasilien hin und her. Oder man tauscht sich bei einer Videokonferenz aus. Mindestens einmal die Woche. Die Vernetzung hilft, Doppelarbeit und Fehler zu vermeiden. Denn was in Anting gut läuft, kann auch eine Lösung für Curitiba sein. Auch andersherum. So hebt Merten Synergiepotenziale auf dem Weg des T-Cross in die Fertigungslinien an zwei Standorten auf zwei Kontinenten.

Pamplona

In Pamplona bauen knapp 5.000 Mitarbeiter den Polo. 1982 lief die Polo Fertigung auf dem Werksgelände in Nordspanien an.

Curitiba

Das Werk Curitiba in São José 
dos Pinhais ist das jüngste 
Volkswagen Werk in Brasilien. 
An dem im Bundesstaat Paraná gelegenen Standort fertigen mehr als 2.700 Mitarbeiter den Fox, den CrossFox, den Golf, die Audi-A3-Limousine und den Q3.